12. Juli 2019 / 09:02 Uhr

96-Coach Slomka kämpft um Anton: England-Wechsel vom Tisch - Frankfurt bleibt Thema

96-Coach Slomka kämpft um Anton: England-Wechsel vom Tisch - Frankfurt bleibt Thema

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zieht es ihn nach Frankfurt oder kann 96-Coach Slomka Waldemar Anton halten?
Zieht es ihn nach Frankfurt oder kann 96-Coach Slomka Waldemar Anton halten? © imago images/DeFodi / Florian Petrow
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Mirko Slomka will seinen Defensivspezialisten Waldemar Anton gerne halten. Das Eigengewächs von Hannover 96 steht bei Eintracht Frankfurt auf der Liste, ist dort aber nicht die erste Option. Ein Wechsel nach England ist wohl kein Thema mehr.

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Es ändert sich so viel. Innerhalb eines Jahres, eines Monats, einer Woche, einem Tag. Der 96-Abwehrbaum Waldemar Anton hat innerhalb eines Jahres viele Transferblüten verloren. Vor einem Jahr wollte der damalige Manager Horst weit über noch 20 Millionen Euro mit Anton verdienen. Vor einigen Monaten stand der 22-Jährige in Frankfurt auf der Liste. Nicht weit vorne, aber immerhin. Aus England gab es Interesse, 14 Millionen Euro soll ein Klub bereit gewesen sein, zu bezahlen.

Nun, so berichtete die BILD-Zeitung, soll Frankfurt erneut Interesse haben. Die Eintracht müsste zehn Millionen Euro mindestens bezahlen.

Aber wollen die Hessen das überhaupt?

Nach SPORTBUZZER-Informationen steht der Anton-Transfer im Schatten der Personalie Martin Hinteregger. Bekommen die Frankfurter Hinteregger nicht, wäre Anton eine Option. Aus England, so die nächste Information, werde Anton nach dem ersten abgelehnten Angebot kein weiteres mehr bekommen. Das Schiff auf die Insel sei abgefahren für den Mühlenberger.

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Cedric Teuchert (FC Schalke 04 -> Hannover 96, Leihe mit Kaufoption) ©
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Slomka will Anton halten - nicht um jeden Preis

Ganz anders sieht es in „Waldis“ Hafen Hannover aus. Trainer Mirko Slomka kämpft und den Mühlenberger. „Ich habe mit ihm zwei Mal telefoniert“, erklärte Slomka. „Er kommt am Montag und macht medizinische Untersuchung. Danach kann er Dienstag bei uns einsteigen, Was anderes kann ich mir nicht vorstellen.“

Trotzdem vorstellbar, dass 96 einem zweistelligen Millionen-Angebot zustimmt. „Es gibt aber Angebote, da kann der Verein nicht ablehnen“, weiß auch der Trainer. „Wir haben auch finanzielle Zwänge. Aber natürlich ist mein Wunsch, dass er bleibt, Aber wir sind ja nicht bei wünsch dir was.“

Das ist Waldemar Anton: Bilder seiner Karriere

Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. Zur Galerie
Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. ©

Kein Sparzwang bei 96

Sportdirektor Jan Schlaudraff wird darüber entscheiden, aber es gab gestern noch kein Angebot aus Frankfurt. Schlaudraff plane zwar „zu 100 Prozent mit Waldemar Anton“. 96 muss Anton nicht zwingend verkaufen – so groß scheinen die finanziellen Sparzwänge nicht zu sein. „Ich glaube aber schon, dass wir die Möglichkeit hätten, etwas zu machen - auch ohne dass uns jemand verlässt“, versichert der Sportdirektor. „Aber dann muss es wirtschaftlich Sinn machen und auch passen. Natürlich wissen wir, dass wir auf der Innenverteidigerposition noch jemanden gebrauchen könnten.“

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"Wir müssen flexibel bleibel" - mit Anton

Anton wäre für den 96-Trainer gewissermaßen die Zwei-in-eins-Lösung. „Das ist ein Spieler, den kannst du auch auf die Sechser-Position vorrücken kann. Er kann Verteidiger und Sechser spielen, so habe ich ihn kennengelernt.“ Slomka nannte ein Beispiel: In Graz (3:1) bekam 96 vor der Abwehrdreierkette den Spielmacher Dominik Hackinger nicht in den Griff.

„Wir hätten das nach zehn Minuten ändern können, Waldi vorschieben, hinten die Viererkette und hätten nicht einmal einen Spielerwechsel benötigt“, sagt Slomka. „Wir müssen fexibel bleiben.“ Anton macht 96 sportlich flexibler. Wenn er wechselt, hat 96 wiederum finanziell einen größeren Spielraum. Keine schlechte Ausgangslage für 96. Die Ablösesumme kann der Klub selbst bestimmen. Der Vertrag gilt ja noch zwei Jahre. Was bis dahin passiert? Spannend.

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