20. März 2021 / 18:28 Uhr

"Sollten dankbar sein": 96-Coach Kocak ärgert sich nicht über (verlorene) Zeit in Quarantäne

"Sollten dankbar sein": 96-Coach Kocak ärgert sich nicht über (verlorene) Zeit in Quarantäne

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kenan Kocak mischt im Trainingsspiel mit, lässt die Youngster stehen.
Kenan Kocak mischt im Trainingsspiel mit, lässt die Youngster stehen. © Florian Petrow
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Spieler und Trainer von 96 mussten für eine Woche in häusliche Quarantäne - aufgrund eines falsch positiven Coronatests bei Genki Haraguchi, wie sich herausstellte. "Wir sollten dankbar sein, dass wir gesund sind und wieder trainieren können", äußerte sich Coach Kenan Kocak jedoch gelassen.

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Nach dem Training am Samstag wirkte Kenan Kocak zufrieden und ausgeglichen. Der Trainer von Hannover 96 hatte die erste Einheit nach dem Ende der häuslichen Quarantäne genutzt, um selbst mitzukicken. „Ein bisschen bewegen, dabei sein“, sagte Kocak. In den Tagen zuvor hatte er lediglich digitalen Kontakt zu seinen Spielern gehabt. Vom Gammeleck bis zum Po-Bolzen zum Abschluss war der Coach der Roten nun aktiv dabei.

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Und wie war es, eine Woche lang eingesperrt zu sein? Kocak wirkte im Gespräch mit dem SPORTBUZZER nicht verärgert, obwohl seine Mannschaft und er eine Woche Zeit verloren haben. Über den Zustand des Teams „kann man endgültig noch nichts sagen, aber man sieht schon die eine Woche“.

Bilder vom Training von Hannover 96 (20. März)

Hendrik Weydandt erwartet voller Vorfreude einen Schuss vom Coach. Zur Galerie
Hendrik Weydandt erwartet voller Vorfreude einen Schuss vom Coach. ©

Das Resultat des positiven Coronatests bei Genki Haraguchi wurde vom Gesundheitsamt revidiert - die Mannschaft und der Trainer hatten also aufgrund eines falschen Ergebnisses zu Hause bleiben müssen. „Ich war dankbar, dass ich zu Hause war und ein negatives Testergebnis hatte“, erläuterte der Trainer. „Es gibt Menschen, die trifft es schlimmer. Die a) positiv getestet sind und zu Hause oder b) die in Krankenhäusern oder c) auf Intensivstationen liegen. Da sollten wir nicht auf dem hohen Ross sitzen und jammern.“

„Trotz allem sollten wir die Situation zu schätzen wissen“, fuhr der Trainer fort. „Ungewöhnlich, aber wir sollten das Positive sehen und uns nicht mit dem Negativen aufhalten. Wir sollten dankbar sein, dass wir gesund sind, im Freien sind und wieder trainieren können“. Nun geht's mit der aktuellen Normalität weiter. Auch der Test am Donnerstag (14 Uhr) gegen Arminia Bielefeld in der Eilenriede soll über die Bühne gehen. „Wir sind dankbar, dass wir dieses Spiel haben“, so der 96-Coach.