28. Juni 2020 / 20:25 Uhr

96-Trainer Kocak fühlt mit gescheitertem HSV: "Die einen lachen und die anderen weinen"

96-Trainer Kocak fühlt mit gescheitertem HSV: "Die einen lachen und die anderen weinen"

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hat Mitgefühl mit dem Hamburger SV, der den Aufstieg verpasste - und mit seinem Trainerkollegen Dieter Hecking: 96-Coach Kenan Kocak.
Hat Mitgefühl mit dem Hamburger SV, der den Aufstieg verpasste - und mit seinem Trainerkollegen Dieter Hecking: 96-Coach Kenan Kocak. © imago images / Getty Images / dpa
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Für Hannover 96 nahm die Saison ein versöhnliches Ende - beim großen HSV aus Hamburg sah das anders aus. Trainer Kenan Kocak zeigte Mitgefühl mit dem ehemaligen Bundesliga-Dino, der erneut den Aufstieg verpasste.

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Das spektakuläre Saisonfinale um Platz drei und den Relegationsplatz nahm sogar 96-Trainer Kenan Kocak gefangen. Nach der 1:5-Pleite des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen fand der Ex-SVS-Coach bewegende Worte – für alle Kollegen. Die gescheiterten Hamburger mit dem früheren 96-Trainer Dieter Hecking und die Relegations-Heidenheimer (trotz 0:3-Niederlage in Bielefeld) mit seinem Freund Frank Schmidt.

„Ich kann die Gefühle in Hamburg und Heidenheim verstehen“, sagte Kocak, „Ich kann auch die Gefühle von Sandhausen verstehen.“ Kocak gab sich mitfühlend: „Es wird immer Wochenenden geben, wo die einen lachen und die anderen weinen. Das ist unser Job, wir müssen mit diesen Erlebnissen zurechtkommen.“

Die 96-Trainer seit 2002 - und ihr Punkteschnitt in der Liga (Stand: 28. Juni 2020)

Ralf Rangnick: 91 Spiele (40-22-29) - 142 Punkte (im Schnitt 1,56). Zur Galerie
Ralf Rangnick: 91 Spiele (40-22-29) - 142 Punkte (im Schnitt 1,56). ©
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Kocak stabilisierte 96

Nach getanem Job in Hannover war Kocak auch irgendwie froh, dass er das Schlimmste bei Hannover 96 verhindern konnte: „Als ich herkam, befanden wir uns in einer brenzligen Situation. Wir haben uns stabilisiert und den Super-Gau verhindern können.“

Kocak gelang es, 96 aus dem Abstiegskampf in sichere Gefilde zu führen, vor allem nach der Corona-Pause spielten die Roten deutlich stabiler. Die Saison beendete die Kocak-Elf auf Platz sechs - und war am Ende mit sieben Punkten Rückstand sogar fast noch auf Schlagdistanz zum Dritten aus Heidenheim.