29. Juli 2019 / 08:41 Uhr

Kein Wechsel nach China: Zukunft von 96-Sorgenkind Walace weiter unklar

Kein Wechsel nach China: Zukunft von 96-Sorgenkind Walace weiter unklar

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bleibt er oder geht er? 96 will zeitnah entscheiden, was mit Walace passiert.
Bleibt er oder geht er? 96 will zeitnah entscheiden, was mit Walace passiert. © Florian Petrow
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Die jüngste Meldung, Walace stehe vor einem lukrativen Transfer nach China, entpuppt sich als irreführend. Die Zukunft des Brasilianers von Hannover 96 soll dennoch möglichst schnell geklärt werden.

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Die letzte Meldung zu Walace war auch wieder eine, die in die Irre führt. Einen „China-Kracher“ mit 8 bis 10 Millionen Ablöse für Walace meldete die Bild. Das war nun aber nicht der erste Rohrkrepierer. „Er wird nicht nach China gehen“, weiß 96-Chef Martin Kind. Beim Verein sei auch kein derartiges Angebot aus China bekannt.

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Dennoch soll in dieser Woche eine Entscheidung fallen, ob Walace abgegeben wird – oder nicht. Der Brasilianer hatte schon vor Wochen seinen Wechselwunsch erläutert. Interessierte Klubs wollten aber bisher nicht die geforderte Ablöse zahlen. 6 Millionen Euro hatte 96 zur vergangenen Saison an den HSV überwiesen.

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Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch. Zur Galerie
Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch. ©

96-Trainer Slomka will schnelle Entscheidung

Ein Minusgeschäft will 96 nicht mit Walace machen, zumal er hier wieder in die brasilianische Nationalmannschaft berufen wurde. Auch zu bedenken: Von jedem Euro, der über der Ablöse von 6 Millionen Euro liegt, bekommt der HSV 20 Prozent.



"Das ist keine schöne Situation"

Mirko Slomka hatte Walace nicht mit nach Stuttgart genommen, weil er erst seit einem Tag wieder mit der Mannschaft trainiert hatte. „Das ist keine schöne Situation“, meint der 96-Trainer zum Walace-Fall. „Es muss jetzt auch zu einer Entscheidung führen“, sagt Slomka. „Ich muss wissen, wie ich mit ihm umgehen muss.“

Der Trainer hat mit dem Profi über dessen Wechselwunsch gesprochen. Walace glaubt offenbar nicht mehr daran, in Deutschland noch mal durchstarten zu können. Er hat sich beim HSV und auch in Hannover den Ruf erworben, nicht der charakterstärkste Profi zu sein. Zudem fühlt sich seine Frau in Hannover nicht wohl und drängt auf einen Umzug.

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Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) ©
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Tschauner-Wechsel soll spätestens Dienstag fix sein

Slomka rechnet mit einem Verkauf von Walace. 96 verhandelt auch ernsthaft mit einem Verein, ist bereits relativ weit. Bis auf eine Million Euro sollen sich die Parteien angenähert haben. Sollte das Geschäft aber doch noch platzen, wird Walace wieder voll integriert – dann soll er auch bleiben. Er sei ja auch ein guter Spieler, meint Kind.

Für andere Spieler wie Jonathas oder Genki Haraguchi liegen keine Anfragen vor. Der Wechsel von Philipp Tschauner nach Leipzig soll am Montag oder Dienstag perfekt werden. Sportchef Jan Schlaudraff hat offenbar Ersatz gefunden.

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