17. November 2020 / 08:11 Uhr

"Viel Luft nach oben": Tabellenführung lässt Scorpions-Coach Tobias Stolikowski kalt

"Viel Luft nach oben": Tabellenführung lässt Scorpions-Coach Tobias Stolikowski kalt

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Hannover Scorpions haben derzeit viel Grund zum Jubeln.
Die Hannover Scorpions haben derzeit viel Grund zum Jubeln. © Florian Petrow
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Vier Spiele, vier Siege - keine Frage, der Start in die neue Saison in der Oberliga Nord ist den Hannover Scorpions geglückt. Coach Tobias Stolikowski ist von der Ausbeute nicht überrascht, bricht deswegen jedoch auch nicht in Euphorie aus: "Spielerisch und taktisch ist noch viel Luft nach oben", betont er.

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Sind die Hannover Scorpions schon ein Spitzenteam? Das geht Tobias Stolikowski zu schnell. „Die Saison ist ein Marathon, kein Sprint“, sagt der Trainer des Oberligisten. Dennoch: Die Scorpions haben einen beeindruckenden Start in die neue Spielzeit hingelegt und der Trend zeigt, dass sie zu den besten Teams der Nordstaffel gehören dürften.

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Am ersten November-Wochenende gewannen die Mellendorfer bei den Crocodiles Hamburg, immerhin Dritter des Vorjahres, behielten außerdem im Derby gegen die Indians die Oberhand. Nun folgte ein 9:5-Kantersieg bei den Rostock Piranhas, die nach einer starken Saisonvorbereitung mit Achtungserfolgen gegen DEL-2-Clubs schon zu den Mitfavoriten zählten.

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Und am Sonntag wiesen die Scorpions auf eigenem Eis den Dauermeister Tilburg Trappers in die Schranken – 3:1 im Oberliga-Klassiker, „der Zuschauer im Stadion verdient gehabt hätte, das war von beiden Teams ein Spiel auf hohem Niveau“, sagt Stolikowski. Die Zwischenbilanz für ihn und seine Mannschaft: vier Spiele, vier Siege, Tabellenführung.

"So zusammengestellt, dass alle in unser System passen"

„Wir hatten nur eine kurze Vorbereitung und können noch nicht bei 100 Prozent sein“, sagt Stolikowski. Er sei jedoch von der bisherigen Ausbeute nicht überrascht, „aber erfreut, dass es so gekommen ist. Wir haben im Sommer die Mannschaft so zusammengestellt, dass alle Spieler in unser System passen“, sagt der Coach.

Und das passt alles gut. Stolikowski wäre jedoch ein schlechter Trainer, wenn er sich jetzt schon zufriedengeben würde. „Spielerisch und taktisch ist noch viel Luft nach oben.“ Nicht nur beim Blick auf das Auftaktprogramm, sondern auch hinsichtlich des Personals verdient das Sechs-Punkte-Wochenende der Scorpions ein Ausrufezeichen.

Mit Andy Reiss, Robert Peleikis, Andrej Strakhov und Robin Thomson standen in beiden Partien nur vier gelernte Verteidiger auf dem Eis. Christoph Kabitzky und Jan Niklas Pietsch fielen genauso verletzungsbedingt aus wie Alex Heinrich.

Bilder vom Spiel der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und Hannover Indians

Tomi Wilenius (links) erzielt das 1:0 für die Scorpions, Indians-Keeper Keeper David Zabolotny ist geschlagen. Zur Galerie
Tomi Wilenius (links) erzielt das 1:0 für die Scorpions, Indians-Keeper Keeper David Zabolotny ist geschlagen. ©

Während Kabitzky und Pietsch wieder ein Thema sein könnten am Freitag im Heimspiel gegen Herne, wenn mit dem Vizemeister der Vorsaison das nächste Schwergewicht auf die Scorpions trifft, fällt Heinrich noch länger aus. Der Kapitän zog sich vor neun Tagen gegen die Indians einen Fingerbruch zu, wurde bereits operiert und fällt sechs Wochen aus.

Seine Rolle übernimmt vorerst Mario Trabucco. „Mario hat die Mannschaft am Wochenende in der Kabine und auf dem Eis hervorragend geführt“, lobt Stolikowski.