13. August 2020 / 20:56 Uhr

Auch Scorpions legen Hygienekonzept vor: Das sind die Bedingungen für Zuschauer

Auch Scorpions legen Hygienekonzept vor: Das sind die Bedingungen für Zuschauer

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dürfen die Scorpions bald wieder im Eisstadion jubeln? Ein Hygienkonzept für den Spielbetrieb wurde zumindest erstellt.
Dürfen die Scorpions bald wieder im Eisstadion jubeln? Ein Hygienkonzept für den Spielbetrieb wurde zumindest erstellt. © Florian Petrow
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Nach den Hannover Indians hat auch der zweite hannoversche Eishockey-Oberligist ein Hygienekonzept. Die Scorpions hoffen auf Platz für 1.000 Zuschauer. Das sind die Maßnahmen und Bedingungen.

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Neben den Hannover Indians hat mit den Hannover Scorpions auch der zweite lokale Eishockey-Oberligist ein Hygienekonzept erstellt und beim Gesundheitsamt der Region Hannover eingereicht. Im Kern geht es darum, wie viele Zuschauer die Spiele in der Hus-de-Groot-Eisarena sehen und wie Abstände oder Laufwege eingehalten werden könnten.

„Wir haben uns daran orientiert, was das Robert-Koch-Institut immer betont“, sagt Scorpions-Sportchef Eric Haselbacher und zitiert RKI-Chef Lothar Wiehler. „Er spricht immer von Gruppen mit zehn Leuten, die man bilden darf – unabhängig von der Anzahl der Haushalte.“

200 bis 300 zusätzliche Sitzplätze sollen installiert werden

Auf dieser Basis könne man von 900 Zuschauern im Eisstadion ausgehen, was genau einem Viertel der Gesamtkapazität entspricht, sagt Haselbacher. Im Vorjahr hatten die Scorpions einen Zuschauerschnitt von 1200 Besuchern – würden sich also der Zahl annähern, um betriebswirtschaftlich solide planen und die Saison überstehen zu können. „Vielleicht ist auch 1000 möglich. Dann müssten wir noch ein paar Sitze ranschrauben.“

Das ist ohnehin vorgesehen. Aktuell befinden sich in der Eisarena 400 Sitzplätze, die wegen der einzuhaltenden Abstände nicht durchgehend belegt werden dürfen. Mindestens 200 bis maximal 300 zusätzliche Sitzplätze könnten installiert werden in Stehplatzbereichen, „beispielsweise hinter den Spielerbänken. Dort haben wir sowieso vor, dass wir direkt dahinter eine Plexisglasscheibe machen.“

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Sektoren für Stehplatz-Zuschauer

Im Idealfall gibt es also 600 bis 700 Sitzplätze, die Anzahl der Stehplätze ist mit 300 konstant. Das Scorpions-Konzept sieht vor, im Steh- und Sitzplatzbereich sogenannte Sektoren für jeweils zehn Personen zu bilden und abzukleben. Beispielsweise im Stehbereich unterhalb der VIP-Tribüne plant Haselbacher mit 15 Sektoren. Die Zuschauer werden personalisiert und dürfen nur maximal 60 Kilometer vom Eisstadion entfernt wohnen. Im Stadion gibt es überall Desinfektionsmittel-Spender, Maskenpflicht außerhalb des eigenen Sektors und Einbahnstraßensysteme. „Das Stadion hat überall Auf- und Abgänge, das können wir gut steuern.“

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Keine Gastronomie im Stadion

Eine Besonderheit ist auch der Verzicht auf Gastronomie im Stadion. Der Vorplatz der Eisarena soll großzügig umgestaltet werden und entsprechende Angebote bieten – für Aufenthaltsbereiche soll sogar ein Teil des angrenzenden Schwimmbads miteinbezogen werden sowie in anderer Richtung eine Rasenfläche entlang des Stadions. Sogar mobile Toilettenwagen außerhalb des Stadions sind angedacht – für Männer. Frauen können die Toiletten im Innenbereich nutzen. Während der Drittel werden die Toiletten desinfiziert.

Jetzt wartet der Sportchef auf eine Rückmeldung vom Gesundheitsamt und hofft auf einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin. „Ich bin optimistisch, dass es bei uns funktionieren würde.“ Für alle Fälle hat er aber einen Plan B durchgerechnet. „Sollten nur 700 Zuschauer ins Stadion dürfen, würden wir damit auch klarkommen“, sagt Haselbacher und berichtet, dass er bereits positive Signale von Sponsoren erhalten hat. Der Tenor: Wenn es zur Sicherung des Spielbetriebs am Ende an Kleinigkeiten hakt, solle er sich nochmal melden.