12. März 2022 / 10:44 Uhr

Wiedersehen mit Ex-Klub: Dabrowski baut bei Teuchert und Kerk auf „Portion Extramotivation“

Wiedersehen mit Ex-Klub: Dabrowski baut bei Teuchert und Kerk auf „Portion Extramotivation“

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Hoffnung: Cedric Teuchert (links) und Sebastian Kerk sollen auch gegen Nürnberg wirbeln und etwas zu feiern haben.
Die Hoffnung: Cedric Teuchert (links) und Sebastian Kerk sollen auch gegen Nürnberg wirbeln und etwas zu feiern haben. © IMAGO/Beautiful Sports
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Weil Maximilian Beier gegen Nürnberg fehlt, kommt es umso mehr auf Cedric Teuchert und Sebastian Kerk an. 96-Coach Christoph Dabrowski baut darauf, dass die beiden Freunde gegen ihren Ex-Klub mit einer „Portion Extramotivation“ unterwegs sind.

Oh wie ist das schön... Im Po­kal hat 96 vor allem die vier Tore von Maximlian Beier gefeiert. Der 19-Jährige „hat eine tolle Entwicklung genommen, deswegen ist der Ausfall bitter“, sagt Trainer Christoph Da­brows­ki vor dem Spiel gegen Nürnberg. Der Stürmer fehlt wegen einer Corona-Infektion. Und nun? Keine Feier ohne Beier? Das sieht Da­brows­ki an­ders: „Wir werden gu­te Lö­sun­gen finden, um dem Gegner wehzutun.“

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Die Lösung liegt statistisch nahe. Wenn Ce­dric Teuchert (25) spielt, hat 96 an Einsätzen und Punkten gemessen eine höhere Wahrscheinlichkeit zu gewinnen. Teuchert kam im Winter von Union Berlin. Er hat zwar nur ein Tor gemacht beim 2:2 gegen Darmstadt, aber seine Quote bei 96 liegt bei 1,57 Punkten im Schnitt pro Spiel – hochgerechnet auf eine Saison sind das 53,38 Zähler. Mit 55 kam Heidenheim vor zwei Jahren in die Re­le­ga­tion.

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Es liegt natürlich nicht allein an Teuchert, auch an Sebastian Kerk, dem besten 96-Schützen mit sieben Treffern. Kerk und Teuchert sind dicke Kumpel – ziemlich di­cke seit der gemeinsamen Zeit in Nürnberg. Es gab einmal ein 3:0 vor fast fünf Jahren für den „Club“ gegen Kaiserslautern. Kerk legte alle drei Tore vor und ging kurz vor Schluss runter. Für ihn kam das zwei Jahre jüngere Talent Teuchert.

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Viel lieber spielt Teuchert nun mit Kerk gemeinsam statt nacheinander. „Wir se­hen uns nicht nur ähnlich“, sagte er bei ei­ner Vorstellung bei 96, „wir haben auch einen ähnlichen Spielstil. Ich wollte irgendwann mal wieder mit Kerki auf dem Platz stehen.“ Kerk, das gaben beide zu, sei ein wichtiger Grund gewesen, wa­rum 96 den Bundesliga-Stürmer aus Berlin in die 2. Liga ziehen konnte.

Hoffnung auf Extratempo auch bei Maina

Dort trifft der Club der roten Stürmer nun auf Nürnberg, seinen Ex-Verein. Da­brows­ki hat nun keine Geschenke zu verteilen, schon gar nicht bei der Verteilung der Startelf. Aber nach ei­ner Garantie hört sich das schon an, wenn der Trainer meint: „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Spiele gegen Ex-Klubs eine gewisse Brisanz haben und der Spieler gewillt ist, es den Leuten zu zeigen, welche Qualität man besitzt. Das ist eine Portion Extramotivation.“

Auf Extratempo darf 96 durch die Rückkehr von Linton Maina hoffen. Angesprochen auf die Kopfballvorlage und die Aussichten von Lukas Hinterseer, wiegelte Dabrowski ab. Es habe sich beim 1:3 in Sandhausen keiner angeboten: „Es gab we­nig Argumente, sich für nächste Dinge zu empfehlen.“

Der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga

Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. Zur Galerie
Der Spielplan von Hannover 96 in der Zweitliga-Saison 2021/22 in der Galerie - vom 1. bis zum 34. Spieltag. ©

Deswegen hatte Da­brows­ki nach Argumenten im Training gesucht: Nach mehr Motivation als in Sandhausen und nach „Schärfe“ im Training. Bei Teuchert und Kerk darf 96 mit Extramotivation rechnen, jetzt muss der Trainer beide nur noch scharf stellen.