26. August 2019 / 09:45 Uhr

"Werbung für den Sport": Rugby-Asse ringen im Sand miteinander - und landen sanft

"Werbung für den Sport": Rugby-Asse ringen im Sand miteinander - und landen sanft

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Szene aus dem Spiel Battaillon D’Amour gegen SV Odin.
Szene aus dem Spiel Battaillon D’Amour gegen SV Odin. © Debbie Jayne Kinsey
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Etwa 15.000 Zuschauer haben am Wochenende den Sport Rugby einmal anders kennengelernt. Bei der vierten Auflage des Hannover-City-Cups wurde am Steintor auf Sand gerangelt. Die Spieler landeten sanft - und waren mit viel Spaß bei der Sache. Bei den Männern siegte Hannover 78, bei den Frauen Germania List.

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Die große Bande um das Beachrugbyfeld ist am Wochenende der wohl größte Airbag des Landes gewesen. Und die Spieler sind im Minutentakt hineingerauscht beim Hannover-City-Cup am Steintorplatz. Etliche ehemalige Rugbygrößen nutzten die Gelegenheit, sich noch einmal im Sand zu versuchen – immerhin landet man ja sanft, notfalls eben in der Luftbande.

78-Männer setzen sich durch

Etwa 15.000 Zuschauer sahen das Spektakel an drei Tagen. Viele staunten nicht schlecht, wie die Akteure da im Sand miteinander rangen. Der inoffizielle Titel des Beachmeisters ging bei den Männern an Hannover 78, bei den Frauen siegte Germania List.

Bilder von der 4. Auflage des Hannover-City-Cups am Steintorplatz

Szene aus dem Spiel Battaillon D’Amour gegen SV Odin. Zur Galerie
Szene aus dem Spiel Battaillon D’Amour gegen SV Odin. ©
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Auch Ex-Nationalspieler Stefan Diedrichs vom DRC warf sich noch einmal ins Getümmel. Der 56-jährige Ricklinger ist Trainer des Zweitligisten und immer noch gut in Form. So half er bei der Auswahl der Schaumburg Royals aus. „Das hat richtig Spaß gemacht, ist aber echt anstrengend“, so Diedrichs. Auf der kleinen Platzwunde über dem Auge klebte ein Pflaster. „Davon hab ich gar nichts gemerkt“, sagte der frühere Stürmer gewohnt schmerzfrei.

Werbung für den Sport

Sohn Merlin Diedrichs half dem DRC wie Marvin Marciszewski ins Endspiel, beide spielen sonst für 78. Beim City-Cup durfte jeder in dem Team auflaufen, das ihm gefällt, ganz so eng wurde das nicht gesehen. „In erster Linie wollten wir Werbung für den Sport machen, und das ist super geglückt“, stellte Organisator Horst Josch vom SV Odin fest.

Spielszene vom 4. Hannover-City-Cup am Steintorplatz.

Im Finale behielt 78 mit 3:1-Versuchen die Oberhand. „Das war eine echte Verteidigungsschlacht, und wir haben es etwas besser gemacht“, sagte 78-Stürmer André Körner, der allerdings nur als Betreuer half. Neuzugang Justin Renc und Mahir Kaya ragten bei den Blau-Weißen heraus. „Ich bin stolz, dass wir es ins Finale geschafft haben. Es war knapp und hart umkämpft“, sagte Stefan Diedrichs. Rang drei ging an die Heidelberger Mannschaft „Fatgang & Friends“.

Germania hat bei den Frauen die Nase vorn

Bei den Frauen war Germania List im Endspiel überlegen gegen das Battaillon D’Amour (die Spielerinnen kommen aus der ganzen Republik) und siegte mit 7:2. Platz drei teilten sich der SV Odin und die Unicorns Hannover, das Team der Universität. Auch in der Verlängerung war kein Sieger zu ermitteln.

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Geduld mussten nach dem Abpfiff der jeweiligen Partien alle haben. Die kalte Dusche war begehrt, um den Sand loszuwerden. So groß das Gerangel auf dem Feld zuvor gewesen war, so friedlich reihten sich die Akteure nun ein. „Ein tolles Turnier. Bei allem sportlichen Ehrgeiz war es eine sehr angenehme Atmosphäre“, sagte der Südafrikaner Sive Dubula vom SV Odin. Beachrugby kennt er aus der Heimat. „Aber in der Stadt hab ich noch nicht gespielt.“

Der Bande geht die Luft nicht aus

Am Ende mussten in der Hitze alle ganz schön pumpen, nur der Bande ging nicht die Luft aus. Dem 77-jährigen Josch ohnehin nicht. Er kann sich vorstellen, dass dieser vierten Auflage des City-Cups weitere folgen werden.

Spielszene vom 4. Hannover-City-Cup am Steintorplatz.
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