04. Mai 2021 / 22:21 Uhr

Aufstieg ganz nah! Scorpions schicken Selber Wölfe in Spiel drei mit 5:1 nach Hause

Aufstieg ganz nah! Scorpions schicken Selber Wölfe in Spiel drei mit 5:1 nach Hause

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mario Trabucco (links) freut sich riesig über den dritten Treffer der Scorpions an diesem Abend.
Mario Trabucco (links) freut sich riesig über den dritten Treffer der Scorpions an diesem Abend. © Florian Petrow
Anzeige

Dieses Mal ist es eine klare Angelegenheit gewesen: Nach zwei extrem knappen Partien haben sich die Scorpions in Spiel drei der Finalserie um die Oberliga-Meisterschaft mit 5:1 gegen Selb durchgesetzt. Mit einem weiteren Erfolg am Freitag können sie den Aufstieg in die DEL 2 perfekt machen.

Anzeige

Die Hannover Scorpions haben auch das siebte Heimspiel in den Play-offs gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Tobias Stolikowski bezwang im Finale der Oberliga die Selber Wölfe mit 5:1 (1:0, 2:1, 2:0). Damit haben sich die Scorpions zwei Matchbälle erarbeitet – und könnten bereits am Freitag (20 Uhr) mit einem Sieg in Selb den Aufstieg in die DEL 2 perfekt machen. Wenn nicht, hätten sie mit einem weiteren Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) eine erneute Chance.

Anzeige

Bei den Scorpions fehlte Christoph Kabitzky und damit der mit elf Treffern beste Torschütze der Play-offs. Er hatte am Sonntag in Selb einen Schuss abbekommen und wurde nicht rechtzeitig fit. Dafür stand Victor Knaub wieder zur Verfügung und hielt bis zum Ende der Partie durch.

Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 3) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und Selber Wölfen

Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen Zur Galerie
Bilder vom Play-off-Finale (Spiel 1) der Eishockey-Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und den Selber Wölfen ©

Das erste Drittel – voll von Nickligkeiten, Provokationen und Diskussionen. Ständig war die Begegnung unterbrochen – und Scorpions-Stürmer Patrick Schmid immer mittendrin im sogenannten „Trash Talk“. Beide Mannschaften wussten, was auf dem Spiel steht, um in der Serie 2:1 in Führung zu gehen und sich einen Matchball zu sichern.

Kolupaylo und Koziol verpassen das 2:0

Die Scorpions fanden trotzdem ihren Rhythmus und nutzten ihr erstes Powerplay. Andy Reiss (4.) traf zum 1:0. Es entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem die Gastgeber die besseren Chancen besaßen. Doch Fedor Kolupaylo und Christoph Koziol, bei dessen Versuch die Scheibe kurz vor der Torlinie liegen blieb, versäumten die Erhöhung auf 2:0.

Zu Beginn des Mitteldrittels blieben die Scorpions am Drücker. Roman Pfennings scheiterte mit einem Abstauber aus Nahdistanz an Wölfe-Keeper Michel Weidekamp. Das rächte sich: Dennis Schiener erzielte per Handgelenksschuss den Ausgleich (27.). Doch die Wedemärker lieferten die prompte Antwort: Tomi Wilenius traf in Überzahl mit einer Direktabnahme ins kurze Eck (32.) zum 2:1.

Und dieses Tor setzte neue Kräfte frei. Zunächst blieb Pfennings nach starkem Rückpass von Wilenius an Weidekamp hängen (37.). Hatte der Keeper in dieser Szene noch das nötige Glück, weil er für seine Parade nicht viel konnte und angeschossen wurde, machte er eine Minute später keine gute Figur: Mario Trabucco schoss die Scheibe unterm Arm von Weidekamp hindurch ins Netz (38.).

Mehr Berichte aus der Region

Mit 3:1 ging es ins letzte Drittel – es war das erste Mal in der kompletten Serie, dass eine Mannschaft mit zwei Toren führt. Erneut starteten die Scorpions mit einem Powerplay, diesmal blieb ein Überzahl-Treffer aber aus. Doch bei nächster Gelegenheit klappte es dann viel besser: Julian Airich gelang das 4:1 (48.).

Den Schlusspunkt zum verdienten 5:1-Endstand setzte Trabucco (57.) mit einer starken Bewegung vor Weidekamp in Unterzahl – und mit einer deutlichen Message an die Wölfe, die sie mit in den Bus nach Hause nehmen konnten: Wir machen unsere Tore nicht nur im Powerplay, sondern auch mit einem Mann weniger auf dem Eis.