23. April 2021 / 09:47 Uhr

Enge Serie zu erwarten: Scorpions starten in "ein würdiges Nordfinale" gegen Herne

Enge Serie zu erwarten: Scorpions starten in "ein würdiges Nordfinale" gegen Herne

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ein solches Bild würde den Fans der Scorpions natürlich gut gefallen. Es ist allerdings aus dem Archiv.
Ein solches Bild würde den Fans der Scorpions natürlich gut gefallen. Es ist allerdings aus dem Archiv. © Florian Petrow
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Im Halbfinale der Play-offs zur DEL2 treffen die Hannover Scorpions am Freitag (20 Uhr) im ersten von maximal drei Spielen auf den Herner EV. "Es ist ein würdiges Nordfinale", sagt Sportchef Eric Haselbacher. Das Team von Tobias Stolikowski muss möglichst oft Ex-Keeper Björn Linda überwinden.

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Immer wieder freitags: Erneut gehen die Hannover Scorpions in der Oberliga in eine Play-off-Serie an diesem Werktag. Wie schon in den Wochen zuvor gegen Rostock und Hamburg erfolgt der Beginn auf eigenem Eis (20 Uhr). Gegner ist der Herner EV.

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Schon 2018 und 2019 standen die Scorpions im Play-off-Halbfinale, jetzt wieder. Offiziell wird zwar vom Nordfinale gesprochen. Aber es ist wie in den vergangenen Jahren: Die Scorpions haben zwei Play-off-Serien überstanden, nun stehen sie in der Runde der letzten vier, in der sie sich für das große Finale gegen den Südmeister inklusive Ermittlung des DEL-2-Aufsteigers qualifizieren können.

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„Es ist ein würdiges Nordfinale. Ich habe mir Herne gewünscht und bin froh, dass sie Tilburg ausgeschaltet haben“, sagt Scorpions-Sportchef Eric Haselbacher. Wäre Tilburg jetzt der Gegner gewesen, hätten die Scorpions bereits das Gesamtfinale gegen den Südmeister sicher gehabt – und selbst bei einer Niederlage gegen die Tilburger diese ersetzt, weil die Trappers nicht aufsteigen dürfen. „Spielt man dann gegen Tilburg vorsichtig oder geht man volles Risiko und verletzt sich – das wäre für die Jungs nicht einfach gewesen“, sagt Haselbacher.



Wiedersehen mit Björn Linda

Nun also gegen Herne. Es ist eine enge Serie zu erwarten, wenn man die bisherigen Duelle als Saisonserie be­trach­tet. Beide Mannschaften gewannen jeweils zwei Partien. Der HEV siegte im November mit 6:4 in Mellendorf sowie Anfang April in einem direkt vor Play-off-Beginn unbedeutenden Spiel in Herne mit 3:1. Die Wedemärker gewannen auswärts im Januar mit 5:3 und daheim im Februar mit 6:5 nach Verlängerung.

In der Play-off-Serie sind erneut zwei Siege notwendig, um weiterzukommen. Sollte Sonntag in Herne (17 Uhr) keine Entscheidung fallen, wird ein weiteres Spiel in Mellendorf (Dienstag, 20 Uhr) nötig. Vor Beginn der Partien wird die Nationalhymne gespielt.

Wie schon in der Serie gegen Hamburg mit Kai Kristian steht den Scorpions ein starker Torhüter im Weg. Was Björn Linda kann, ist bekannt – vor allem in der Wedemark. An den erfolgreichen Play-offs 2018, als den Scorpions nur ein Sieg zum Finaleinzug fehlte, hatte er großen Anteil. Was sich aber an Hamburgs Kristian zeigte: Auch überragende Keeper zeigen Schwächen, Kristian sah am Dienstag bei drei der sechs Scorpions-Tore nicht gut aus.

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Ihre Offensivkraft aus der Saison haben die Mellendorfer mit 26 Toren in fünf Play-off-Spielen längst wiedergefunden. Und mit vier Gegentoren aus den vergangenen zwei Partien haben sie auch ihre defensive Balance wiederhergestellt – die sie brauchen werden, sollte Linda nur wenig zu bezwingen sein.

Bei den Scorpions sind noch die Einsätze von Fedor Kolupaylo und Pascal Grosse fraglich. Kolupaylo kehrte am Dienstag beim 6:1 gegen Hamburg zum dritten Drittel nicht mehr zurück aufs Eis. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir haben aber gesehen, dass Mike Glemser sofort bereit war und ihn klasse ersetzt hat“, sagt Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski. Beim verletzten Christoph Höhenleitner sieht es vorerst nicht nach einem Comeback aus.