14. April 2020 / 15:23 Uhr

Hannover 96: Was läuft da mit Linton Maina und Gladbach?

Hannover 96: Was läuft da mit Linton Maina und Gladbach?

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Borussia Mönchengladbach ist an Linton Maina interessiert.
Borussia Mönchengladbach ist an Linton Maina interessiert. © imago images/Jan Huebner
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Über Linton Maina gibt es immer wieder Wechselgerüchte. Aktuell sollen nach Berichten Köln, Mönchengladbach und Fenerbahce Istanbul Interesse haben. Der SPORTBUZZER erfuhr außerdem vom Interesse englischer Klubs. Was hat Hannover 96 mit Maina vor? Und würde der schnellste Dribbler im 96-Kader überhaupt ins Ausland wechseln?

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Manchester United beobachtet die Karriere von Linton Maina (20), seit er Profi ist. Bisher gab es noch kein konkretes Angebot vom „Theatre of Dreams“, aber das kann sich natürlich ändern. Manchester United ist übrigens Mainas Lieblingsklub. Er schlief als Kind in United-Bettwäsche, „Ryan Giggs war immer mein Lieblingsspieler, auch mit der Rückennummer 11. Das war auch immer die Lieblingsnummer meiner Mutter – und so fing das bei mir mit der eigenen Rückennummer an“, sagte Maina zuletzt im Interview.

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Das ist Hannovers 96-Rakete Linton Maina:

Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  Zur Galerie
Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  ©

Gladbach steigt in Poker ein

Sieben Torvorlagen hat der 96-11er serviert in dieser Saison, zwei Treffer selbst erzielt, er schoss das vorletzte 96-Tor vor der Corona-Krise beim 3:0 in Nürnberg. Nach Informationen des SPORTBUZZER gibt es aus England Interesse an Maina, nach weiteren Berichten soll 96 nun eine Anfrage von Fenerbahce Istanbul vorliegen. Die Kölner haben über seine Verpflichtung diskutiert, aber abgewunken, weil die Konkurrenz-Angebote zu hoch seien.

Nun kommt Borussia Mönchengladbach ins Spiel. 96 will Maina grundsätzlich nicht abgeben – es sei denn, es kommt eine zweistellige Millionensumme auf den Tisch. Ob Gladbach diese Summe bezahlen möchte, um die mittlerweile etwas überspielten Ibrahim Traoré (31) oder Fabian Johnson (32) abzulösen, ist offen.

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"Kann es einfach nicht ohne Ball"

Maina möchte unbedingt in Deutschland bleiben. Der Berliner Junge ist ein junger Familienmann. Seine Mama Antje wacht als Chefberaterin über die Karriere des schnellen Dribblers. Antje Maina begleitet ihren Sohn seit seinen ersten Schritten beim SV Pfefferwerk, einem mehrfach wegen sozialer Projekte ausgezeichneten Berliner Kiez-Klub am Prenzlauer Berg. Seit der B-Jugend spielt Maina für 96.

Ob Mama Maina den Transfer zum Traumklub Manchester United verhindern würde? Eher nicht. Das wäre aber eine Ausnahme für den Ausnahmespieler. Maina lernte seine Art zu spielen bei Pfefferwerk und in den Berliner Bolz-Käfigen. Er wurde umgeschult vom zentralen defensiven Mittelfeldspieler zum Stürmer. Als Vorlagengeber (zuletzt als zweite Spitze) ist er effektiver denn je, mit Ball am Fuß kaum zu stoppen.

„Ich kann es einfach nicht ohne Ball. Ich kann es nur mit Ball“, gab Maina zuletzt zu. Ohne Ball? Hört er am liebsten Musik, laut, fröhlich, tanzbar. In der 96-Kabine stieg er zum Kabinen-DJ auf.