14. März 2021 / 19:37 Uhr

Scorpions verlieren nach Verlängerung gegen Rostock - auch Indians patzen

Scorpions verlieren nach Verlängerung gegen Rostock - auch Indians patzen

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Trotz großem Kampf: Die Hannover Scorpions um Mario Trabucco (Mitte) mussten sich am Sonntag den Rostock Piranhas geschlagen geben.
Trotz großem Kampf: Die Hannover Scorpions um Mario Trabucco (Mitte) mussten sich am Sonntag den Rostock Piranhas geschlagen geben. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Bitter! Die Hannover Scorpions verloren ihr Heimspiel in der Eishockey-Oberliga am Sonntag trotz zweimaliger Führung mit 2:3 nach Verlängerung gegen die Rostock Piranhas. Zeitgleich patzten auch die Indians, die bei den Crocodiles Hamburg eine 3:5-Niederlage hinnehmen mussten.

Anzeige

Dass es irgendwie nicht der Abend der Hannover Scorpions war, zeigte sich in den finalen Sekunden der regulären Spielzeit. Beim letzten Versuch, einen Angriff einzuleiten, brach Andy Reiss der Schläger. Der Scorpions-Verteidiger verlor schließlich mit seinem Team in der Eishockey-Oberliga gegen die Rostock Piranhas mit 2:3 (1:0, 0:1, 1:1) nach Verlängerung.

Anzeige

Im ersten Drittel agierten die Scorpions zwar überlegen, setzten sich teilweise in der Zone der Rostocker fest trotz gleicher Anzahl von Spielern – die besseren Torchancen besaßen aber die Piranhas. Scorpions-Keeper Ansgar Preuß verhinderte mehrfach einen Rückstand, beispielsweise als Thomas Voronov (5.), Jonas Gerstung (10.) und Lukas Koziol (12.) jeweils frei vor ihm auftauchten. Tomi Wilenius (16.) gelang schließlich doch noch das 1:0 für die Mellendorfer und deren 200. Saisontor.

Bilder zum Spiel der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Rostock Piranhas

Schaut bedröppelt drein: Hannovers Alexander Heinrich. Zur Galerie
Schaut bedröppelt drein: Hannovers Alexander Heinrich. ©

Rostock hat am Ende das nötige Glück

Der Beginn des Mittelabschnitts glich in großen Teilen den ersten 20 Minuten – vor allem in der Anfangsphase. Constantin Koopmann scheiterte nach 30 Sekunden an der Latte, Koziol (23.) verfehlte das leere Tor und traf nur den Außenpfosten – und warf wütend seinen Schläger auf die Spielerbank der Piranhas. Zehn Minuten später konnte er aber mit seinen Mitspielern jubeln. John Dunbar (33.) gelang der leistungsgerechte Ausgleich. Den Scorpions fehlte an diesem Nachmittag die nötige Durchschlagskraft. Ja, Schüsse aufs Tor von Piranhas-Schlussmann Nils Velm, aber ohne zwingende Gefahr – selbst kurz vor Drittelende bei doppelter Überzahl.

Im dritten Abschnitt gelang den Gastgebern dann sofort das schnelle 2:1. Christoph Koziol traf 49 Sekunden nach Wiederbeginn zur erneuten Führung. Die Rostocker belagerten das Scorpions-Tor, scheiterten immer wieder an Preuß – und verdienten sich das nötige Glück, als Matthew Pistilli (58.) die Scheibe zum 2:2 ins Tor abfälschte. In der anschließenden Verlängerung kamen die Scorpions überhaupt nicht mehr aus dem eigenen Drittel raus, nach einem Fehler von Jan Pietsch gelang Dunbar nach 62 Minuten der Treffer zum verdienten 2:3-Endstand.

Indians-Aufholjagd kommt zu spät

Die Hannover Indians verloren zeitgleich bei den Crocodiles Hamburg mit 3:5 (0:3, 1:2, 2:0). Der ECH trat ohne Kapitän Branislav Pohanka an, der sich am Freitag eine noch zu diagnostizierende Knieverletzung zugezogen hatte. Dominik Lascheit (6.) brachte Hamburg in Führung. Binnen sechs Sekunden erhöhten Harrison Reed und Victor Östling nach 14 Minuten auf 3:0. Lascheit (24.) und André Gerartz (28.) sorgten für das 5:0. Die Aufholjagd durch Philipp Hertel (40.), Brett Bulmer (42.) und Nicolas Turnwald (47.) kam zu spät.