30. September 2019 / 16:49 Uhr

Indians entrüstet: Scorpions-Keeper Enrico Salvarani überragt beim Derby

Indians entrüstet: Scorpions-Keeper Enrico Salvarani überragt beim Derby

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse

Branislav Pohanka von den Indians scheitert per Penalty an Scorpions-Torhüter Enrico Salvarani.
Bezeichnende Szene für die Wichtigkeit des Schlussmanns: Branislav Pohanka von den Indians scheitert per Penalty an Scorpions-Torhüter Enrico Salvarani. © deisterpics/Stefan Zwing
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Enrico Salvarani hat sich am Pferdeturm profiliert. Tipps seines Vorgängers im Tor der Hannover Scorpions haben ihren entscheidenden Anteil daran, dass der erst 20-Jährige als Garant für den Derbysieg gegen die Indians galt - die häufig an ihm, aber letztlich auch an ihrer Einstellung gescheitert sind.

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Aus der Kabine der Hannover Scorpions dröhnte „I just died in your arms tonight“ – natürlich lief das Lied der Cutting Crew nicht in der schnulzigen Original-Version, sondern als lauter Techno-Remix. Schließlich waren die Scorpions in Feierlaune: Sie hatten das Eishockey-Derby am Pferdeturm mit 4:2 gegen die Hannover Indians gewonnen. Eher ruhige Töne schlug dagegen Torhüter Enrico Salvarani an, der mit starken Paraden geglänzt und die Basis für den Sieg gelegt hatte.

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Salvarani: Zwischen Freude und Bescheidenheit

„Es fühlt sich für mich super an. Für mich steht aber das Team im Vordergrund“, sagte Salvarani fast bescheiden. Entsprechend wirkte die Szene zehn Minuten zuvor. Die Scorpions ließen sich vor ihrer Fankurve feiern, die Anhänger forderten aber ihren Keeper nach vorn an die Plexiglasscheibe. Salvarani wirkte fast etwas schüchtern ob der Jubelstürme, Mitspieler Dennis Arnold schob ihn in die erste Reihe.

Schmid legt drei Mal auf

Weitaus agiler wirkte er zuvor in der Partie. Zwar drückten Doppelschütze Björn Bombis, der neben Dennis Schütt und Sachar Blank die Scorpions-Treffer erzielte, und der dreifache Vorlagengeber Patrick Schmid auch der Begegnung ihren Stempel auf.

Jedoch stand Salvarani noch mehr im Mittelpunkt. Im ersten Drittel blieb er bei Unterzahl seines Teams bei mehreren unübersichtlichen Situationen Herr der Lage, außerdem entschärfte der 20-Jährige einen jedoch schwachen Penaltyschuss von Branislav Pohanka. Im Mittelabschnitt parierte er stark gegen Arnoldas Bosas und Nicolas Turnwald, im letzten Abschnitt verhinderte er den Ausgleich.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den EC Hannover Indians und Hannover Scorpions

Am Pferdeturm brennen vor dem Eröffnungsbully wie gewohnt die Wunderkerzen. Zur Galerie
Am Pferdeturm brennen vor dem Eröffnungsbully wie gewohnt die Wunderkerzen. ©
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Salvarani: "Ich habe mich bei ihm erkundigt, wie man am Pferdeturm besteht."

In der Vorsaison war Salvarani noch Ersatzmann hinter Stammkeeper Christoph Mathis, absolvierte nur 19 Partien. „Ich habe mich bei ihm erkundigt, wie man am Pferdeturm besteht. Er hat gesagt, dass ich ruhig bleiben und mein Spiel spielen soll“, berichtet Salvarani, für den es nicht nur der erste aktive Derbysieg, sondern insgesamt ein guter Saisonstart war. Zum Auftakt verhinderte er gegen Erfurt (5:3) im dritten Drittel den zwischenzeitlichen Ausgleich mit einer Parade aus der Kategorie „Unhaltbar“.

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Nägele sorgt für Aufsehen

Und bei den Indians? Herrschte natürlich keine Feier-Stimmung. Auch bei den Fans, die nach der Partie zusätzlich zur Niederlage über die Szene verärgert waren, als sich Scorpions-Neuzugang Marius Nägele das Megafon aus dem Fanblock schnappte und „Scheiß Indianer!“ in Richtung der eigenen Anhänger skandierte.

Soccio kritisiert die Einstellung

Indians-Trainer Lenny Soccio begann derweil, die Niederlage aufzuarbeiten. „Es ist jetzt mein Job, die Jungs wieder in die Spur zu bringen. Bei ihnen hängen die Köpfe, die Niederlage tut weh“, sagte Soccio.

Jedoch äußerte der Coach auch Kritik. „Wir haben das Spiel ab der ersten Minute aus der Hand gegeben. Da muss man in einem Derby anders rauskommen.“ In der Tat war es die wohl schwächste Derby-Leistung des ECH in der jüngeren Vergangenheit, jedoch waren die Scorpions auch einfach besser.

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Sven Hoppe macht es sich in der Pause mit einem Bier auf der Tribüne gemütlich. Zur Galerie
Sven Hoppe macht es sich in der Pause mit einem Bier auf der Tribüne gemütlich. ©

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