11. Januar 2021 / 11:55 Uhr

Runter von der Wunschliste? 96 stellt Serdar Dursun kalt - und hakt Transfer ab

Runter von der Wunschliste? 96 stellt Serdar Dursun kalt - und hakt Transfer ab

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Unglücklicher Auftritt: Serdar Dursun (links) sieht gegen das zuvor um ihn werbende 96 kein Land. 
Unglücklicher Auftritt: Serdar Dursun (links) sieht gegen das zuvor um ihn werbende 96 kein Land.  © picture alliance/dpa
Anzeige

Das Heimspiel gegen Hannover 96 hat Darmstadt 98 mit 1:2 verloren - nicht zuletzt, weil der Torjäger der Gäste deutlich besser aufgelegt war. Serdar Dursun blieb im Gegensatz zu Marvin Ducksch blass. Und: Es scheint so, dass 96 seine Bemühungen um Dursun eingestellt und einen neuen Wunschkandidaten hat.

Anzeige

Darmstadt 98 gegen Hannover 96 - das ist alles in allem ein recht ausgeglichenes Spiel gewesen: Zweikämpfe 49 zu 51 Prozent, Ballbesitz 54 zu 46 Prozent, Torschüsse 16 zu 15, Laufstrecke 118,0 zu 119,8 Kilometer. Aber beim Fußball entscheiden nun einmal die Tore - und da hatten die Gäste ein Plus, was nicht zuletzt daran lag, dass Marvin Ducksch das Duell der Stoßstürmer gegen Serdar Dursun klar für sich entschied.

Anzeige

Waren es die Oberschenkelprobleme, die den 29-Jährigen Toptorjäger der Darmstädter doch ein wenig ausbremsten, oder die ständigen Gerüchte um einen Wechsel zurück nach Hannover? Oder beides? Dursun war jedenfalls ein ganzes Stück entfernt von der Form, die ihn im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet hat, und von seinem 50. Treffer in der 2. Bundesliga.

Mehr über Hannover 96

Nach einer Stunde wurde die 1,90-Meter-Kante ausgewechselt, viel war von ihm bis dahin nicht zu sehen gewesen. "Serdar hatte keinen guten Tag, das muss man leider festhalten", ärgerte sich Darmstadts Trainer Markus Anfang hinterher. Dass die Transferspekulationen ausgerechnet vor dem direkten Aufeinandertreffen aufgekommen seien, "haben wir nicht zu verantworten. Diese Situation vor dem Spiel ist mehr als unglücklich".

Anderer Kandidat jetzt ganz oben auf der Liste

Vermutlich ärgerte sich Anfang auch darüber, dass sein Stürmer Sekunden vor dem Anpfiff zur Seitenlinie rannte und 96-Trainer Kenan Kocak, dessen Wunschkandidat er dem Vernehmen nach ist (oder war), begrüßte. "Klar, dass er bei uns gut reinpassen würde", bestätigte 96-Sportchef Gerhard Zuber, "aber von Darmstädter Seite wurde alles gesagt."

Werbung konnte Dursun im Anschluss jedenfalls nicht für sich machen, Ducksch hatte die klar besseren Argumente und Werte. Über die ganze Saison betrachtet sind zwar die Zahlen beim Darmstädter Stürmers besser, trotzdem scheint es so, dass 96 diese Personalie nun tatsächlich abgehakt zu haben. Auf der internen Stürmerwunschliste für den Winter soll ein anderer Kandidat ganz nach oben gerückt sein...