08. April 2019 / 18:01 Uhr

Mit Küsschen und Weihnachtsmusik: So ausgelassen feierten die Scorpions den Halbfinal-Einzug 

Mit Küsschen und Weihnachtsmusik: So ausgelassen feierten die Scorpions den Halbfinal-Einzug 

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
So sehen Sieger aus! Die Hannover Scorpions freuten sich über den Einzug ins Halbfinale. 
So sehen Sieger aus! Die Hannover Scorpions freuten sich über den Einzug ins Halbfinale.  © Florian Petrow
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Die Freude war riesengroß: Als die Hannover Scorpions die Starbulls Rosenheim in Spiel fünf mit 2:1 besiegt hatten und der Einzug ins Play-off Halbfinale feststand, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Am Freitag startet die Halbfinal-Serie gegen Landshut - dann wollen die Scorpions weiter siegen. 

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Die Stimmung war ausgelassen bei den Hannover Scorpions nach dem 2:1-Sieg gegen die Starbulls Rosenheim und dem damit verbundenen Einzug ins Play-off-Halbfinale. Abwehrspieler Robin Thomson küsste nach der Ehrenrunde seine Frau Dana auf dem Eis, Stürmer Sachar Blank schnitt in der Kabine symbolisch einen Fanartikel der Starbulls durch und später dröhnte ein Weihnachtslied aus den Lautsprechern des Eisstadions.

Assists, aber kein Tor

Björn Bombis wirkte ebenso erleichtert. Aber auch erschöpft. „Das war eine harte Serie. Ich bin einfach nur platt“, sagte der Topscorer der regulären Saison – der diesem Titel in den ersten sieben Play-off-Spielen zunächst nicht gerecht wurde. Zwar leistete er zu zehn Treffern die Vorarbeit. Aber es fehlte ein Tor.

Bilder vom fünften Spiel der Viertelfinal-Play-off-Serie zwischen den Hannover Scorpions und den Starbulls Rosenheim:

Die Scorpionsfans träumten vor dem Eröffnungsbully vom Halbfinale. Zur Galerie
Die Scorpionsfans träumten vor dem Eröffnungsbully vom Halbfinale. ©
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Am Freitag in Rosenheim, wo die Scorpions unbedingt gewinnen und ein Ausscheiden verhindern mussten, steuerte er zwei Treffer zum 7:5-Erfolg bei. Am Sonntag erzielte Bombis das wichtige 1:0. „Ihr Torhüter Lukas Steinhauer war bärenstark. Aber wir haben einen Weg gegen ihn gefunden“, sagte er – und machte sich auf den Weg auf die Massagebank. „Wir haben heute sogar zwei Physiotherapeuten da. Dennoch muss ich warten“, sagte Bombis und lachte.

Bombis sammelt fleißig Punkte

Bei seiner Explosion am Wochenende sammelte er sechs Punkte und liegt nun auf dem geteilten ersten Platz der Topscorer-Liste.

Dass die Spieler bei den Physios Schlange standen, hatte einen Grund: Vor allem im entscheidenden Spiel fünf blockten sie viele Schüsse der Starbulls, allein Nico Schnell müsste mehrere blaue Flecken haben. Thomson agierte auf dem Eis fehlerfrei. „Robin hat eine Weltklasse-Leistung geboten“, lobte Scorpions-Sportchef Eric Haselbacher.

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Hinter der Defensive der Mellendorfer strahlte Christoph Mathis viel Ruhe aus. Genau das schätzt Trainer Dieter Reiss an seinem Torhüter. „In einem Spiel fünf braucht man solche Goalies.“ Der Coach hatte Mathis zu Spiel vier aus dem Tor genommen und durch Enrico Salvarani ersetzt.

Rotation zwischen den Pfosten

Der Ersatzkeeper feierte einen Sieg, dennoch wechselte Reiss erneut. „Die Entscheidung fiel mir schwer. Ich habe deswegen zwei Nächte nicht geschlafen“, sagte der Coach – und ist sogar froh über die Qual der Wahl. „Wir haben ein starkes Duo. Enrico wird seinen Weg machen und irgendwann in der DEL spielen.“

Torschütze Sachar Blank zerschneidet das Rosenheim-Band. Für die Scorpions geht es im Halbfinale der Play-offs weiter. 
Torschütze Sachar Blank zerschneidet das Rosenheim-Band. Für die Scorpions geht es im Halbfinale der Play-offs weiter.  © Florian Petrow

Zunächst geht es jedoch um die DEL 2. Im zweiten Halbfinale treffen Tilburg und Herne aufeinander. Sollten die Niederländer die Serie gegen die Westfalen gewinnen, würde der Sieger des Duells Landshut gegen Scorpions bereits das Aufstiegsrecht erhalten – weil Tilburg nicht aufsteigen darf.

Donnerstag geht's nach Landshut

Wie bisher sind drei Siege zum Weiterkommen nötig. Weiter geht es am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Auftakt der Halbfinal-Serie beim EV Landshut. Die Bayern haben den Heimvorteil, auch wenn sie wie die Scorpions nach der Hauptrunde den 2. Rang belegten. Bei gleicher Platzierung hat der Süden Vorrang vor dem Norden, was jährlich wechselt. Die Scorpions fahren schon Donnerstag nach Landshut – und werden dem eigenen Kabinen-Ritual aus den vorherigen Runden entsprechend ein Fanartikel des Gegners in deren Fanshop besorgen.

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