24. März 2022 / 20:43 Uhr

Dominanter Sieg: Hannovers Recken gelingt Befreiungsschlag gegen Stuttgart

Dominanter Sieg: Hannovers Recken gelingt Befreiungsschlag gegen Stuttgart

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kraftvoll: Recke Filip Kuzmanovski jubelt voller Inbrunst beim ungefährdeten Sieg gegen TVB Stuttgart.
Kraftvoll: Recke Filip Kuzmanovski jubelt voller Inbrunst beim ungefährdeten Sieg gegen TVB Stuttgart. © Florian Petrow
Anzeige

Es war wichtig - und deutlich! Die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf haben am Donnerstagabend mit 33:23 gegen TVB Stuttgart gewonnen und sich damit Platz verschafft vom erweiterten Abstiegskampf. Vor allem in der ersten Hälfte dominierten die Recken.

Die Recken ließen nicht locker, bis zum Schluss nicht. Coach Christian Prokop feierte jede gelungene Aktion, nahm noch kurz den Schweden Jonathan Edvardsson in den Arm, bekam das Handtuch von Ilija Brozovic ab, der damit eifrig im Siegermodus wedelte. Dann klatschte er alle Spieler auf der Bank ab. Und endlich war es geschafft. Die TSV Hannover-Burgdorf hat den ersten Erfolg in diesem Jahr geschafft. „Wir sind sehr glücklich, haben verdient in der Höhe gewonnen. Dickes Kompliment an meine Mannschaft, wir waren bereit, uns wehzutun“, sagte Prokop strahlend.

Anzeige

TSV-Kapitän Fabian Böhm – er wird offenbar nach Luzern wechseln - verpasste jedem Recken noch kräftig einen auf die Brust. So gut er das mit links eben vermochte, er ist ja am rechten Ellbogen operiert worden. Ganz ungefährlich war die aufmunternde Aktion insofern nicht, als die TSV-Spieler keine besonders breite Brust haben zurzeit. Doch sie starteten gut.

Mehr Berichte aus der Region

Der genesene Ivan Martinovic warf bis zum Stand von 5:1 (9. Minute) drei Tore, das 5:1 ein herrlicher Dreher. Der frühere TSV-Co-Trainer Roi Sanchez, jetzt Chef bei Stuttgart, nahm prompt die erste Auszeit. Die Recken spielten geduldig, liefen aber auch Gegenstöße – ließen bis zur 12. Minute jedoch drei freie Würfe liegen. Machte letztlich nichts. „Wir haben gemerkt, dass die Dinge aufgehen, lassen an Konzentration nicht nach, es war ein schönes Spiel in der ersten Halbzeit“, lobte Trainer Prokop.

Das erste Gegentor kassierten Hannovers Handballer nach fast sechs Minuten, auch die Abwehr passte also. Bastian Roscheck machte das im Innenblock stark, Vincent Büchner stahl drei Bälle. Auf 9:2 setzte sich die TSV ab (15.), schon fünf Minuten zuvor war Torwart Domenico Ebner mit Sprechchören gefeiert worden.

Anzeige

Nach seinem Tor zum 10:4 (19.) wurde der hervorragende Martinovic indes nicht angemessen gepriesen. Er schien sich verletzt zu haben, schleppte sich hinter die Bank und wurde behandelt. Es ging aber weiter für ihn, während der sichtlich genervte Sanchez die nächste Auszeit nahm.

Recken liefern ohne Pause

Die Sache entwickelte sich für Stuttgart wie im Hinspiel zu einem Desaster, die Recken lieferten ohne Pause. Und Sportchef Sven-Sören Christophersen beklatschte jedes Tor, wandte sich jedoch auch bei strittigen Szenen ab. Und derer waren einige zu sehen, besonders zum Ende der ersten Hälfte. Zwei sehr fragwürdige Siebenmeter erhielt der TVB. Mit dem Halbzeitstand von 9:18 waren die Gäste noch bestens bedient. „Wir haben Leidenschaft gezeigt, das war ein Statement der Mannschaft“, sagte Recken-Torwart Ebner.

Das ist der Spielplan der Recken der TSV Hannover-Burgdorf in der HBL-Saison 2021/22

<b>28. Spieltag:</b> HSG Wetzlar (H), Sonntag, 1. Mai, 16.05 Uhr Zur Galerie
28. Spieltag: HSG Wetzlar (H), Sonntag, 1. Mai, 16.05 Uhr ©

„Es war ein Schlüsselspiel"

Mit einem Wurf ins leere Tor von Filip Kuzmanovski begannen die Recken Hälfte zwei, sie blieben aufmerksam. Hansen hatte den Ball abgefangen und erzielte das 22:11 ebenfalls ins verwaiste Tor (38.), Stuttgart versuchte es kurzzeitig mit einem siebten Feldspieler. In der 40. Minute nahm dann auch Prokop die erste Auszeit, die Recken lagen mit 24:15 vorn.

Angetrieben vom überragenden Spielmacher Veit Mävers ging aber nichts mehr schief bei den Gastgebern. Derart früh hatten sie in dieser Saison noch nicht so komfortabel geführt. Prokop brachte Jonathan Edvardsson für Mävers, der sich mit dem 27:17 gut einführte (45.), während bei den schwachen Gäste nicht mehr viel funktionierte.

„Es war ein Schlüsselspiel und die Mannschaft war bissig, hat eine sehr gute Reaktion gezeigt", urteilte Sportchef Christophersen. Die Reaktion der 2380 Fans: Sie feierten das Team stehend.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.