31. Mai 2019 / 07:33 Uhr

Das Hannover 96 der Zukunft: So bauen Slomka und Schlaudraff den Kader um

Das Hannover 96 der Zukunft: So bauen Slomka und Schlaudraff den Kader um

Tobias Manzke und Dirk Tietenberg
RedaktionsNetzwerk Deutschland
„Wir wollen dieser Mannschaft ein Gesicht geben, das die Fans begeistert“, sagt der neue Trainer von Hannover 96, Mirko Slomka. Gemeinsam mit Jan Schlaudraff bastelt der 51-Jährige am neuen Kader.
„Wir wollen dieser Mannschaft ein Gesicht geben, das die Fans begeistert“, sagt der neue Trainer von Hannover 96, Mirko Slomka. Gemeinsam mit Jan Schlaudraff bastelt der 51-Jährige am neuen Kader. © Florian Petrow
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"Wir wollen dieser Mannschaft ein Gesicht geben, das die Fans begeistert", sagt Mirko Slomka, der neue Trainer von Hannover 96. Ehe das der Fall ist, haben er und Sportdirektor Jan Schlaudraff jedoch eine Menge Arbeit zu erledigen. Der SPORTBUZZER blickt auf die Baustellen - und zeigt die mögliche neue Startelf der Roten.

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Das lange Wochenende begann am Donnerstag mit dem Vatertag. Es werden Tage zum Runterkommen, zum Ausholen, bevor Hannover 96 mit Sportdirektor Jan Schlaudraff und Trainer Mirko Slomka zuschlagen will auf dem Transfermarkt. Sie sollen die Väter des Wiederaufstiegs werden. Für geplante Kurztrips war keine Zeit. Slomka verzichtet auf den angekündigten Ausflug mit 96-Chef Martin Kind zum Champions-League-Finale in Madrid. Slomka soll stattdessen im Sky-Studio die Sendung „Champions Corner“ begleiten.

Mindestens zehn Neue müssen her

Am Donnerstag saßen Schlaudraff und Slomka erneut zusammen, um den 96-Schattenkader auszuleuchten. „Wir wollen dieser Mannschaft ein Gesicht geben, das die Fans begeistert“, sagt Slomka. Nach Hochrechnung vom SPORTBUZZER wird 96 mindestens zehn neue Gesichter brauchen. Nach Abwägungen und Fakten, wer geht und wer bleibt, umfasst er aktuell etwa 18 Mann. Bis zum ersten Training am 17. Juni wird der Kader noch nicht stehen. „Wir wollen uns von dem Termin nicht treiben lassen und die richtigen Entscheidungen treffen“, sagt Schlaudraff.

Die Personalplanungen nehmen Fahrt auf: Das könnte die neue Startelf von Hannover 96 werden:

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Torhüter

Michael Esser möchte in der Bundesliga bleiben (96 fordert mehr als 2 Millionen Euro Ablöse), Philipp Tschauner kehrt nach der Leihe zurück, der auslaufende Vertrag von Samuel Sahin-Radlinger soll verlängert werden, weil Stuttgart gerüchteweise Leo Weinkauf holen will.

Noch eine Saison mit Esser und Tschauner wird 96 nicht riskieren, die Rivalität ist zu groß. Wer geht, ist offen.

Mehr über Hannover 96

Abwehr

In der Innenverteidigung macht 96 Felipe ein Angebot zur Verlängerung. Waldemar Anton soll gehalten werden, weil andere Bundesligisten höchstens die Hälfte der geforderten Summe bieten. Einen England-Wechsel (12 Millionen Euro Ablöse) hatte Anton aktiv von seinen neuen Beratern blocken lassen. Slomka werde „natürlich in den nächsten Tagen das Telefon in die Hand nehmen und gerade mit diesen Spielern telefonieren, die jetzt ein bisschen mit Abwanderungsgedanken hantieren“. Der Anruf bei Anton wird einer der wichtigsten.

Auf den Außenbahnen ist 96 zu langsam. Deshalb wäre die Leihe des schnellen Kölner Linksverteidigers Jannes Horn sinnvoll. Noch gibt’s nichts Neues zum Thema Horn. Hinten rechts hat 96 keinen Ersatz für Julian Korb.

Wenn am Wochenende Saisonstart wäre: Das ist der aktuelle 96-Kader.

Torwart: Ron-Robert Zieler Zur Galerie
Torwart: Ron-Robert Zieler ©

Mittelfeld

Keine Torgefahr, wenig Tempo. Das muss anders werden. Für Walace (langsam) und Genki Haraguchi (ungefährlich) gibt es noch keinen Abnehmer. „Beide haben den Anspruch, 1. Liga zu spielen“, sagte 96-Chef Martin Kind. Mit Edgar Prib (Vertrag läuft aus) verhandelt 96. Slomka hatte Prib 2013 geholt. Der Linksfuß war Slomkas „Zehner“. Es sieht nach Einigung aus.

Marvin Bakalorz ist ein Slomka-Typ: anpackend, körperlich, erfahren. 96 hat es mit einem zweiten Verlängerungsangebot versucht. Laufwunder Iver Fossum ist ein Auslaufmodell, sein Durchsetzungsvermögen hat sich in dreieinhalb Jahren nicht verbessert. Fossum war auch gemeint, als Kind sagte: „Es existiert kein Markt für sie.“

In Bildern: Die Auf- und Abstiege von Hannover 96

Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. Zur Galerie
Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. ©

Sturm

Der Ladenhüter ist Jonathas. In der kommenden Saison wird die dritte 3,3-Millionen-Rate fällig, dann hat 96 ihn abbezahlt, aber fast nichts vom Brasilianer gehabt. Auf ihn kann sich 96 nicht verlassen. Bobby Wood ist weg, genau wie Nicolai Müller, Takuma Asano, Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou. Hendrik Weydandt (23) und vermutlich Sebastian Soto (18) bleiben übrig.

96 braucht auf der Position einen Doppelschlag wie 2016, als Martin Harnik und Füllkrug hereinspaziert kamen und 96 mit zusammen 22 Treffern aus der 2. Liga rausschossen.

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