07. Mai 2020 / 12:12 Uhr

"Haben Alternativen": Schalke stört Pläne von Hannover 96 mit Wunschkandidat Kevin Stöger

"Haben Alternativen": Schalke stört Pläne von Hannover 96 mit Wunschkandidat Kevin Stöger

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Hannover 96 hat im Buhlen um Kevin Stöger mit dem FC Schalke 04 womöglich übermächtige Konkurrenz bekommen.
Hannover 96 hat im Buhlen um Kevin Stöger mit dem FC Schalke 04 womöglich übermächtige Konkurrenz bekommen. © imago images/Pressefoto Baumann
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Der Vertrag von Kevin Stöger in Düsseldorf läuft aus, der 26-Jährige ist der Wunschkandidat von Hannover 96 fürs zentrale Mittelfeld. Allerdings haben die Roten mit Schalke namhafte Konkurrenz im Werben um den Österreicher bekommen. Profichef Martin Kind betont, dass 96 Alternativen habe.

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Der Plan klingt gut – aber nun droht er zu platzen. Hannover 96 will Kevin Stöger zum Kopf der neuen Mannschaft machen, er soll aus dem Mittelfeld den Takt angeben.

Schneider und Stöger kennen sich

Es war zwar klar, dass es Konkurrenz geben würde – denn der 26-Jährige kann Fortuna Düsseldorf ablösefrei verlassen. Mit Schalke hat sich aber ein starker Bundesligist in das Werben um den Österreicher eingeschaltet. Das heißt wohl für 96: Wenn Schalke nicht infolge der Corona-Krise pleitegehen sollte, wird Stöger ins Revier wechseln.

Die Kontakte zum Mittelfeldspieler knüpfte Schalkes Sportvorstand. Jochen Schneider kennt ihn aus der gemeinsamen Zeit in Stuttgart. Zwischen 2009 und 2013 stand Stöger beim VfB unter Vertrag.

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Der Profi hatte sich zuletzt geweigert, den auslaufenden Vertrag in Düsseldorf zu verlängern. Ein Abstieg des derzeitigen Drittletzten dürfte die Wahrscheinlichkeit für einen Stöger-Wechsel noch erhöhen.

Auch die Roma hatte schon vorgefühlt

Bei der Frage „Schalke oder 96?“ wird Stöger wohl keine Wahl haben, zumal er immer wieder seine großen Ziele formuliert hat. „Natürlich träumt jeder von der Champions League“, hat er wissen lassen.

Im Sommer 2019 klopfte bereits ein großer Klub an, der AS Rom wollte die Ausstiegsklausel von vier Millionen Euro nutzen. Die Italiener verzichteten aber, weil sich Stöger das Kreuzband riss. Dadurch verpasste er die komplette Hinrunde, ist aber seit Rückrundenstart wieder am Ball und gehört auch zur Stammelf.

Bilder vom Training von Hannover 96 (5. Mai)


Josip Elez sprintet über den Platz. Zur Galerie
Josip Elez sprintet über den Platz. ©

Stöger ist bei Hannover 96 die A-Lösung für den Job im defensiven Mittelfeld. Trainer Kenan Kocak und Sportchef Gerhard Zuber haben auch eine B-, und C-Lösung hinterlegt. 96-Chef Martin Kind betont, „wir haben Alternativen“, das gilt ebenso für den Wunschstürmer Serdar Dursun.

Im defensiven Mittelfeld – dem Arbeitsplatz von Stöger – rechnet 96 mit dem Verkauf von Waldemar Anton. Der Vertrag des 23-Jährigen läuft 2021 aus, er soll nicht ablösefrei wechseln dürfen. Insofern hat 96 Bedarf an einem, besser sogar an zwei neuen „Antons“.