04. September 2020 / 07:17 Uhr

"Wollten Situation mit Fairness lösen": 96-Boss Kind über Trennung von Prib & Co.

"Wollten Situation mit Fairness lösen": 96-Boss Kind über Trennung von Prib & Co.

Dirk Tietenberg und Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Profichef Martin Kind betont die sportlichen Beweggründe der Trennung von Zieler, Prib, Bakalorz und Felipe.
96-Profichef Martin Kind betont die sportlichen Beweggründe der Trennung von Zieler, Prib, Bakalorz und Felipe. © imago images/Noah Wedel
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Für neue Spieler hat Hannover 96 noch (fast) kein Geld ausgegeben. Wohl aber, um altgediente Kräfte abzufinden. Jetzt hat sich Profichef Martin Kind zu dieser Thematik geäußert. Wichtig sei es, Ruhe in die Mannschaft bekommen zu haben. Und Geld habe man so durchaus auch eingespart, betont er.

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Der Fan ist das gewohnt. Hannover 96 holt erst kurz vor Saisonstart Spieler, von denen sich der Klub Verstärkung verspricht. Aber etwas ist neu: 96 gibt verdienten Spielern wie Marvin Bakalorz, Edgar Prib und Felipe Geld mit, zusammengerechnete 1,5 Millionen, damit sie gehen. Für dieses Geld hätte 96 Gehalt und Ablöse für den nächsten Neuen finanzieren können.

96 schafft Platz in der Kabine

Immerhin: 96 möchte nach sieben ablösefreien Transfers jetzt Geld ausgeben für neue Spieler, nicht nur für alte. Der Weggang der drei Mannschaftsräte, dazu der verliehene Ron-Robert Zieler: Damit hat 96 in der Kabine Platz geschaffen fürs Neue, das nun kommen soll. „Wir wollten die Situation mit Fairness und Respekt lösen, wir wussten, dass die Spieler mit anderen Vereinen in Verhandlungen stehen“, sagte 96-Chef Martin Kind, einen Tag, nachdem Prib mit fast 200 000 Euro Abfindung in der Tasche bei Düsseldorf unterschrieben hatte.

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„Wir haben so durchaus Geld eingespart“, erklärt Kind. „Wichtig ist, dass wir Ruhe in die Mannschaft bekommen. Die Entscheidung, sich von diesen Spielern zu trennen, war sportlich begründet.“ Es ist davon auszugehen, dass Trainer Kenan Kocak diese sportlichen Entscheidungen gut begründet haben muss. Der 96-Chef ist schließlich nicht bekannt dafür, dass er gerne Geld ausgibt für Spieler, die unter normalen Umständen Geld einbringen könnten.

Kind wirkt dennoch erleichtert. „Dass diese Spieler neue Vereine gefunden haben, freut mich sehr. Es hätte nichts gebracht, unzufriedene Spieler weiter in unserer Mannschaft zu haben und das Thema in die Saison zu tragen“, sagt er.