24. September 2021 / 08:02 Uhr

"Qualität gesteigert": Scorpions nehmen mit Topkader erneut Aufstieg ins Visier 

"Qualität gesteigert": Scorpions nehmen mit Topkader erneut Aufstieg ins Visier 

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit dieser Mannschaft greifen die Scorpions neu an.
Mit dieser Mannschaft greifen die Scorpions neu an. © Malte Christians
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Die Scorpions nehmen einen neuen Anlauf, Ziel ist der Aufstieg in die DEL2. Die personellen Voraussetzungen scheinen zu stimmen: "Ich bin mir sicher, dass sich unser Kader von der Qualität her noch mal gesteigert hat", sagt Sportchef Eric Haselbacher. "Wir haben nur noch Topspieler dabei."

Sie wollen gern Versäumtes nachholen – warum nicht, selbst wenn dieses Ziel nicht offiziell formuliert wird. Schließlich waren sie in der Vorsaison nur knapp davon entfernt, etwas ganz Großes zu schaffen. Nun nehmen die Hannover Scorpions in der Oberliga einen erneuten Anlauf für den Aufstieg in die DEL 2.

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In der vergangenen Spielzeit hätte es fast geklappt, was perfekt gewesen wäre zum Jubiläum: Vor 25 Jahren, nämlich im April 1996, schafften die damaligen ESC Wedemark Wild Cats den Sprung in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und trugen ab dann den Namen Scorpions. Erst im allerletzten Play-off-Spiel mussten die Mellendorfer im Mai dieses Jahres ihren Traum begraben, erstmals seit dem 96er Coup wieder einen Aufstieg feiern zu können. Im fünften und entscheidenden Spiel des Play-off-Finals unterlag das Team den Selber Wölfen mit 2:4.

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Der erneute Anlauf wurde aber vorerst gestoppt. In der Mannschaft gab es Corona-Fälle. Daher mussten die Scorpions nicht nur einige Testspiele absagen, darunter ein interessanter Vergleich mit DEL-2-Vizemeister Kassel Huskies, sondern auch ihr Auftaktspiel am Sonntag beim Krefelder EV.

„Wir werden mit der Situation sorgsam umgehen, in der neuen Woche von den Spielern auch noch ein Blutbild machen lassen“, sagt Eric Haselbacher. Der Sportliche Leiter der Scorpions nimmt es mit Humor, „im Vorjahr sind wir gut durchgekommen mit Corona-Fällen. Jetzt haben wir das Problem gleich zu Beginn – dann sind wir wenigstens damit durch.“

"Wir haben nur noch Topspieler dabei"

Dass der Mannschaft wegen der Spielabsagen einige Testspiele fehlen, ist nach Haselbachers Meinung nicht schlimm: „Wir hatten zwei Partien, genauso wie im Vorjahr.“ Der Rest ist bekannt. Die Scorpions dominierten die Nordstaffel in der Vorrunde, zeigten sich auch in den Play-offs nervenstark.

Im Vergleich zur trotzdem erfolgreichen Vorsaison sieht Haselbacher den Kader gut aufgestellt – und sogar noch besser, auch wenn mit Pa­trick Schmid (Halle) und Tomi Wilenius (Herne) zwei Topscorer aus der ersten Sturmreihe die Mannschaft von Trainer Tobias Stolikowski verlassen haben. „Ich bin mir sicher, dass sich unser Kader von der Qualität her noch mal gesteigert hat“, sagt Haselbacher. „Wir haben nur noch Topspieler dabei.“


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So schlossen sich mit Thomas Supis, Louis Trattner (beide Dresden), Tylor Gron (Bayreuth) und Robin Just (Bietigheim) Spieler aus der DEL 2 den Wedemärkern an. Patrick Klöpper (Krefeld) kann sogar DEL-Erfahrung vorweisen. Außerdem ha­­ben die Scorpions mit Mike Hammond (Coventry) einen Nationalspieler und Teilnehmer einer WM in den eigenen Reihen, der Engländer stieß aber erst etwas später zur Mannschaft hinzu.

Was beim Blick auf den Kader auffällt: Er scheint noch nicht vollständig zu sein – eine Tradition, nach der die Scorpions oft verfahren und sich noch Spielraum für Nachbesserungen lassen. „Es ist nicht davon auszugehen, dass wir die Saison mit dem Kader beenden, mit dem wir beginnen“, sagt Haselbacher und fügt hinzu: „Wir sind da ganz entspannt. Das Transferfenster hat bis zum 31. Januar geöffnet.“