25. Mai 2021 / 20:27 Uhr

Zuber soll Verhandlungen führen: 96 will mit Ducksch und Maina vorzeitig verlängern

Zuber soll Verhandlungen führen: 96 will mit Ducksch und Maina vorzeitig verlängern

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bros: Marvin Ducksch (links) und Linton Maina.
Bros: Marvin Ducksch (links) und Linton Maina. © Florian Petrow
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Marvin Ducksch und Linton Maina sollen auch in Zukunft ein fester Bestandteil von Hannover 96 sein. Wie Chef Martin Kind sagt, will der Klub mit den beiden Profis verlängern. Noch-Sportdirektor Gerhard Zuber soll die Verhandlungen führen.

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Blindes Verständnis ist unter Geschwistern häufiger zu sehen. Der zügige Zehn-Sekunden-Angriff vor dem 1:1 über Hendrik Weydandt, Marvin Ducksch, Linton Maina und mit links zu Ducksch war so ein Beispiel. Ducksch und Maina sind enge Freunde, „Brüder“, so nennen sie ihre Verbindung. Die Verträge der stürmischen Brüder laufen in einem Jahr aus. Nun ergibt sich die Chance für 96, sie zu verkaufen. Stattdessen will Hannover beide halten. 

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„Wir verhandeln mit allen. Wir wollen mit Maina und Ducksch verlängern“, erklärt 96-Klubchef Martin Kind. Ducksch und Maina wissen darüber Bescheid. Ducksch ist als drittbester Torjäger der 2. Liga (16 Tore) wertvoll für die Zukunftspläne, ebenso Maina, der sicher bei der U21-EM dabei gewesen wäre. Aber er fiel zu lange verletzt aus.

Marvin Ducksch: seine Karriere in Bildern.

Der heute 25-jährige Marvin Ducksch begann seine Fußballkarriere mit vier Jahren beim BSV Fortuna Dortmund 58 und wurde von seinem Vater trainiert. 2002 wechselte er in die Jugend von Borussia Dortmund, welche er anschließend vollständig durchlief. Zur Galerie
Der heute 25-jährige Marvin Ducksch begann seine Fußballkarriere mit vier Jahren beim BSV Fortuna Dortmund 58 und wurde von seinem Vater trainiert. 2002 wechselte er in die Jugend von Borussia Dortmund, welche er anschließend vollständig durchlief. ©

Zuber soll Verhandlungen führen

Den sportlichen Wert für Hannover hat Manager Gerhard Zuber den beiden bereits erläutert. Ausgerechnet Zuber soll die Vertragsverlängerung regeln. Der Noch-Manager kommt am Wochenende aus dem Urlaub auf Mallorca zurück. In Hannover wackelt seine Position. Aber noch hat 96 keinen anderen Sportdirektor – der Chef lässt ihn vorerst weiter managen. „Zuber hat die Gespräche bereits begonnen“, sagt Kind. „Er soll sie nach seinem Urlaub fortsetzen.“

Managerfehler der vergangenen Jahre möchte 96 nicht wiederholen. Die Personalien Weydandt vor einem Jahr oder diesmal Timo Hübers sind Beispiele dafür, wann und wie man Verhandlungen mit lokal verwurzelten Spielern am besten nicht führt: nämlich auf den letzten Drücker. 

Nicht den Fehler wie bei Haraguchi machen

Dass ein Leistungsträger wie Genki Haraguchi ablösefrei in die Bundesliga wechseln kann, deckt ein weiteres Versäumnis auf. Wirtschaftlich ist der Haraguchi-Abgang ein Desaster. Knapp 5 Millionen Euro hat Haraguchi gekostet, plus 3 Millionen Euro Gehalt in drei Jahren. 96 hat ihn besser gemacht – ein anderer Klub wird nun von der Investition in den Japaner profitieren.  

In Maina hat 96 ebenfalls Liebe, Geduld, Geld und Rehazeiten investiert. Das soll sich auszahlen, sportlich und finanziell. Mit Ducksch hat er sich schon eine Wohnung, ein Auto und Hotelzimmer geteilt. Wenn sie die Chance haben, den Karriereweg weiterhin gemeinsam zu gehen, werden sie es wohl tun.

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Ducksch polarisiert bei 96

Ducksch polarisiert bei 96 wie kein anderer. Zwischen Genie und Wahnsinn, Toren und Chancenverschwendung, Diva und Teamspieler ist alles dabei. Der 27-Jährige galt einst als sensibel, hat sich aber als zäh erwiesen. 34 Spiele zog er durch, erzielte in zwei 96-Saisons 31 Treffer (62 Spiele). Jedes zweite Spiel ein Tor – wenn Bruder Maina ihm hilft, könnten es noch mehr werden. 

96 wird noch mit mehr Spielern sprechen, deren Verträge 2022 enden. Niklas Hult, Florent Muslija und Marcel Franke sollen die nächsten Gesprächspartner. sein.