28. Juli 2020 / 16:43 Uhr

Der Wechsel ist perfekt: Waldemar Anton verlässt Hannover 96 in Richtung Stuttgart

Der Wechsel ist perfekt: Waldemar Anton verlässt Hannover 96 in Richtung Stuttgart

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Spielt künftig für statt gegen den VfB Stuttgart: Waldemar Anton.
Spielt künftig für statt gegen den VfB Stuttgart: Waldemar Anton. © imago images/Sportfoto Rudel
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Keine Überraschung mehr: Eigengewächs Waldemar Anton verlässt Hannover 96, hat am Dienstagnachmittag einen Vier-Jahres-Vertrag bei Bundesliga-Aufsteiger Stuttgart unterschrieben. "Mir war sehr schnell, dass ich unbedingt zum VfB kommen will", sagt der 24-Jährige.

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Es hatte sich über einige Wochen angebahnt und wurde im Laufe des Dienstags immer heißer - jetzt ist der Wechsel von Waldemar Anton zum VfB Stuttgart perfekt. Nach zwölf Jahren bei Hannover 96 schlägt das Eigengewächs ein neues Kapitel seiner Karriere auf. Bei den Schwaben hat der 24-Jährige einen bis 2024 gültigen Vertrag unterschrieben. 96 kassiert rund vier Millionen Euro zuzüglich Bonuszahlung bei Klassenerhalt und Weiterverkaufsbeteiligung.

"Es gab verschiedene Möglichkeiten – aber für mich war sehr schnell klar, dass ich unbedingt zum VfB kommen will", sagt Anton, der beim VfB die Rückennummer 2 tragen wird und als Innenverteidiger oder Sechser eingeplant ist. "Der VfB ist ein Traditionsclub, der den Menschen in der Region etwas bedeutet. Das hat bei meiner Entscheidung ebenso eine Rolle gespielt wie die Gespräche mit den Verantwortlichen des VfB, die sich wirklich extrem um mich bemüht und mir auch klar aufgezeigt haben, wie der weitere Weg aussehen soll."

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Auch für seinen nunmehr Ex-Verein findet Anton lobende Worte: "Ich werde immer mit 96 verbunden bleiben. Es ist mein Heimatverein – hier bin ich groß geworden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass man mir den Wechsel ermöglicht. Bei 96 habe ich unglaublich emotionale Momente erlebt, die ich niemals vergessen werde."

In der abgelaufenen Saison absolvierte der elffache deutsche U21-Nationalspieler, dessen Heimatverein der Mühlenberger SV ist, 30 Spiele für 96 in der 2. Bundesliga. "Wir haben uns schon seit längerer Zeit um Waldemar Anton bemüht und sind sehr froh, dass wir den Transfer zum VfB letztlich realisieren konnten. Er bringt alle Voraussetzungen mit, um ein wichtiger Faktor in unserer Defensive zu werden", sagt VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.

Die Zeit von Waldemar Anton bei Hannover 96 in Bildern

Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. Zur Galerie
Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. ©

Zur Welt gekommen ist Anton in Olmaliq (Usbekistan), mit zwei Jahren zog die Familie nach Deutschland. Seinen ersten Einsatz bei den Profis von Hannover 96 hatte der 1,89-Meter-Hüne am 27. Februar 2016 ausgerechnet beim VfB Stuttgart, als er in der Nachspielzeit für Hiroshi Kiyotake eingewechselt wurde.

"Wir haben nun eine faire Lösung gefunden"

Mit Beginn der Saison 2018/19 wurde Anton der bis dato jüngste Bundesliga-Kapitän, der damalige Trainer André Breitenreiter hatte ihn dazu gemacht. Unter dessen Nachfolger Thomas Doll übernahm der erfahrenere Marvin Bakalorz im Abstiegskampf die Binde.

"Waldi hat uns frühzeitig klar signalisiert, dass er den Wunsch hat, Hannover 96 zu verlassen, um wieder in der 1. Liga zu spielen. Wir haben nun eine faire Lösung gefunden, mit der wir diesem Wunsch entsprechen können. Wir haben in diesem Sommer noch die Möglichkeit, eine Ablöse für ihn zu erzielen und sind mit dem ausgehandelten Gesamtpaket zufrieden", äußert sich 96-Sportdirektor Gerhard Zuber zum Transfer.