07. März 2021 / 17:47 Uhr

Gewinner des Spieltags: United hat Play-offs nach 72:54 gegen München fest im Blick

Gewinner des Spieltags: United hat Play-offs nach 72:54 gegen München fest im Blick

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Alexander Budde erzielte gegen die Iguanas zehn Punkte.
Alexander Budde erzielte gegen die Iguanas zehn Punkte. © Maike Lobback
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Hannover United hat in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga gegen die RBB München Iguanas mit 72:54 gewonnen - und einen großen Schritt Richtung Play-off-Qualifikation gemacht. Bester Werfer war Matthias Güntner mit 33 Punkten. Coach Martin Kluck lobte die Variabilität.

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United hat gute Laune. Trainer Martin Kluck flachste weit nach dem Abpfiff auf dem Parkett mit seinem Spielmacher Jan Haller herum. Oliver Jantz, Alexander Budde und Tobias Hell holten sich Glückwünsche von ihren U22-Nationalmannschaftskollegen Bastian Kolb und Urs Rechtsteiner ab.

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Und Matthias Güntner grinste angesichts seiner 33 Punkte und des wichtigen Erfolgs gegen die RBB München Iguanas über das ganze Gesicht. Hannover United holte beim 72:54 gegen die Münchner kräftig Schwung für die entscheidenden 40 Minuten im Kampf um die Playoffs am kommenden Wochenende bei den BG Baskets Hamburg.

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Besser kann es nicht laufen

Der Spieltag lief schon vor dem Hochball gut aus Sicht von Coach Kluck und seinem Team. Am Nachmittag hatte der BBC Münsterland United-Konkurrent Rhine River Rhinos Wiesbaden mit 68:65 besiegt - für die Hessen das Aus im Kampf um Platz vier, da Hannover den direkten Vergleich gewonnen hat. Auch der Dritte Rahden ist für Wiesbaden nicht mehr zu packen. Jetzt hat United nur noch Hamburg im Nacken. Und die verloren am Sonntag zu Hause gegen Wiesbaden (59:70) deutlich. Besser konnte der Spieltag für United also nicht laufen.

Zufrieden war Kluck in erster Linie über die Leistung seiner Mannschaft, auch wenn sie sich ein Viertel lang ins Spiel holperte. "Es ist eine gewissen Anfangsnervosität, die wir noch mit reinnehmen, auch in Spiele, die wir gewinnen müssen. Wenn wir uns dann wie heute akklimatisiert haben, läuft es ganz gut“, sagte Kluck. Das lag auch daran, dass einer ziemlich schnell akklimatisiert war. Center Güntner, vergangene Woche in Wiesbaden noch mit Ladehemmungen, trug Hannover durchs Spiel, wie Kluck sagte. „Es hilft natürlich, wenn die ersten drei, vier Würfe reinfallen. Ich habe ihm gesagt, dass wir so weiterspielen und er einfach schießen soll, solange München nichts an der Deckung ändert“, so Kluck. München änderte nichts, und Güntner traf wie er wollte.

"Heute konnten wir das verkraften"

Zeitweise zog Hannover auf 26 Punkte davon. Im letzten Viertel war die Luft raus. München kam zu einigen einfachen Körben durch die Mitte. Das war auch Thema in der kurzen Analyse nach dem Abpfiff. „Wenn wir mit 20 Punkten oder mehr führen, müssen wir das auch professionell zu Ende bringen. Wir hatten zwei, drei blöde Aktionen und sind nachlässig geworden. Heute konnten wir das aber verkraften“, sagte der Trainer.

Das blieb dann auch die einzige Kritik. Ansonsten lobte Kluck seine Mannschaft an diesem Tag lieber. „Unsere Tiefe hat mir heute sehr gut gefallen. Wir haben viel gewechselt, hatten viele Konstellationen auf dem Feld - und haben aus allen Line-Ups Profit geschlagen“, so Kluck. „Das wünscht man sich als Trainer.“ Neben Güntner hob Kluck Vanessa Erskine hervor, die nicht nur gute Sperren stellte, sondern auch überraschend punktete. „Vanessa hat heute - wie so oft - einen Super-Job gemacht. Wir haben die Woche darüber gesprochen, dass sie ihre Würfe kriegen soll - und geht dann mit vier Punkten hier raus. Das ist richtig schön zu sehen.“

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"Wird eng, aber wir machen die Play-offs fix"

Am kommenden Sonntag gehts es in einer Nachholpartie des 2. Spieltags bei den BG Baskets Hamburg ins Endspiel um Platz vier. United hat beste Chancen, den Play-off-Viertelfinal-Gegner aus der vergangenen Saison auf Abstand zu halten. Das erste Aufeinandertreffen gewann Hannover mit 72:57.

„Wir schauen uns Hamburgs Spiel gegen Wiesbaden an und wollen uns einstimmen darauf, wie sich die Baskets entwickelt haben“, sagte Kluck. „Wir haben jetzt sicherlich eine andere Situation als im Januar, als wir mit 15 Punkten gewonnen haben. Ich denke, es wird ein enges Ding - aber wir machen am Ende die Play-offs fix.“

United: Güntner (33 Punkte), Sadler (15), Budde (10), Erskine, Haller, Gößling (je 4), Jantz (2), Hell