27. April 2021 / 22:58 Uhr

15 Tore in der regulären Spielzeit: Scorpions nach irrem Spiel im Aufstiegsfinale

15 Tore in der regulären Spielzeit: Scorpions nach irrem Spiel im Aufstiegsfinale

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Hannover Scorpions feiern die Nordmeisterschaft!
Die Hannover Scorpions feiern die Nordmeisterschaft! © Florian Petrow
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Schrecksekunden, Rückstände, Führungen, doppelte Unterzahl und ein atemberaubender Schlussspurt: Die Hannover Scorpions haben im letzten Spiel des Nordfinals den Herner EV mit 9:6 bezwungen und stehen damit in der Finalserie gegen die Selber Wölfe zum Aufstieg in die DEL 2.

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In einer epischen Schlacht haben die Hannover Scorpions den Herner EV aus den Play-offs geworfen. Die Scorpions gewannen das letzte Spiel des Nordfinals mit 9:6 (0:1, 4:3, 5:2), er war der nötige zweite Erfolg. In der Finalserie zum Aufstieg in die DEL 2 treffen die Scorpions damit auf die Selber Wölfe. Der Auftakt erfolgt am Freitag in Mellendorf.

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Schrecksekunden für die Scorpions

Gleich zwei Schrecksekunden hatten die Scorpions zu überstehen – vor und zu Beginn der Partie. Beim Aufwärmen traf Pascal Grosse seinen Torhüter Brett Jaeger am Kopf. Der Scorpions-Keeper, wegen einer Kieferverletzung zuletzt nicht richtig fit, pausierte kurz – konnte dann aber weitermachen und stand auch zum Eröffnungsbully auf dem Eis. Nach 60 Sekunden rettete für Jaeger der Pfosten nach einem Schuss von Richard Mueller.

Bilder vom dritten Finalspiel der Eishockey Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und dem Herner EV

Bilder vom dritten Finalspiel der Eishockey Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und dem Herner EV Zur Galerie
Bilder vom dritten Finalspiel der Eishockey Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und dem Herner EV © Florian Petrow

Nach fünf Minuten kamen die zu Beginn unsortierten und merklich nervösen Scorpions ins Spiel. Im Anschluss an einen langen Angriff schoss Patrick Schmid nach Querpass von Tomi Wilenius knapp am Tor vorbei. Ärgerlich aus Sicht der Scorpions: Als Roman Pfennings mit hohem Tempo auf Hernes Keeper Björn Linda zulief und beim Versuch, ihn auszuspielen, in den Torhüter rauschte, erhielt der Stürmer eine Zeitstrafe wegen Behinderung. Die folgende Überzahl nutzte der HEV zum 0:1 durch Nils Liesegang (15.).

Powerplay zum Scorpions-Torefolg

Ins zweite Drittel starteten die Scorpions viel besser – und nutzten ebenfalls ihr erstes Powerplay zu einem Torerfolg. Christoph Koziol egalisierte 47 Sekunden nach Wiederbeginn. Patrick Schmid sorgte rund drei Minuten später für das 2:1 – erstmalig führten die Scorpions in der Serie während der regulären Spielzeit.

Dennoch: Nach diesem kleinen Vorteil waren die Gastgeber plötzlich völlig von der Rolle. Innerhalb von fünf Minuten drehten die Westdeutschen die Partie. Marcus Marsall (28.), Liesegang (30.) und Patrick Asselin (33.) trafen zum 2:4. Zwischendurch rettete Jaeger sogar in höchster Not, als Marsaal zweimal allein auf ihn zulief.

Eine Auszeit mit Wirkung

Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski nahm eine Auszeit. Mit Wirkung. Dank eines irren Endspurts im zweiten Drittel egalisierte sein Team zum 4:4. Schmid (39.) und Mario Trabucco (40.) in Unterzahl waren die Torschützen.

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Ins Schussdrittel starteten die Gäste in doppelter Überzahl und gingen nur 28 Sekunden später durch Mueller in Front. Die Scorpions antworteten umgehend und glichen durch Schmid zum 5:5 aus (49.).

Eine umstrittene Strafe gegen Trabucco und danach folgende angebliche Torhüterbehinderung gegen Jaeger brachte dem HEV durch Asselin (50.) die 6:5-Führung. Doch Schmid (54. und 59.), Andy Reiss (59.) und Julian Airich (60.) gelang die erneute Wende zum 9:6.