30. Juni 2021 / 18:56 Uhr

96 duselt sich zum Testspielsieg gegen Viktoria Berlin - Lawrence Ennali erzielt das Tor des Tages

96 duselt sich zum Testspielsieg gegen Viktoria Berlin - Lawrence Ennali erzielt das Tor des Tages

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Innenverteidiger Marc Lamti (rechts) ist vor seinem Gegenspieler am Ball.
96-Innenverteidiger Marc Lamti (rechts) ist vor seinem Gegenspieler am Ball. © Florian Petrow
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Wirklich rund läuft es bei Hannover 96 noch nicht, zum Sieg gegen Drittliga-Aufsteiger Viktoria Berlin hat es am Mittwochabend dennoch gereicht. Dank eines Treffers von Youngster Lawrence Ennali (83.) gewann das Team von Jan Zimmermann mit 1:0 und durfte sich nach der Pleite gegen St. Pauli (0:2) über den ersten Sieg der Sommervorbereitung freuen.

Zum Glück blieb es für 96 bei einem einzigen Schrecken, und den gab’s bereits vorm Anpfiff des Testspiels gegen Viktoria Berlin (1:0). Flügelstürmer Patrick Twumasi war bei den regelmäßigen PCR-Tests positiv aufs Coronavirus getestet worden und ging am Mittwoch direkt in Quarantäne. Der 27-Jährige habe keine Symptome, teilte 96 mit, er werde „weiter untersucht und getestet. Bei allen anderen Spielern, Trainern und Staffmitgliedern waren die Testergebnisse negativ.“ 

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Die Absage des Viktoria-Tests wäre zwar möglich gewesen, aber nicht nötig. Die 96-Kollegen sind von den Quarantäne-Maßnahmen diesmal nicht betroffen, das nickte das Gesundheitsamt der Region Hannover ab. Twumasi hatte bereits am Vormittag beim Training gefehlt. „Das Hygiene- und Sicherheitskonzept der DFL, das wir umsetzen, hat hier gut gegriffen", lobte 96-Sportdirektor Marcus Mann. Auf dem Platz lief’s nicht so gut, 96 duselte sich zum Sieg gegen den Drittliga-Aufsteiger.

Bilder zum Testspiel zwischen Zweitligist Hannover 96 und Drittligist Viktoria Berlin

96-Trainer Jan Zimmermann gibt an der Seitenlinie Anweisungen. Zur Galerie
96-Trainer Jan Zimmermann gibt an der Seitenlinie Anweisungen. ©

Abstimmung bei 96 passt noch nicht

Vor allem in der ersten Hälfte blieb’s im Sturm ein laues Lüftchen – trotz Hannovers Dreier-Sturmreihe. Hendrik Weydandt blieb im Zentrum blass, Sebastian Stolze auf seinem Flügel auch ohne größere Szenen. Linton Maina ackerte, musste sich die Bälle aber immer wieder aus dem Mittelfeld holen. Die Abstimmung stimmte nicht, weder vorn noch hinten. Aber das ist zumindest nachvollziehbar nach gerade mal sieben gemeinsamen 96-Trainingstagen.

Der neue Coach Jan Zimmermann will sich ohnehin nicht hetzen lassen. Sein System zu verinnerlichen, brauche Zeit, sagt Zimmermann. Und er nimmt sich Zeit fürs Experimentieren (Simon Stehle als Rechtsverteidiger, Marvin Ducksch im Mittelfeld). Die Versuche gingen gegen Viktoria aber eher schief. Nicht 96 machte Druck, sondern der Drittligist. Zimmermann zwischendurch sauer: „Willst du mich verarschen, oder was?“

Zieler macht auf sich aufmerksam

Allein Ron-Robert Zieler kam in der ersten Hälfte bei 96 richtig auf Betriebstemperatur. Erst machte er sich beim Flachschuss von Björn Jopek (7.) lang, viereinhalb Minuten später hielt er überragend im Eins-gegen-Eins gegen den durchgeeilten Moritz Seifert.

Bei 96 hatte lange nur Maina ein paar Ideen in der Offensive, als Ein-Mann-Motor aber einen schweren Start. Nach einem punktgenauen Lupfer hatte Ducksch die beste Möglichkeit, der Schuss aus schwierigem Winkel landete aber am Pfosten (17.). Ansonsten fiel am ehesten noch ein Distanzversuch von Stehle (40.) in die Kategorie „96-Chance“.


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Ennali schießt erstes 96-Testtor

Als Zimmermann zur zweiten Halbzeit komplett durchwechselte – nur Abwehrtalent Marc Lamti blieb auf dem Platz – lief’s nach vorne zumindest sichtbar besser. Sebastian Ernst, Florent Muslija, Philipp Ochs und Lawrence Ennali (19) hatten allesamt ihre Momente. Das Talent schoss nach dem ersten Trainingstor der Vorbereitung auch das erste 96-Testtor: Ernst hatte den Ball gut durchgesteckt, Ennalli tunnelte den Berliner Keeper (83.). Ein Dusel-Sieg, auf dem 96 aufzubauen hofft.

96, 1. Halbzeit: Zieler – Stehle, Franke, Lamti, Hult – Kaiser – Kerk, Ducksch – Stolze, Weydandt, Maina.

2. Halbzeit: Hansen – Bokake, Lamti, Falette, Eichhorn – Frantz, Ennali, Ernst, Ochs, Muslija – Doumbouya.