21. Januar 2019 / 12:42 Uhr

Spannung pur! Das Spiel der Indians gegen Tilburg hatte viel zu bieten

Spannung pur! Das Spiel der Indians gegen Tilburg hatte viel zu bieten

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Roman Peleikis (rechts) von den Hannover Indians versucht, den Puck zu erobern.
Roman Peleikis (rechts) von den Hannover Indians versucht, den Puck zu erobern. © Florian Petrow
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Die Hannover Indians haben ihr Heimspiel gegen die Tilburg Trappers mit 4:3 nach Penaltyschießen gewonnen. Das Spiel bot, wie oft gegen die Niederländer, viele Randgeschichten. Die Indians waren zu Beginn wie "hypnotisiert", Gäste-Torhüter Ian Meierdres verlor den Puck in seiner Hose und Neuzugang Arnoldas Bosas zeigte seine Extraklasse. 

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Im vergangenen Jahr stand ein Ausschluss der Tilburg Trappers aus der Eishockey-Oberliga zur Diskussion. Gut, dass daraus nicht geworden ist. Denn vier Mal traten die Niederländer in dieser Saison in der Region Hannover an, vier Mal gab es besondere und über die reguläre Spielzeit hinausgehende Partien.

Bei den Scorpions verloren die Trappers nach Penaltyschießen (3:4) und gewannen nach Verlängerung (4:3), bei den Indians unterlagen sie nach Verlängerung (5:6) und nun am Sonntag nach Penaltyschießen. Und dieser 4:3-Erfolg der Indians bot, wie oft bei Spielen gegen Tilburg, wieder viele Randgeschichten.

Die Aufholjagd

Nach zwei Minuten lagen die Indians 0:2 hinten. „Wir waren zu Beginn wie hypnotisiert – wie immer am Anfang gegen Tilburg“, sagte ECH-Trainer Lenny Soccio. „Irgendwann waren aber Beine und Siegeswille da.“ Vielleicht auch deswegen, weil seine Spieler diese Situation kennen. Im Oktober gewann der ECH gegen die Trappers sogar trotz 0:3-Rückstand.

Der Spielplan der Hannover Indians bis zu den Play-offs

Sonntag, 24. Februar (15 Uhr): Tilburg Trappers - EC Hannover Indians Zur Galerie
Sonntag, 24. Februar (15 Uhr): Tilburg Trappers - EC Hannover Indians ©
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Der verlorene Puck

Die Anspannung war groß während des Penaltyschießens – trotzdem lachten die Zuschauer sowie Spieler beider Teams. Indians-Stürmer Thore Weyrauch scheiterte an Tilburgs Torhüter Ian Meierdres. Doch wo war der Puck? Linienrichter Julian Lauden griff dem Keeper in die Schoner und unters Trikot. Die Scheibe war jedoch unauffindbar, Schiedsrichter Sven Fischer hatte bereits eine neue bereitgelegt. Doch dann schüttelte Meierdres die Scheibe aus dem Ärmel. „Ich glaube, sie war in seiner Hose. Aber da wollte ich ihm nicht reingreifen“, sagte Lauden später und lachte.

Der Feingeist

Als achter Schütze trat Robert Peleikis an. Von der Abwehrkante hätte man einen harten Schuss erwartet. Doch er löffelte die Scheibe lässig mit der Rückhand halbhoch ins Netz zum Siegtor. Überraschend für Meierdres, nicht aber für Soccio. „Er hat das im Training schonmal gemacht.“

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Die Musik

Als der Sieg feststand, spielte Stadionsprecher Mike Münkel das Lied „My little lady“ vom niederländischen Schlagerstar Marco Kanters ein, die Tormelodie der Trappers bei ihren Heimspielen. Den kleinen Gruß nahmen die Tilburger mit Humor. Trainer Bo Subr sagte, dass er den Einspieler lustig fand.

Der Neue

Und dann war da natürlich noch Arnoldas Bosas. Die Heimpremiere des Stürmers, erster Litauer am Pferdeturm und erster Balte seit dem lettischen Torhüter Edgars Lusins, war mit Spannung erwartet worden. Und Bosas zeigte seine Extraklasse. Er eroberte die Scheibe zurück und stand dadurch frei vor Meierdres. Den Trappers-Keeper tanzte Bosas aus und schob zum zwischenzeitlichen 3:2 ein.

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