02. Januar 2019 / 09:54 Uhr

Neuer 96-Kreativspieler nur bei Fossum-Abgang – Geis und Di Santo kein Thema

Neuer 96-Kreativspieler nur bei Fossum-Abgang – Geis und Di Santo kein Thema

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sollte Iver Fossum einen anderen Arbeitgeber finden, würde 96 wohl einen neuen Kreativspieler, beziehungsweise Angreifer holen – allerdings nicht Johannes Geis oder Franco Di Santo.
Sollte Iver Fossum einen anderen Arbeitgeber finden, würde 96 wohl einen neuen Kreativspieler, beziehungsweise Angreifer holen – allerdings nicht Johannes Geis oder Franco Di Santo. © imago/Zink/RHR Foto/Team 2/SPORTBUZZER
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Ein neuer kreativer Spieler fürs Mittelfeld oder den Angriff soll bei Hannover 96 vorerst nicht geholt werden. Das könnte sich ändern, wenn Iver Fossum Hannover verlässt. Johannes Geis und Franco Di Santo von Schalke 04 sind derweil kein Thema bei den "Roten".

Gedanklich ist Nicolai Müller bei 96 angekommen. Über die sozialen Netzwerke lud der 31-Jährige einen enttäuschten Müller-Fan ein, der seinen Helden noch einmal in Frankfurt spielen sehen wollte. „Ich lade dich hiermit sehr gerne zu einen Hannover-Spiel deiner Wahl ein“, schrieb Müller nett ins Internet.

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Mittwoch schlägt der neue Offensivmann nach seinem Urlaub auch physisch in Hannover auf. „Den Laktattest wird er nicht mehr schaffen“, sagt Manager Horst Heldt. „Der Medizincheck hat Priorität, letzte Unterschriften, und alles weitere wird dann geregelt.“ Der Stürmer wird bis zum Saisonende geliehen. Alles Müller oder was?

Hannover 96: Vorerst kein weiterer Kreativspieler

Tatsächlich soll – vorerst – kein weiterer kreativer Spieler fürs Mittelfeld oder den Angriff geholt werden. Kevin Akpoguma (23) wird für die Abwehr aus Hoffenheim geliehen, er wird wahrscheinlich den Laktattest am Mittwoch mitmachen. Dann kommt Müller. Alles weitere hängt am möglichen Verkauf von Iver Fossum. Bisher hat sich kein Klub bei Heldt gemeldet, der Interesse am Norweger hätte.

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Eine Auswahl: Die besten Bilder von Iver Fossum während seiner Zeit bei Hannover 96. ©

Gemeldet haben sich Fossums Berater. Sie wollen den Hannover-Exit. 96 wäre dazu bereit. „Er hat Qualitäten, sie kommen aus unterschiedlichen Gründen hier nicht zum Tragen“, weiß Heldt.

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Mit gespartem Gehalt und der Ablösesumme (Marktwert 2,5 Millionen Euro) könnte 96 nachlegen. Gesucht wird ein Mittelfeldspieler mit offensiven Qualitäten und Torgefahr. Dazu noch ein weiterer Angreifer. Bleibt Fossum, bleibt auch der Kader wie er jetzt ist. 96 reist dann Donnerstag mit nur 19 gesunden Feldspielern ins Trainingslager nach Marbella.

Nur zwei Neue bei weiteren sicheren oder möglichen Ausfällen des besten Stürmers (Niclas Füllkrug nach Knie-OP) und anderen Offensiven wie Linton Maina: Reicht das für den Klassenerhalt?

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Es wird sowieso eng. Offenbar ist die 96-Führung nicht bereit, wie im Abstiegsjahr 2016 viele Millionen Euro für die Rettung auszugeben. Hugo Almeida, Adam Szalai, Marius Wolf, Fossum und Hotaru Yamaguchi, dazu Trainer Thomas Schaaf – mit dem knapp zehn Millionen Euro teuren Paket kassierte 96 zehn Niederlagen. Nach elf Spielen flog Schaaf, und Daniel Stendel kam, allerdings zu spät für eine Rettung.

Geis und Di Santo kommen für 96 nicht infrage

In der jetzigen Situation ist es nicht zu spät. 96 könnte Spieler haben. Auf einige verzichtet der Klub aus sportlichen Gründen trotz der offensichtlichen Verfügbarkeit. Beispiel Schalke: Stürmer Franco di Santo und Johannes Geis würde positionstechnisch passen, kommen aber nach SPORTBUZZER-Informationen für Trainer André Breitenreiter und Heldt nicht infrage. Beide müssen es wissen – Geis und di Santo haben unter den beiden in Schalke gespielt.

Das Wettrennen um starke Angreifer wie den Dortmunder Maximilian Philipp wird 96 vermutlich gegen Rivalen wie den VfB Stuttgart verlieren. Das gilt für jeden Transfer, der jetzt schnell über die Bühne gehen muss – weil 96 auf einen Bewerber für Fossum warten muss.

Ausgeschlossen ist es nicht, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, frische Torgefahr durch Transfers zu brauchen. Da schielt 96 zurzeit aber auf den geduldigeren ausländischen Markt. Alles Müller – oder was?


Das könnte reichen, wird es wahrscheinlich aber nicht.

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