10. Februar 2021 / 22:30 Uhr

Allen Widrigkeiten zum Trotz: Hannover Scorpions siegen einfach weiter

Allen Widrigkeiten zum Trotz: Hannover Scorpions siegen einfach weiter

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Fedor Kolupaylo von den Scorpions versucht es im Duell mit Leipzigs Goalie  Eric Hoffmann auf artistische Art und Weise.
Fedor Kolupaylo von den Scorpions versucht es im Duell mit Leipzigs Goalie  Eric Hoffmann auf artistische Art und Weise. © Debbie Jayne Kinsey
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Nach Leipzig ist vor Leipzig: Die Hannover Scorpions haben im ersten von zwei Duellen mit den Icefighters Leipzig einen 5:2-Heimsieg gefeiert. Am Freitag geht es für den Spitzenreiter der Eishockey-Oberliga Nord an gleicher Stelle noch einmal gegen Leipzig.

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Als seine Mannschaft gegen die Hannover Scorpions nach rund zwölf Minuten mit 0:3 zurücklag, reagierte Sven Gerike. Der Trainer der Icefighters Leipzig nahm eine Auszeit. Dass es der Coach der Gäste war, der eine 30-sekündige Spielunterbrechung beantragte, verdient besondere Erwähnung. Denn auf der Bank nebenan redete Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski vehement auf seine Spieler ein – trotz des deutlichen Polsters.

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Erfahrung macht eben klug, auch bei einem souveränen Tabellenführer. Denn die Scorpions hatten schon mehrfach in dieser Saison deutliche Führungen verdaddelt. Stolikowskis Worte wirkten: Die Mellendorfer gewannen ihr Heimspiel in der Eishockey-Oberliga Nord mit 5:2 (3:0, 0:1, 2:1).

Bilder vom Spiel der Eishockey-Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und den Icefighters Leipzig

Bilder vom Spiel der Eishockey-Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und den Icefighters Leipzig. Zur Galerie
Bilder vom Spiel der Eishockey-Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und den Icefighters Leipzig. © Debbie Jayne Kinsey

Sehenswerter Schlenzer zum 1:3

Mario Trabucco brachte die Gastgeber in der 7. Minute mit 1:0 in Front. Mit einem Doppelschlag erhöhten Fedor Kolupaylo und Dennis Arnold, der die in Richtung der Torlinie trudelnde Scheibe mit einem Hechtsprung ins Netz beförderte, in der 12. Minute innerhalb von 41 Sekunden auf 3:0.

Direkt im Anschluss nahm Gerike die Auszeit. Danach gelang es seiner Mannschaft immerhin, die Begegnung ein wenig zu beruhigen und ausgeglichener zu gestalten. Zum Ende des Mitteldrittels gelang Florian Eichelkraut (38.) mit einem sehenswerten Schlenzer aus dem Handgelenk in den Winkel das erste Tor für die Sachsen.


Stolikowski kann es auch sanft

Im Schlussdrittel verhinderte zunächst Leipzigs Keeper Eric Hoffmann mit Paraden gegen Patrick Schmid sowie Christoph Koziol das 4:1und hielt sein Team im Spiel – beste Voraussetzung für den Anschlusstreffer von Patrick Fischer (46.).

Erneut appellierte Stolikowski, aber sanfter als zuvor und ohne Auszeit, an seine Mannschaft – und diese reagierte diesmal umgehend. Tomi Wilenius (47.) traf zum 4:2, Schmid erhöhte (55.) zum 5:2-Endstand.

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Tore: 1:0 (6:07) Trabucco (Reiss, Airich), 2:0 (11:03) Kolupaylo (Grosse, Heinrich), 3:0 (11:44) Arnold (Pietsch, Thomson), 3:1 (37:50) Eichelkraut (Frick, Albrecht), 3:2 (45:05) Fischer (Eichelkraut, Klaus), 4:2 (46:18) Wilenius (Heinrich, Pietsch), 5:2 (54:53) Schmid (Peleikis, Wilenius bei 5-4)