17. Januar 2021 / 15:56 Uhr

Güntner sticht heraus: Hannover United setzt sich zum Rückrundenauftakt oben fest

Güntner sticht heraus: Hannover United setzt sich zum Rückrundenauftakt oben fest

Philipp Schaper
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
United-Spielmacher Jan Haller sucht die Lücke in der Verteidigung des BBC Münsterland.
United-Spielmacher Jan Haller sucht die Lücke in der Verteidigung des BBC Münsterland. © Adrian Weicht
Anzeige

Starker Rückrundenauftakt von Hannover United: Das Team von Trainer Martin Kluck gewann in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga mit 85:47 beim BBC Münsterland. Bester Werfer war Matthias Güntner mit 34 Zählern. Coach Kluck lobte vor allem Vanessa Erskine für ihren Einsatz.

Anzeige

Hannover United ist mit einem Sieg in die Rückrunde der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga gestartet. Das Team von Trainer Martin Kluck gewann beim BBC Münsterland mit 85:47 und festigte seinen Platz in der Spitzengruppe.

Anzeige

In Warendorf war Youngster Matthias Güntner mit 34 Punkten bester Werfer. Jan Sadler (18) und Joe Bestwick (17) trafen ebenfalls zweistellig. Topscorer Bestwick gelang mit zwölf Rebounds und 14 Assists zudem ein Triple-Double.

Bilder vom Halbfinal-Spiel im Rollstuhlbasketball zwischen Hannover United und den Thuringia Bulls:

Joe Bestwick am Ball. Zur Galerie
Joe Bestwick am Ball. ©

"Gesehen, dass wir immer besser wurden“

United kam ganz gut ins Rollen nach der Winterpause. „Dafür, dass wir fünf Wochen nicht gespielt haben, war das ganz ordentlich“, sagte Kluck. Für Aufsteiger BBC, der wie die BG Baskets Hamburg und die RBB München Iguanas coronabedingt erst zum Rückrundenauftakt in die Spielzeit gestartet ist, war es die Bundesliga-Premiere.

„Man hat deutlich gemerkt, dass Warendorf noch nicht eingespielt und den Erstliga-Basketball noch nicht gewohnt ist. Im ersten Viertel haben wir in der Defense noch nicht so zugepackt und waren im Angriff noch unentschlossen.“ Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich das Team zusehends. „Das waren wichtige 40 Minuten, um in den Rhythmus zu kommen. Man hat im Verlauf gesehen, dass wir immer besser wurden“, so Kluck.


Güntner kommt ins Rollen

Vor allem tat seine Mannschaft das, was sie seit Jahren auszeichnet - sie verteidigte kompakt und nahm bei BBC-Angriffen immer viel Zeit von der Schussuhr. United ließ in keinem Viertel mehr als 13 Punkte zu. Im Schlussabschnitt waren es sogar nur acht. Weil es auch vorn ganz ordentlich lief, setzte sich Hannover bis zur Halbzeit auf elf Zähler (37:26) ab. Nach dem Seitenwechsel zog United unter dem gegnerischen Korb sogar noch an - in erster Linie in Person von Matthias Güntner. Der 22-Jährige warf allein im dritten Abschnitt 14 von 25 Punkten.

Eine One-Man-Show wie die von Joe Bestwick gegen die Skywheelers Frankfurt war es dennoch nicht, obwohl Güntner mit 34 Zählern deutlich herausstach. Der United-Angriff war für den Aufsteiger nicht auszurechnen. Hatte Bestwick Platz, rauschten die Bälle durch die Reuse. Wurde der Topscorer gedoppelt, waren Güntner, Sadler oder Alexander Budde zur Stelle und übernahmen Verantwortung.

Mehr aus der Region

Extralob für Erskine

„Ich möchte an dieser Stelle die Arbeit von Vanessa herausstellen“, sagte Kluck. „Sie hat unheimlich viele gute Abschlüsse für Joe, Mattes oder Jan ermöglicht.“

Und dann war da ja noch die Line-Ups mit Budde, Oliver Jantz und Tobias Hell. Waren sie auf dem Feld, blieb die Punkteausbeute konstant hoch. Und vor allem machten sie hinten dicht. „Wenn die drei auf dem Feld sind, bietet sich uns vor allem in der Defensive die Variabilität. Wir haben mal Presse gespielt, sind mal in eine 2-1-2-Verteidigung gegangen. Das hat zumindest gegen Warendorf immer gegriffen“, so Kluck.

Doppelpack in einer Woche

Am kommenden Wochenende warten zwei andere Kaliber. Am Sonnabend empfängt Hannover United die BG Baskets Hamburg, die zwar auch erst in die Saison gestartet, aber etabliert sind. Und am Sonntag geht es zum Rekordmeister RSV Lahn-Dill.

Hannover United: Güntner (34 Punkte), Sadler (18), Bestwick (17), Budde (8), Haller (6), Jantz (2), Erskine, Hell