29. März 2021 / 16:36 Uhr

96-Meinung: Dass wichtige und teure Transfers floppen, darf nicht mehr passieren

96-Meinung: Dass wichtige und teure Transfers floppen, darf nicht mehr passieren

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke sieht das handelnde Personal bei 96, zuvorderst Gerhard Zuber (links) und Kenan Kocak, nicht gerade mit einem Vertrauensvorschuss ans Planen gehen.
SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke sieht das handelnde Personal bei 96, zuvorderst Gerhard Zuber (links) und Kenan Kocak, nicht gerade "mit einem Vertrauensvorschuss ans Planen" gehen. © IMAGO/Sven Simon
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Eine der wenigen Konstanten bei 96 ist für SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Willeke, dass die teuren Transfers floppen. Will man raus aus der 2. Liga, dürfe sich das nicht ein weiteres Mal wiederholen. Das handelnde Personal gehe allerdings nicht gerade mit einem Vertrauensvorschuss ans Planen.

Vor den Überlegungen, wie denn nun der nächste Anlauf ins Ziel führt, erst mal die Startvoraussetzungen: Erstens: Hannover 96 lebt finanziell auf viel zu großem Fuß, hat mit 22 Millionen Euro den zweitteuersten Kader der Liga. Dazu leistet sich 96 ein Talent­zen­trum für 7 Millionen Euro jährlich, dafür bauen sich andere Klubs wettbewerbsfähige Zweitliga-Teams zusammen.

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Zweitens: Wieder verpasst 96 den Aufstieg. Darauf waren sowohl in der vergangenen wie in dieser Spielzeit die Planungen ausgerichtet. Erst unter dem Tandem Mirko Slomka und Jan Schlaudraff, dann unter Kenan Kocak und Gerhard Zuber. Letztere führten in einer ersten Etappe die Mannschaft auf Platz sechs.

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Das sollte die Basis zum Generalangriff sein, verpuffte aber. 96 hat sich nicht weiterentwickelt. Nicht der einzige Grund, aber der wichtigste dafür – wie schon so oft in den vergangenen Jahren floppten die wichtigen und teuren Transfers. Diese Konstante besteht bei 96 von Jonathas bis Twumasi.

Das darf nicht mehr passieren – diesmal müssen die Transfers sitzen, wenn 96 nicht zur ständigen Belegschaft der 2. Liga werden will. Das handelnde Personal geht jedoch nicht gerade mit einem Vertrauensvorschuss ans Planen. Warum sollte jetzt gelingen, was eben noch misslang? Die Misere dauert ja schon länger. Nach Jörg Schmadtke gab’s noch keinen Manager, der 96 nachhaltig voranbrachte.

96 hat vielmehr einen teuren Apparat geschaffen, bei dem viele zu gut verdienen für das, was sie leisten. Der durch Corona diktierte Sparkurs kann heilsam sein für den 96-Patienten. Doch der Knackpunkt bleibt: Es braucht den Schmadtke-Blick, um Spieler zu finden, die jetzt weiterhelfen – aber wer hat den?