24. Juni 2021 / 07:20 Uhr

"Beschäftigen uns mit ihm": 96 will Orestis Kiomourtzoglou aus Almelo für die Sechs

"Beschäftigen uns mit ihm": 96 will Orestis Kiomourtzoglou aus Almelo für die Sechs

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kandidat bei 96 fürs defensive Mittelfeld: Orestis Kiomourtzoglou.
Kandidat bei 96 fürs defensive Mittelfeld: Orestis Kiomourtzoglou. © IMAGO/Pro Shots
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Bei der Suche nach einem Nachfolger für Jaka Bijol auf der Sechs ist Hannover in den Niederlanden fündig geworden: "Ja, wir beschäftigen uns mit ihm", sagt 96-Boss Martin Kind, angesprochen auf Orestis Kiomourtzoglou. Der 23-Jährige spielt bei Heracles Almelo. Problem: die geforderte Ablöse.

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Drei Spieler will der neue Sportchef Marcus Mann noch verpflichten: Einen defensiven Mittelfeldspieler, einen weiteren Verteidiger und den Innenverteidiger Julian Börner von Sheffield Wednesday. Beim Sechser hat sich Hannover 96 nach SPORTBUZZER-Infos auch schon positioniert. Ein Deutsch-Grieche, der in Holland spielt, soll kommen. Orestis Kiomourtzoglou hat bereits für die deutsche U21-Nationalmannschaft unter Trainer Stefan Kuntz gespielt.

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„Ja, wir beschäftigen uns mit ihm“, bestätigt 96-Chef Martin Kind. Der 23-Jährige steht bei Heracles Almelo unter Vertrag, und zwar noch für zwei weitere Jahre. Das macht es schwierig, weil die Holländer eine Ablöse fordern, die 96 nicht bezahlen will und kann.

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Den Marktwert, sofern das in Corona-Zeiten noch ein ernsthaftes Maß ist, gibt Transfermarkt.de mit 1,3 Millionen Euro an. Eine Annäherung zwischen den Vereinen zeichnet sich noch nicht ab, sodass Kind sich „nicht allzu optimistisch“ zeigt, dass 96 Kiomourtzoglou bekommt. „Wir kümmern uns auch um Alternativen“, meint der 96-Chef.

Angebot aus Bremen abgelehnt

Kiomourtzoglou hat lange für Unterhaching gespielt, erst in der U17, dann in der Regionalliga Bayern und danach noch zwei Jahre in der 3. Liga. Er lehnte sogar ein Angebot von Werder Bremen ab, um sich in Ruhe entwickeln zu können. 2019 wechselte er dann nach Almelo, der Vertrag wurde vor einem Jahr bis 2023 verlängert.

Mit 1,88 Meter hat er auch die für die 2. Liga benötigte Größe, um dem bevorzugten Stilmittel vieler Gegner – viele lang und hoch geschlagene Bälle – etwas entgegenzusetzen. Schon für den nach der vergangenen Saison wieder weggeschickten Slowenen Jaka Bijol war Länge ein wichtiges Einstellungs-Kriterium. In der Eredivisie, der ersten niederländischen Liga, kam Kiomourtzoglou in zwei Jahren auf 51 Einsätze. Zwei Tore erzielte er dabei.

Die Eredivisie ist ein attraktives Sprungbrett für deutsche Talente geworden. Auch der gefeierte Nationalspieler Robin Gosens ging diesen Umweg. Trainer bei Heracles ist Frank Wormuth, früher zehn Jahre lang Chef-Trainerausbilder beim DFB und auch mal U20-Nationalcoach. Wormuth lotste Kiomourtzoglou nach Holland. Abwarten, ob er ihn auch wieder freigibt.