23. Dezember 2021 / 07:49 Uhr

Erster Wintertransfer? 96-Manager Mann denkt über Fürths Adrian Fein nach

Erster Wintertransfer? 96-Manager Mann denkt über Fürths Adrian Fein nach

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Hannover statt Fürth? 96-Manager Marcus Mann denkt über Adrian Fein nach.
Hannover statt Fürth? 96-Manager Marcus Mann denkt über Adrian Fein nach. © IMAGO/Zink
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96-Manager Marcus Mann will im Winter den Kader verstärken, allerdings werde man "nur was machen, wenn es passt". Eine Option könnte Adrian Fein sein, der von den Bayern an Greuther Fürth verliehen ist, dort kommt der 22-jährige Mittelfeldspieler aber überhaupt nicht zum Zuge.

96 sucht Verstärkung – und Wünsche sollen ja in der Weihnachtszeit ab und zu in Erfüllung gehen. „Wir sind wachsam und halten die Augen offen, ob sich etwas Sinnvolles ergeben kann“, sagt der Sportchef. Marcus Mann will aber der Gefahr widerstehen, „irgendetwas zu tun, nur damit alle beruhigt sind. Wir werden nur was machen, wenn es passt.“

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Möglich, dass es bei Adrian Fein passen könnte. „Ich habe vernommen, dass er gehen kann“, sagt Mann. Er weiß aber noch viel mehr über den defensiven Mittelfeldspieler, der bis Juni 2023 noch beim großen FC Bayern unter Vertrag steht, zuletzt aber permanent verliehen worden war. „Ihn kennt man aus seiner Zeit in Regenburg und beim HSV“, führt Mann aus. „Er hatte eindreiviertel gute Jahre und zuletzt eineinhalb weniger gute.“

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Nach den Ausleihen an Regensburg und Hamburg folgte ein Jahr beim niederländischen PSV Eindhoven. „Eine gute Mannschaft“, weiß der 96-Manager, „da lief’s für ihn durchwachsen.“

Zur neuen Saison wechselte Fein zum Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth. „Da hat er gar nicht funktioniert“, sagt Mann. Drei Kurzeinsätze, eine halbe Stunde nur gespielt – sowohl Fein als auch die Aufsteiger mit starker Tendenz zum sofortigen Abstieg sind unzufrieden. Zuletzt stand er nicht mal mehr im Kader.

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Entscheidung vor Weihnachten bei Fein?

Klub und Profi wollen die Trennung, möglichst in den nächsten Tagen. Feins Ziel bleibe eine schnelle Entscheidung, im Idealfall vor den Weihnachtsfeiertagen, berichtet der kicker. Fein wolle die Vorbereitung im neuen Klub mitmachen. Es gebe das Interesse von zwei Zweitligisten sowie von einem ausländischen Klub.

Mann denkt auch über Fein nach – das gehört zu seinem Job. „Man muss schauen, ob er der passende Typ ist oder nicht“, sagt der 37-Jährige. Fein sei ja „eher ein Sechser, aber auch nicht der zweikampfstärkste“. Damit passt er laut Mann „nicht zwingend ins Profil“. Oder doch? Ein erst 22-jähriger Mittelfeldspieler, der beim HSV riesig gespielt hat und offensichtlich großes Potenzial besitzt, das gerade schlummert – das könnte ein Schnäppchen werden für die fußballerisch wenig überzeugende 96-Mannschaft.

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Grundsätzlich ist Mann jedenfalls bemüht, „die Mannschaft zu verstärken“, durchaus sogar „abseits vom Sturm“. Denn auf dem Angriff liegt der primäre Blick. „Wir schauen auf die Offensive“, bestätigt Mann. Die Suche nach einem Mittelstürmer sei jedoch der schwierigste Job: „Es gibt das geringste Angebot und die größte Nachfrage.“ Es werde sich „die Tage herausstellen“, ob 96 fündig werde.

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