03. März 2020 / 18:46 Uhr

96-Vereinspräsident Kramer: "Persönliche Beleidigungen sind indiskutabel"

96-Vereinspräsident Kramer: "Persönliche Beleidigungen sind indiskutabel"

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 96-Vereinspräsident Sebastian Kramer (eingeklinkt) bezeichnet persönliche Beleidigungen als indiskutabel.
96-Vereinspräsident Sebastian Kramer (eingeklinkt) bezeichnet persönliche Beleidigungen als indiskutabel. © imago images/foto2press/Florian Petrow
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Schmährufe und Plakate gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp bestimmten Fußball-Deutschland am Wochenende. Auch das Spiel von Hannover 96 gegen Holstein Kiel wurde kurzzeitig unterbrochen. 96-Vereinspräsident Sebastian Kramer hält Beleidigungen für "indiskutabel", ist aber gegen Kollektivstrafen. 

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Fadenkreuz - deshalb wurde auch die Partie von Hannover 96 am Montagabend gegen Holstein Kiel kurzzeitig von Schiedsrichter Sascha Stegemann unterbrochen. Auch das Konterfei von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz wurde in einem Fadenkreuz in der Nordkurve gezeigt. Die Schmähungen vor allem gegen Hopp waren am gesamten Wochenende bundesweit ein Thema.

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96-Vereinspräsident Sebastian Kramer hat da eine klare Meinung zu. "Persönliche Beleidigungen sind indiskutabel. Gerade in Hannover hat man jüngst gesehen, dass man mit Sachlichkeit und Inhalten zum Ziel kommt", hatte Kramer gegenüber dem SPORTBUZZER schon im Vorfeld der Partie gegen Kiel betont.

Auch Fans der Roten hatten in der Vergangenheit immer mal wieder mit Schmähgesängen gegen Profiboss Martin Kind für Aufsehen gesorgt. Seit geraumer Zeit ist aber, was persönliche Beleidigungen gegenüber Kind angeht, Ruhe in der Kurve.

Bilder vom Training von Hannover 96 (3. März)

Marvin Ducksch (links) und Marc Stendera nutzen eine freie Minute für einen kleinen Plausch. Zur Galerie
Marvin Ducksch (links) und Marc Stendera nutzen eine freie Minute für einen kleinen Plausch. ©

"Kollektivstrafen sind keine gerechte Lösung"

Kramer ist gegen persönliche Anfeidungen, sagt aber auch: "Im Gegenzug sind Kollektivstrafen auch keine gerechte Lösung." Zur Erklärung: Fans von Borussia Dortmund sind wegen Schmähgesängen gegen Hopp zwei Jahre von Auswärtsspielen ihrer Mannschaft bei der TSG 1899 Hoffenheim ausgeschlossen.

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