12. Mai 2021 / 16:10 Uhr

Er hat weiter das Sagen: Scorpions-Coach Tobias Stolikowski bleibt

Er hat weiter das Sagen: Scorpions-Coach Tobias Stolikowski bleibt

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wird auch in der kommenden Saison die Kommandos von außen geben: Tobias Stolikowski bleibt Trainer der Hannover Scorpions.
Wird auch in der kommenden Saison die Kommandos von außen geben: Tobias Stolikowski bleibt Trainer der Hannover Scorpions. © Florian Petrow
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Tobias Stolikowski bleibt Trainer der Hannover Scorpions. Der Eishockey-Oberligist bindet den Coach für ein weiteres Jahr an sich. Dieser Schritt hatte sich angedeutet und ist nach einer erfolgreichen Saison keine Überraschung mehr.

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"Er hat tolle Arbeit gemacht. Die Leistung der Mannschaft ist auch sein Verdienst“, sagte Sportchef Eric Haselbacher. Zuvor hatte es bereits eine formelle Einigung per Handschlag gegeben, am Dienstag folgte nun die Unterschrift. Der Coach hatte die Scorpions zum souveränen Vorrundentitel geführt, in den Play-offs sicherten sich die Mellendorfer die Nordmeisterschaft – scheiterten aber denkbar knapp am Aufstieg in die DEL 2 nach einer Niederlage im entscheidenden fünften Spiel gegen die Selber Wölfe.

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Direkt nach diesem schmerzlichen Erlebnis begannen die Scorpions mit der Planung der neuen Saison – und haben nun die wichtigste Personalie auf sportlicher Ebene abgehakt. Stolikowski freut sich über das Vertrauen, will auch in anderen Fragen schnell Nägel mit Köpfen machen. „In diesen Tagen werden wir erst mal mit unseren Jungs reden“, sagt der 38-Jährige, der seit März 2020 Coach in Mellendorf ist. Kurz nach seinem Amtsantritt fielen die anschließenden Play-offs der Corona-Pandemie zum Opfer. Das bedeutet auch: Spiele vor Zuschauern als Trainer der Hannover Scorpions kennt er noch gar nicht.

Mehr über die Hannover Scorpions

"Im Eishockey ist zwar immer alles möglich. Aber es muss schon viel passieren, damit wir noch nachrücken."

Inwieweit sich das Gesicht der Mannschaft verändern wird, dürfte sich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. „Wir wollen den Charakter des Teams erhalten. Denn auch das war ein Grund für unsere erfolgreiche Saison“, sagt Haselbacher.



Die Planungen sind auf ein weiteres Oberliga-Jahr ausgerichtet. „Denn nur das macht Sinn. Im Eishockey ist zwar immer alles möglich. Aber es muss schon viel passieren, damit wir noch nachrücken“, sagt Stolikowski. Das könnte der Fall sein, wenn ein Verein aus der DEL 2 zurückziehen sollte. Am Sonntagabend kamen zudem Gerüchte von einem Mitglied der Selber Medienabteilung auf, wonach bei den Wölfen weiterhin zweigleisig geplant werde.

Nach Informationen des SPORTBUZZER hat sich der Vorstand des VER Selb, der Stammverein der Oberfranken, aber klar zur DEL 2 positioniert. Die Frage ist eben, ob genug Geld vorhanden ist und ob der Spielbetrieb in der Zweitklassigkeit gestemmt werden kann – mit genügend Sponsoren als wichtigem Planungsfaktor. Ausreichend Interesse und damit Unterstützung aus der Wirtschaft sollte aber vorhanden sein. Am Mittwoch würdigt die Frankenpost den Aufstieg der Wölfe mit einem werbefinanzierten Magazin. Umfang: 16 Seiten.