09. März 2021 / 09:15 Uhr

Gehaltsdeckel 400.000 Euro: Für Zuber und Kocak wird's bei 96-Transfers nicht leichter

Gehaltsdeckel 400.000 Euro: Für Zuber und Kocak wird's bei 96-Transfers nicht leichter

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Weniger Geld, viel Handlungsbedarf: Auf Gerhard Zuber und Kenan Kocak wartet eine schwierige Aufgabe.
Weniger Geld, viel Handlungsbedarf: Auf Gerhard Zuber und Kenan Kocak wartet eine schwierige Aufgabe. © IMAGO/Noah Wedel
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Nach oben und unten geht nichts mehr, 96 hat früh Planungssicherheit. Für Trainer Kenan Kocak und Gerhard Zuber wird's trotzdem nicht leichter, die Treffersicherheit bei Transfers zu erhöhen. Das liegt nicht zuletzt auch an der neuen Gehaltsobergrenze von 400.000 Euro pro Spieler.

Trotz früher Planungssicherheit vergreift sich 96 regelmäßig auf entscheidenden Positionen oder packt zu spät zu. Oder andersherum: Mit wenigen Ausnahmen tappt man schon länger in die gleichen Transferfallen. Ein positives Beispiel ist Niklas Hult. Bei ihm stimmt fast alles: Position, Mentalität, Begabung. Der Klub braucht mehr Treffsicherheit bei den Charakteren und den zu besetzenden Positionen. Doch es wird nicht leichter auf dem Transfermarkt für die Roten.

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Martin Kind gab zuletzt eine wesentliche Änderung vor, die sich automatisch aus Millionenverlusten und mittelmäßigen Resultaten ergibt. "Die erste Frage muss sein, wenn eine Position vakant ist oder ein Back-up gesucht wird: Haben wir so einen Spieler bei uns in der Akademie? Und dann nehmen wir den auch", erklärte der 96-Boss im Interview mit dem SPORTBUZZER. "Das Modell steht. Dabei müssen wir den Cheftrainer auch in die Pflicht nehmen."

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Und: 96 wird eine neue Gehaltsobergrenze ziehen. "Das werden wir konsequenter umsetzen", kündigte Kind an. Mehr als 400.000 Euro soll kein neuer Spieler mehr in der 2. Bundesliga in Hannover verdienen. Dies führt dazu, dass 96 sich keine Stars mehr leistet, die das Team nicht weiterbringen, sondern verstärkt auf unverbrauchte Kräfte setzt.

Die zu finden, ist die Aufgabe von Trainer Kenan Kocak und Sportdirektor Gerhard Zuber - die sich im Sommer und im Winter bei den Transfers allerdings selten einigen konnten. Dadurch blockierte sich 96 selbst. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden bei der Planung für die kommende Saison wird nur tragfähig, wenn beide sich an gute gemeinsame Zeiten erinnern. In der Wintertransferperiode 2019/20 trafen sie viele richtige Entscheidungen.