28. Dezember 2019 / 21:47 Uhr

Topleistung vor Topkulisse: Indians bezwingen Rostock Piranhas mit 4:2

Topleistung vor Topkulisse: Indians bezwingen Rostock Piranhas mit 4:2

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Chad Niddery von den Indians ist verärgert.
Chad Niddery von den Indians ist verärgert. © Debbie Jayne Kinsey
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Vor 4518 Zuschauern - dem bisher höchsten Zuspruch in dieser Saison - haben die Hannover Indians die Rostock Piranhas verdientermaßen mit 4:2 besiegt. Eine böse Überraschung erlebten derweil die Hannover Scorpions, die bei Schlusslicht Krefelder EV 81 mit 4:5 den Kürzeren zogen.

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Das Beste kommt zum Schluss: 4518 Zuschauer sahen im Eisstadion am Pferdeturm die Partie zwischen den Hannover Indians und den Rostock Piranhas. Es war für den ECH die höchste Besucherzahl in dieser Saison in der Eishockey-Oberliga – sogar mehr als in den Derbys gegen die Scorpions. Und im letzten Heimspiel des Kalenderjahres hatten die Indians-Fans allen Grund zur Freude – ihre Mannschaft bezwang die Piranhas mit 4:2 (1:0, 1:2, 2:0).

Bovenschen und Pape fehlen

Indians-Trainer Lenny Soccio musste auf Nick Bovenschen und Thomas Pape verzichten. Beide handelten sich beim 6:1-Auswärtssieg in Leipzig jeweils eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein. Das Duo, sonst eher für das physische Element beim ECH zuständig, trug sich beim Erfolg in Sachsen in die Torschützenliste ein – wobei Pape sogar zwei Treffer gelangen.

In den vergangenen Partien gelang den Indians oft ein Traumstart in die Spieldrittel mit Toren nach weniger als einer Minute. Diesmal dauerte es 281 Sekunden, war aber trotzdem ein Auftakt nach Maß: Roman Pfennings traf zum 1:0. Ein Ergebnisverbesserung zur ersten Drittelpause verpasste Armin Finkel, sein Schuss streifte den Außenposten.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen EC Hannover Indians und Rostock Piranhas

Arnoldas Bosas (rechts) von den Indians attackiert seinen Rostocker Gegenspieler. Zur Galerie
Arnoldas Bosas (rechts) von den Indians attackiert seinen Rostocker Gegenspieler. ©

Im Mitteldrittel gelang den Rostockern durch Nedeljko Lukacevic (24.) zunächst der Ausgleich. Mitten in die Indians-Drangphase hinein, in der Pfennings und Chad Niddery das 2:1 auf dem Schläger hatten, traf Lukacevic erneut und brachte die Piranhas in Front (33.). Als Niddery von Strafbank zurückkam, egalisierte er zum 2:2 (36.). Robby Hein verpasste frei vor Rostocks Keeper Jakub Urbisch die erneute Indians-Führung (38.).

Pohanka macht den Sack zu

Versäumtes holten die Gastgeber dann zu Beginn des Schlussdrittels nach. Zuvor hatte Arnoldas Bosas noch zweimal aussichtsreich vergeben, dann traf Thore Weyrauch in Überzahl zum verdienten und gleichsam längst überfälligen 3:2. Mit einem Schuss ins leere Tor, Urbisch hatte seinen Kasten zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen, entschied Branislav Pohanka 23 Sekunden vor dem Ende die Partie.

„Wir haben verdient gewonnen. Im ersten Drittel hätten wir mehr Tore schießen können, im zweiten Abschnitt haben wir unnötige Fehler gemacht. Im letzten Drittel waren wir wieder klar besser“, sagte Indians-Trainer Lenny Soccio.

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Eine böse Überraschung erlebten die Hannover Scorpions im Auswärtsspiel beim Krefelder EV 81. Die Mannschaft von Trainer Dieter Reiss verlor beim Tabellenletzten mit 4:5 (1:2, 1:1, 2:2). Julian Airich (12.) brachte die Gäste in Front – es blieb die einzige Führung für die Scorpions, die im weiteren Spielverlauf maximal ausgleichen konnten.

Patrick Demetz (13.), Jeremiah Luedtke (17.), Matyas Kovacs (39.), Tom-Eric Bappert (43.) und Matteo Stöhr (54.) trafen für Krefeld. Mario Trabucco (21.), Björn Bombis (42.) und Robin Marek (44.) sorgten für die weiteren Scorpions-Tore.