31. März 2018 / 14:54 Uhr

Hannover 96 verbietet Fanbanner gegen Gerhard Schröder und RB Leipzig

Hannover 96 verbietet Fanbanner gegen Gerhard Schröder und RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Fanbanner richtet sich gegen 96-Aufsichtsrat Gerhard Schröder.
Ein Fanbanner richtet sich gegen 96-Aufsichtsrat Gerhard Schröder. © Sielski-Press
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Hannover 96 hat vor dem Spiel gegen RB Leipzig etwa 40 Fanbanner verboten. Das behauptet die IG Rote Kurve. Darunter fallen auch Sprüche gegen Altkanzler Gerhard Schröder und den Gegner aus Leipzig.

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Hannover 96 hat wie schon beim letzten Heimspiel vor der Partie gegen RB Leipzig Fanbanner verboten. Diese müssen seit dem Stimmungseklat beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach Anfang März 24 Stunden vor dem Anpfiff zur Genehmigung angemeldet werden. „Diffamierungen, Beleidigungen oder diskreditierende Anspielungen werden auf Bannern, Transparenten und Spruchbändern nicht geduldet", hatte 96 als Grund für die Maßnahme genannt.

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​Rote Kurve sieht Zensur

Die IG Rote Kurve meldete bereits am Freitag auf ihrer Facebook-Seite, dass mindestens 40 angemeldete Bannersprüche der Fanclubs vom Verein verboten worden seien - darunter einige Beleidigungen gegen Clubchef Martin Kind und RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Aus Sicht der IG Rote Kurve seien aber auch kritische, nicht beleidigende Inhalte verboten worden: "Hannover 96 beugt so nicht eventuellen Strafanzeigen vor, sondern legt eine Zensur den eigenen Fans auf welche als erster Verein in der Bundesliga ihrer Meinung zum Leipziger „Vereins-Modell“ nicht frei kundtun dürfen", kritisiert sie in ihrem Schreiben.

​Spruch richtet sich gegen Schröder

Dabei behauptet die Fan-Organisation, dass auch die Forderung "Sanktionen für Russland und seine Helfer!" von Hannover 96 verboten worden sei. Diese spielt ganz offensichtlich auf Altkanzler und 96-Aufsichtsratchef Gerhard Schröder an. Der war vom ukrainischen Außenminister Pavlo Klimkin kürzlich als Putins wichtigster Lobbyist bezeichnet worden, außerdem sitzt Schröder im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft.

Warum wurde auch dieses Banner verboten? "Das ist hier eine sportliche Veranstaltung und kein politisches Forum", begründete 96-Stadionchef Thorsten Meier die Entscheidung am Sonnabend vor dem Anpfiff.

Dieses Banner hat es in Stadion geschafft: 96-Fans kritisieren das Produkt RB.
Dieses Banner hat es in Stadion geschafft: 96-Fans kritisieren das "Produkt RB". © dpa
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​Etliche Sprüche gegen RB

Etliche der von der Roten Kurze genannten angemeldeten und verbotenen Sprüche richten sich gegen den Gegner RB Leipzig. So habe 96 auch die Banner mit folgenden Sprüche untersagt:

- ""RB raus aus Liga 1"
- "Blechdosen zertrampeln"
- „Nein zu RB! Ossis raus aus Liga 1!"
- „Gegen Rangnicks Brauseclub!"
- „Kein Bock auf Dosen!“
- „Brause ist für Kinder!“

sp