03. April 2022 / 21:35 Uhr

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Indians machen gegen Weiden vorentscheidenden Schritt

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Indians machen gegen Weiden vorentscheidenden Schritt

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Hannover Indians feiern gegen Weiden den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Die Hannover Indians feiern gegen Weiden den zweiten Sieg im zweiten Spiel. © Florian Petrow
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Das sieht doch richtig gut aus für die Hannover Indians: Im zweiten Spiel der Play-off-Viertelfinalserie gegen die Blue Devils Weiden gab es den zweiten Sieg für das Team von Lenny Soccio. Nach leidenschaftlichem Kampf setzte es sich am Pferdeturm mit 5:3 durch.

Die Hannover Indians führen im Viertelfinal-Play-off der Eishockey-Oberliga mit 2:0 gegen die Blue Devils Weiden. Der ECH gewann sein Heimspiel vor 3367 Zuschauern am Pferdeturm nach leidenschaftlichem Kampf mit 5:3 (2:0, 1:2, 2:1). 

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Die Partie begann nervös auf beiden Seiten – kaum Torchancen, dafür zahlreiche in unerlaubte Weitschüsse mündende Fehlpässe mit der Folge von vielen Unterbrechungen und wenig Spielfluss. Für Dynamik sorgten die Blue Devils selbst, nämlich mit Strafzeiten. Zunächst musste Marius Schmidt nach einem heftigen Bandencheck gegen Mike Mieskowski für fünf Minuten auf der Bank Platz nehmen. Kurz darauf erhielt Chad Bassen zwei Minuten wegen Stockchecks. Den Vorteil nutzte Sebastian Christmann zum 1:0 (19.), neun Sekunden vor Drittelende traf Christmann bei doppelter Überzahl zum 2:0.

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Zu Beginn des Mitteldrittels sorgte Robin Palka sogar für das 3:0 (22.). Dennis Thielsch (26.) brachte die Gäste im Powerplay mit einem abgefälschten Schuss über die Schulter von Indians-Torhüter David Miserotti-Böttcher auf die Anzeigetafel – und damit ins Spiel. Denn die Blue Devils agierten nun immer stärker und zeigten, warum sie als Südmeister die Vorrunde abgeschlossen hatten. Immer öfter stand Miserotti-Böttcher nun im Brennpunkt, behielt aber sowohl bei einer Doppelchance von Philipp Siller und Dennis Palka den Durchblick sowie bei den zahlreichen unübersichtlichen Situationen vor seinem Tor.

Jedoch war auch der bislang in den Play-offs so starke ECH-Schlussmann machtlos, als die Weidener einen Spielzug durch Tomas Rubes zum 2:3-Anschlusstreffer abschlossen (37.). Die Indians kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen und retteten sich mit Mühe in die zweite Drittelpause, wobei Kyle Gibbons wenige Sekunden von deren Beginn das 4:2 auf dem Schläger hatte.

Palka trifft zur Entscheidung ins verwaiste Tor

Im Schlussdrittel konnte der ECH die Partie wieder beruhigen. Dennoch gelang Ralf Herbst (48.) der Ausgleich. Das Spiel schien zu kippen – tat es aber nicht. Weidens Abwehr übersah Branislav Pohanka, der Kapitän höchstpersönlich traf zum 4:3 (51.). 21 Sekunden vor dem Ende traf Robin Palka zum 5:3 ins leere Tor, das Weidens Keeper Jaroslav Hübl zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen hatte.