10. September 2019 / 12:22 Uhr

Nach Abstieg aus der GFL 2: Kehrt Ex-Coach Winston Huggins zu den Spartans zurück?

Nach Abstieg aus der GFL 2: Kehrt Ex-Coach Winston Huggins zu den Spartans zurück?

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ein letztes Mal GFL 2 hieß es für Martin Nitschke von den Hannover Spartans.
Ein letztes Mal GFL 2 hieß es für Martin Nitschke von den Hannover Spartans. © Debbie Jayne Kinsey
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Dass die Hannover Spartans aus der GFL 2 absteigen würden, stand bereits vor dem letzten Heimauftritt gegen die Hamburg Huskies fest. Und dass es beim 19:40 eine weitere Niederlage setzte, spielte da auch keine große Rolle mehr. Im Mittelpunkt stand vielmehr der Abschied von drei langjährigen Spielern.

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Die erste und vorerst letzte Saison in der GFL 2 ist für die Footballer der Hannover Spartans vorbei. Sie endete wie die meisten der Partien zuvor: mit einer Niederlage. 19:40 stand es im Rudolf-Kalweit-Stadion nach dem Duell mit den Hamburg Huskies.

Emotionsreicher und entspannter

Entscheidend war dieses Resultat nicht mehr. Der sofortige Wiederabstieg in die Regionalliga stand schon seit mehreren Wochen fest. Doch irgendwie waren diese Niederlage und dieses Spiel anders. Emotionsreicher, entspannter und mit überall gegenwärtiger Abschiedsstimmung. So hockten auch die drei Spartans, die nach vielen Jahren im Team sich mit der einen Spielzeit in der GFL 2 noch einen Traum verwirklicht hatten, nach dem Ende noch nachdenklich auf dem Rasen.

Für Kevin Herbst, Martin Nitschke und Stefan Wedemeier war es ein Ab­schied von der GFL 2 – und vom aktiven Football-Sport. „Mit ihren fast 40 Jahren fühlen sie sich zu alt, um noch zu spielen. Aber wir haben ja noch jede Menge andere Jobs im Verein“, sagte Abteilungsleiterin Inna Lempert und hofft, alle drei in neuen Funktionen zu behalten.

Bilder vom American-Football-Spiel der GFL 2 zwischen den Hannover Spartans und Hamburg Huskies

Die Hannover Spartans sind bereit zum Einlaufen. Zur Galerie
Die Hannover Spartans sind bereit zum Einlaufen. ©
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Zum Abschied sah es nur anderthalb Viertel nach einem Erfolg aus – die Spartans führten nach zwei Touchdowns durch Michael Anderson junior mit 13:6. „Danach haben die Huskies uns ausgetrickst“, stellte Lempert fest. Schon zur Halbzeit lag ihr Team vorentscheidend mit 13:33 zurück. Anderson legte zwar noch einen dritten Touchdown – „und der Kampf stimmte“, sagte Lempert –, doch es war klar, dass nicht mehr viel zu machen war.

Auch einige neue Gesichter

Was Trost spendete, war die Stimmung auch auf der Tribüne. 300 der treuesten Fans und einige neue waren da. „Da kamen Leute, die ich vorher noch nie registriert hatte, zu mir und munterten mich auf. Ihnen hatte es sehr gefallen, sie werden wiederkommen. Und nächstes Jahr werde es bestimmt besser laufen“, sagte Lempert. „Wenn wir nicht so ein Riesenpech mit den vielen Verletzungen und dem Rückzug unseres Hauptsponsors gehabt hätten, wäre es schon jetzt besser gelaufen. Aber hätte, wenn und aber nützt uns natürlich aktuell nichts“, sagte die Chefin.

Was nützt, sind die Gespräche, die sie derzeit mit Winston Huggins führt. Der Ex-Coach hatte vor zwei Jahren eine Auszeit gebraucht und Willie Robinson als seinen Nachfolger als Headcoach befürwortet. Huggins war später bei Erstligist Hildesheim Invaders untergekommen, dort aber nach einem Jahr mit seinen zwei Trainerkollegen vor wenigen Tagen entlassen worden.

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Da auch Robinson nicht weiter als Vollzeit-Coach bei den Spartans bezahlt werden kann und Huggins eine neue Aufgabe sucht, könnte sich eine neue Verbindung anbahnen. „Natürlich sprechen wir mit Winston“, sagte Lempert.

Innerstädtische Konkurrenz

Auch mit den Spielern muss sie sprechen. In der Stadt wächst mit den Hannover Grizzlies eine interne Konkurrenz. Als Oberliga-Meister steht das Team in den Play-offs und kann dort den Aufstieg in die Regionalliga schaffen – wo auch die Spartans im kommenden Jahr spielen. „Ich weiß, dass die schon einige Spieler angebaggert haben“, sagte Lempert.

Eine dritte Baustelle ist noch wichtiger. „Wir müssen neue Sponsoren finden. Nach dem Rückzug unseres größten Sponsors steckt ziemlich viel privates Geld drin. So wie diese Saison geht es nicht noch einmal“, sagte Lempert. Aufgaben hat sie trotz des Saisonendes genug.

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