04. Mai 2021 / 07:47 Uhr

"Bereit für Spiel drei": Scorpions wollen gegen Selber Wölfe wieder vorlegen

"Bereit für Spiel drei": Scorpions wollen gegen Selber Wölfe wieder vorlegen

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Tobias Stolikowski (links) und die Hannover Scorpions freuen sich auf Spiel drei gegen Selb.
Tobias Stolikowski (links) und die Hannover Scorpions freuen sich auf Spiel drei gegen Selb. © Florian Petrow
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Die Niederlage im Penaltyschießen im zweiten Duell um die Meisterschaft in der Oberliga? "Abgehakt, wir sind bereit für Spiel drei", verspricht Coach Tobias Stolikowski, der am Dienstag (20 Uhr) zu Hause mit den Scorpions gegen die Selber Wölfe wieder vorlegen will. Es ist die erwartet umkämpfte Finalserie.

Am Dienstag wollen die Hannover Scorpions wieder vorlegen – in der Hus-de-Groot-Eisarena (20 Uhr), in der sie bislang alle sechs Play-off-Spiele gewonnen haben. Das Finale der Oberliga gegen die Selber Wölfe ist erwartungsgemäß umkämpft. Am vergangenen Wochenende gab es die ersten zwei Spiele, mit einem Heimsieg für jede Mannschaft. Der SPORTBUZZER fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und blickt voraus...

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Die Serie: Die Scorpions gewannen Freitag den Auftakt mit 4:3 nach Verlängerung, die Wölfe behielten Sonntag nach Penaltyschießen mit 4:3 die Oberhand. Die Serie im Modus Best-of-Five steht 1:1 – und reduziert sich damit auf eine Serie als Best-of-Three. Maximal drei Spiele stehen noch aus. Nach der Partie in Mellendorf geht es weiter in Selb (Freitag, 20 Uhr). Sollte danach die Serie 2:2 stehen, gäbe es den Showdown in Mellendorf (Sonntag, 17 Uhr).

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Das Glück: Ist entsprechend dem Zwischenstand in der Serie gerecht verteilt. Das Momentum wechselt hin und her. Am Freitag fehlten den Wölfen nur Zentimeter zum Sieg, als Lukas Miculka in der Verlängerung den Innenpfosten traf und die Scheibe vor der Torlinie entlangtrudelte. Kurz danach traf Mike Glemser auf der Gegenseite zum Sieg.

Kritik am Penalty von Peleikis

Am Sonntag lagen die Scorpions in der Penalty-Lotterie vor dem letzten Durchgang vorn. Selbs Fedor Boiarchinov musste treffen, um die Niederlage seines Teams zu vermeiden – und überwand Brett Jaeger. Danach vergab Robert Peleikis den Matchball. In der Verlängerung des Penalty-Dramas wurde Miculak, am Freitag noch Pechvogel, zum Helden.

Der Penalty: Am vergebenen Versuch von Peleikis entbrannte in den sozialen Netzwerken Kritik. Tenor: Wie kann man denn bloß jemanden antreten lassen, der den Verein verlässt und deswegen entsprechend halbherzig schießt? Eine Kritik, die so daneben ist wie ein Schlagschuss ins Fangnetz.

Zwar gibt es hartnäckige Gerüchte, die die Scorpions aber in den Play-offs nicht kommentieren, wonach Peleikis im Sommer den Verein wechselt. Wer aber seine Penaltys kennt, weiß um seinen Stil: Die Scheibe vor dem gegnerischen Torhüter mit der Rückhand nur ganz leicht anlupfen und ihm durch die Beine schieben – damit hatte er in dieser Saison mehrfach Erfolg, auch früher im Trikot der Hannover Indians.


Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen

Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen Zur Galerie
Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen ©

Selbs Keeper Michel Weidekamp schloss die Beine und hatte leichtes Spiel – daher wirkte der Penalty von Peleikis etwas lustlos. Seine Motivation braucht man aber nicht infrage zu stellen. Zwei der sieben Scorpions-Tore in der Finalserie gehen auf das Konto des formstarken Verteidigers.

Kabitzky und Knaub können auflaufen

Das Personal: Die lange Serie kann ein Vorteil für Selb sein. Die Wölfe agieren mit vier Reihen und daher mit einer Formation mehr als die Mellendorfer, sie wirkten in den Spielen nach hinten raus frischer. Dass die Scorpions fünf ihrer sieben Tore in der Serie im ersten Drittel erzielt haben, spricht dafür.

Umso bitterer, dass die bislang so starke Reihe um Christoph Koziol gesprengt war, seine Nebenleute Christoph Kabitzky und Victor Knaub waren Sonntag ab dem zweiten Drittel nicht mehr dabei.

„Sie haben einen Schlag abbekommen. Es waren Vorsichtsmaßnahmen. Die Jungs sind hart im Nehmen, unsere medizinische Abteilung wird sie wiederherstellen“, sagt Trainer Tobias Stolikowski und blickt nach vorn. „Wir haben das Spiel in Selb abgehakt und sind bereit für Spiel drei. Es treffen zwei Teams auf hohem Niveau und mit taktischer Disziplin aufeinander. Eine enge Serie war zu erwarten – das ist kein Hurra-Eishockey mehr wie in der Vorrunde.“