09. November 2021 / 14:19 Uhr

Ein Versprechen für eine spannende Restsaison: Läuft bei Indians und Scorpions!

Ein Versprechen für eine spannende Restsaison: Läuft bei Indians und Scorpions!

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Louis Trattner (links) und die Scorpions spielen bis dato ebenso eine überzeugende Saison wie Tobias Möller und die Indians.
Louis Trattner (links) und die Scorpions spielen bis dato ebenso eine überzeugende Saison wie Tobias Möller und die Indians. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Ein Viertel der regulären Saison ist in der Oberliga gespielt - und die Zwischenbilanz fällt aus Hannover-Sicht positiv aus: Scorpions und Indians mischen in der Spitzengruppe mit, die Stimmung ist gut und die Form passt. Die Trainer Stolikowski und Soccio sind zufrieden.

In der Oberliga Nord ist ein Viertel der regulären Saison absolviert. In der 14er-Staffel im Norden hat annähernd jedes Team einmal gegen jedes andere gespielt. Die Zwischenbilanz: Die Scorpions und die Indians gehören zur Spitzengruppe, die eng beisammen und schon jetzt ein Versprechen für eine spannende Restsaison ist. Tilburg auf Platz eins und den ECH auf dem fünften Rang trennen nur zwei Punkte. Mit starken Spielen haben sich die Hannoveraner in dem Quintett etabliert.

Die Stimmung

Den 6:4-Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer aus Halle mussten die Indians vor zwei Tagen auf Wunsch ihrer Fans nach der Ehrenrunde mit einer „Raupe“ feiern. Wie das genau geht, erklärte Routinier Maxi Pohl auf dem Eis seinem Torhüter Jan Dalgic. Der neue Keeper befand sich am Kopf des Zugs, dahinter robbten Pohl und Mitspieler auf Knien hinterher. „Hinein“, riefen die Indians-Fans, doch Dalgic robbte am leeren Tor vorbei – ehe ihn Pohl in leichter Cross­check-Manier unter großem Jubel ins Netz drückte.

Mehr Berichte aus der Region

Zwei Tage zuvor hatten die Scorpions ebenso ausgelassen einen Heimsieg gefeierte, Gegner waren die Herne Miners. Als Mann des Abends führte Julian Airich die Ehrenrunde an und machte die Welle vor den Fans. Airich trug ein funkelndes Goldjäckchen im Thomas-Gottschalk-Stil – ein Ri­tual aus der Scorpions-Kabine, das intern der beste Spieler der Partie überstreifen muss. „Julian hat sich das verdient. Er ist körperlich einer der stärksten Spieler der Liga“, sagt sein Coach Tobias Stolikowski.

Anzeige

Die Form

Die Indians gewannen fünf der vergangenen sechs Partien. Und selbst bei der einzigen Niederlage in dieser Phase zeigten sie beim 1:4 in Halle am vergangenen Freitag eine ordentliche Leistung. „Die Jungs sind super drauf, sie wollen einfach nur Eishockey spielen“, sagt Indians-Coach Lenny Soccio, der derzeit vor allem mit dem Spiel in Unterzahl zufrieden ist. „Da sind wir überragend. Ich habe acht, neun Leute, die das können – inklusive Stürmer.“

Die Mellendorfer konnten durch zwei Siege gegen Herne (6:4, 4:3) ein aufkommendes Gerede von einer Minikrise im Keim ersticken. Beim ersten Spiel drehten sie einen 2:4-Rückstand. „Das war eine Charakterfrage, wie wir nach zuletzt schlechten Leistungen zurückkommen. Ich bin stolz auf die Jungs“, sagt Stolikowski, dessen Team am Wochenende vier von zehn Toren im Powerplay erzielte. „Wir haben zuletzt intensiv Überzahl trainiert, in unserer kurzen Saisonvorbereitung blieb dafür kaum Zeit.“

Der Ausblick

Die Indians sind am Wochenende spielfrei, trainieren erst Samstag wieder – gut für den verletzten Igor Bacek. In seiner Abwesenheit trumpfte die Sturmreihe mit Robin Palka, Jayden Schubert und Joe Kiss groß auf und war die eigentliche Paradeformation. Die Scorpions haben am Freitag die Black Dragons Erfurt zu Gast, am Sonntag geht es nach Krefeld zum Nachholspiel – spätestens dann könnten sie Tilburg an der Tabellenspitze ablösen.