09. Januar 2022 / 19:34 Uhr

Starke Reaktion: Indians geben nach Derbypleite die richtige Antwort in Tilburg

Starke Reaktion: Indians geben nach Derbypleite die richtige Antwort in Tilburg

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Indians feiern einen wichtigen Auswärtssieg in Tilburg.
Die Indians feiern einen wichtigen Auswärtssieg in Tilburg. © Florian Petrow
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Die Indians haben die richtige Antwort auf die enttäuschende zehnte Derbyniederlage in Folge gegen die Scorpions gegeben. Bei den Tilburg Trappers setzte sich das Team von Coach Lenny Soccio mit 5:4 nach Verlängerung durch. Jayden Schubert entschied die Partie. 

Was für eine Reaktion! Die Hannover Indians haben die passende Antwort gegeben auf die Derbyniederlage gegen die Hannover Scorpions: Die Mannschaft von Trainer Lenny Soccio gewann in der Oberliga Nord mit 5:4 (2:0, 1:3, 1:1) nach Verlängerung bei den Tilburg Trappers.

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Der zuletzt formstarke Igor Bacek, der am Freitag beim 0:1 in Mellendorf jedoch recht blass geblieben war, sorgte mit einem Doppelpack für die 2:0-Führung der Indians in Tilburg nach dem ersten Drittel. Der ECH-Stürmer traf in der 12. und 16. Minute. Kurios: Beim ersten Treffer sicherte sich David Miserotti-Böttcher einen Vorlagenpunkt, der Torhüter rückte für den beim Derby überragenden Jan Dalgic zwischen die Pfosten.

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Mit einem Zwischenspurt wendeten die Trappers das Blatt und lagen zu Beginn des Mitteldrittels mit drei Treffern binnen viereinhalb Minuten plötzlich mit 3:2 in Front. Raymond van der Schuit (21.), Kevin Bruijsten (25.) und Max Hermens (26.) erzielten die Tilburger Tore. Der ECH schüttelte sich – und glich durch Nicolas Turnwald zum 3:3 aus (32.).

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels nutzen beide Mannschaften eine eigene Überzahl aus. Zunächst gelang Branislav Pohanka (41.) das 3:4, jedoch egalisierte Jordy Verkiel (43.) zum 4:4. In der Verlängerung machte Jayden Schubert (62.) den Sieg perfekt für die Indians, die im Dezember am Pferdeturm mit 5:4 nach Penaltyschießen gegen die Trappers gewonnen hatten.

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Derby sind weiterhin nicht das Ding der Indians

Mit dem Erfolg nun in Tilburg gelang Soccios Teams ein versöhnlicher Abschluss des schweren Spielwochenendes. Denn die Derby-Schwäche der Indians hatte am Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht. Zum zehnten Mal in Folge mussten sie den Scorpions den Sieg im prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell überlassen.

Die Wedemärker gewannen mit 1:0 und waren über 60 Minuten gesehen besser als es das knappe Resultat vermuten lässt. „Wir haben lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen – konnten uns dann aber steigern“, sagte Soccio, dessen Team von Torhüter Dalgic in der Partie gehalten wurde.

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Selbst konnte sich der ECH nur wenig Chancen erspielen, beispielsweise von Kyle Gibbons zum Ende des Mitteldrittels und bei einer unübersichtlichen Situation 45 Sekunden vor Schluss, als die Scheibe im Tor von Ansgar Preuß lag. „Ich habe sofort zu den Schiedsrichtern geguckt und war froh, dass sie das Tor nicht gegeben haben – es war eindeutig, aber manche Schiedsrichter sehen es nicht richtig und geben dann ein Tor“, sagte Preuß.

Indians-Verteidiger Tobias Möller hatte die Scheibe mit dem Schlittschuh mit einer eindeutigen Schussbewegung ins Netz befördert. „Man hofft, dass noch ein Schläger dran war. Aber die Entscheidung war korrekt“, sagte Soccio.

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