22. Juli 2021 / 10:05 Uhr

96-Boss Kind zur Erhöhung der Ticketpreise: "Hätten sie vervierfachen müssen"

96-Boss Kind zur Erhöhung der Ticketpreise: "Hätten sie vervierfachen müssen"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Profichef Martin Kind (links, mit Robert Schäfer) begründet die deutliche Erhöhung der Ticketpreise.
96-Profichef Martin Kind (links, mit Robert Schäfer) begründet die deutliche Erhöhung der Ticketpreise. © Florian Petrow
Anzeige

Der Vorverkauf der Eintrittskarten fürs erste 96-Heimspiel gegen Rostock beginnt am Montag. Dabei müssen die Fans eine massive Preiserhöhung in Kauf nehmen. "Das ist mehr als notwendig und begründet. Eigentlich hätten wir die Preise sogar vervierfachen müssen", sagt Boss Martin Kind.

Hannover 96 hat den Starttermin festgelegt – ab Montag (10 Uhr) beginnt der Vorverkauf für das erste Heimspiel gegen Rostock (31. Juli). Erstmal nur für Dauerkarteninhaber aus der Saison 2019/20 und Mitglieder des e.V. Ab Dienstag beginnt dann der freie Verkauf. 96 darf 22.250 Tickets abgeben – unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Inzidenz in der Region unter 35 bleibt, was von Tag zu Tag unwahrscheinlicher wird.

Anzeige

Allerdings müssen die Fans diverse Regularien beachten und eine massive Preiserhöhung in Kauf nehmen. „Wir mussten die Preise deutlich erhöhen“, erklärt 96-Chef Martin Kind. „Das ist mehr als notwendig und begründet. Eigentlich hätten wir die Preise sogar vervierfachen müssen.“

Mehr über Hannover 96

In den vergangenen Jahren hatte es nur geringe Erhöhungen gegeben. Dass es, wie von 96 behauptet, die erste Erhöhung seit sieben Jahren sei, widerlegen die Zahlen. 2016 kosteten die Blöcke O1-O8 auf der Osttribüne 30 Euro, 2019 aber 33 Euro.

Im Westen wird's teuer

Diesmal steigert sich der Preis jedoch erheblich. So etwa auf der Westtribüne im Block W1 von 28 auf 37 Euro. Das ist eine Erhöhung von 32 Prozent. Oder in den Blöcken W10, 11,18, 19 geht’s heftig hoch von 22 auf 33 Euro - das ist eine Erhöhung um 50 Prozent.

Relativ gering fällt die Erhöhung in der Nordkurve aus, die mit Sitz- statt Stehplätzen bestückt wird. N1 bis N8 kostet 14 statt 12 Euro, N10 bis 19 von 22 auf 25 Euro. Das Eltern-Kind-Ticket auf der Südtribüne steigt moderat von 28 auf 31 Euro.

Kind nennt als Gründe die massiven Einnahmeausfälle bei Zuschauereinnahmen in der Corona-Krise in Höhe von 10 Millionen Euro, durch sinkende TV-Einnahmen brechen 8 Millionen weg. „Dazu kommt der enorme Mehraufwand für Hygienekonzepte und Einlasskontrollen“, erläutert Kind.


Der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga

Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. Zur Galerie
Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. ©

Buchbar sind nur Doppeltickets für zwei Personen. Der Verkauf läuft online, Ticketversand über Mail. Nur Geimpfte, Getestete und Genesene dürfen ins Stadion. Dauerkarten gibt’s vorerst nicht.