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Bei Walace-Verkauf verdient der Hamburger SV mit – 96 steckt im Klausel-Irrsinn

Wenn Hannover 96 den Brasilianer Walace verkauft, kassiert der Hamburger SV mit. © imago/Joachim Sielski / SPORTBUZZER

Hannover 96 will den Brasilianer Walace verkaufen – doch der Ex-Klub HSV kassiert mit: 20 Prozent von der Ablöse, die über den von 96 bezahlten sechs Millionen Euro liegen. 

Noch kein neuer Sportchef in Sicht – für 96-Chef Martin Kind aber kein Grund, nervös zu werden. „Es bleibt nichts liegen“, sagt Kind. Der 75-Jährige mischt selbst wieder mehr mit und übernimmt Arbeiten, die zuvor in die Verantwortung des mittlerweile entlassenen Managers Horst Heldt gehörten. „Zusammen mit Jan Schlaudraff und Gerhard Zuber kriegen wir das gut hin“, meint Kind.

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Ex-Profi Schlaudraff ist frisch dabei im Management, Zuber war schon als Sportlicher Leiter und früherer Heldt-Assistent verantwortlich für die Personalplanung.

Kind will den Spielerbereich neu ordnen

Der 96-Chef arbeitet sich tiefer in die Planung ein, für ihn ist das die Chance, den Spielerbereich neu zu ordnen. „Wir wissen genau, wie das Vertragsmanagement gestaltet werden soll, was wir wollen und was nicht.“

Vor allem der unter Heldt ausufernde Klausel-Irrsinn soll beendet werden. Dabei geht’s nicht nur um die Ausstiegsklauseln, die Kind „in der Regel nicht mehr zugestehen“ will.

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Marvin Bakalorz: 95,4 Prozent der User stimmten für einen neuen Vertrag für den Kapitän und Antreiber.

Fünf Spieler haben die vertraglich zugesicherte 96-Exit-Möglichkeit: Niclas Füllkrug (bei Abstieg 12 Millionen Euro), Ihlas Bebou (10 Millionen Euro), Genki Haraguchi (8 Millionen), Matthias Ostrzolek (2,5 Millionen) und Walace (30 Millionen). Füllkrug ging bereits unter dem Klauselwert für 6,5 Millionen Euro Ablöse nach Bremen.

Verkauft 96 Walace, kassiert der HSV 20 Prozent vom Mehrerlös

Bei Walace hatte Heldt mit dem HSV eine Sondervereinbarung getroffen. 96 hatte den Brasilianer für sechs Millionen Euro in Hamburg ge­kauft. Bei einem Weiterverkauf stehen dem HSV 20 Prozent vom Mehrerlös zu – also von den Millionen, die über dem von 96 bezahlten Preis liegen.

Sollte sich etwa ein Käufer finden, der 16 Millionen Euro zahlt, müssten von den mehr eingenommenen 10 Millionen 20 Prozent – also 2 Millionen Euro – an den HSV weiterüberwiesen werden.

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Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch.

Aktuell gibt es für Walace noch keinen Interessenten. „Da ist Totentanz“, sagt Kind. Ein Profi, der wie der 24-Jährige in zwei Jahren in Folge bei einem Absteiger verhaltensauffällig geworden ist, wird auch schwer zu vermitteln sein. „Dann muss er halt hierbleiben“, stellt Kind klar, dass Walace nicht verschenkt werden soll.

Kind: "Kaufpflicht wird es auf keinen Fall mehr geben"

Neue Vertragsregeln will Kind auch nach dem Theater um Kevin Wimmer und Takuma Asano einführen. Bei beiden vereinbarte Heldt eine Kaufpflicht bei bestimmten Einsätzen, Wimmer sollte für 12, Asano für 3,5 Millionen Euro gekauft werden. Offenbar ein besonders in England beliebtes Geschäftsmodell, Wimmer (Stoke City) und Asano (Arsenal London) kamen von der Insel.

Kind hat mit schriftlichen Anweisungen und Einsatzverboten verhindert, dass die Spieler erstanden werden müssen. „Kaufpflicht wird es auf gar keinen Fall mehr geben, ich werde Transfers daran auch scheitern lassen“, macht Kind klar. „Kaufoptionen werden wir da­ge­gen weiter vereinbaren“, also die Möglichkeit, einen Leihspieler zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen. Das aber soll dann der neue Sportchef aushandeln – die Gespräche mit den Kandidaten sollen nächste Woche weitergehen.

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