04. Oktober 2021 / 18:52 Uhr

Bei der Premiere: Hannovers Sven Schwarz glänzt beim Weltcup in Berlin

Bei der Premiere: Hannovers Sven Schwarz glänzt beim Weltcup in Berlin

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zieht durch: Sven Schwarz holt in seinem ersten Weltcup mit kluger Taktik gleich Bronze.
Zieht durch: Sven Schwarz holt in seinem ersten Weltcup mit kluger Taktik gleich Bronze. © IMAGO/camera4+
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Waspo-Spezialist Sven Schwarz holt Bronze über 1500 Meter auf der Kurzbahn. 96-Starterin Angelina Köhler mit Mixed-Gold.

Sven Schwarz hat sich in Berlin einfach mal rangehängt an die Stars. Für den Langstreckenspezialisten von Waspo 98 war es schließlich der erste Schwimmweltcup überhaupt. Und da war es sicher kein Fehler, sich an Größen wie Florian Wellbrock und dem Russen Kirill Martinitschew zu orientieren. Die beiden setzten sich am Ende zwar ab, Schwarz aber blieb Bronze. „Das hat richtig viel Spaß gemacht, ich wusste, dass es gut laufen kann“, sagte das Freistil-Ass.

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Über 1500 Meter auf der Kurzbahn ist es schon „echt crazy“, wie Schwarz berichtete. Die vielen Wenden hätten ihm sogar etwas Schwindel verursacht, so Olympiastar Wellbrock. Er schlug nach 14:35,23 Minuten als Erster knapp zwei Sekunden vor Martinitschew an. Schwarz sicherte sich Rang drei in 14:45,83 Minuten und nannte das „eine richtig gute Zeit dafür, dass wir direkt aus dem Training gestartet sind“. Das gab obendrein Lob von Bundestrainer Bernd Berkhahn. Zwölf Sekunden vor dem Deutschen Oliver Klemet auf Position vier.

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Mächtig Stimmung war da in der Halle des Schwimm-Europaparks – wenngleich Zuschauer nicht zugelassen waren. „Aber da waren viele Athleten, und die saßen eben auf der Tribüne“, so Schwarz, „außerdem hatten wir eine große und starke Gruppe vom DSV.“ Es sei eine klasse Stimmung gewesen: „Und sehr cool zu beobachten, wie sich die Top-Leute vorbereiten in so einem Wettkampf.“ Über 400 Meter Freistil war Schwarz Sechster geworden und Wellbrock Vierter, die 800 Meter waren in Berlin nicht auf der Agenda. Dies wäre die zweite sehr starke Strecke des 19-Jährigen. Er darf sich jetzt gute Chancen auf eine Nominierung für die Kurzbahn-EM im russischen Kasan vom 2. bis zum 7. November ausrechnen.

Auch für Angelina Köhler von Hannover 96 gab es eine Medaille – und zwar sogar Gold. Im finalen Wettbewerb schwamm sie 50 Meter Delfin für die siegreiche Mixed-Staffel des DSV – und zwar in 25,82 Sekunden obendrein eine sehr ordentliche Zeit. Das reichte, um mit Christian Diener, Fabian Schwingenschlogl und Schlussschwimmerin Annika Bruhn die USA sowie Südafrika auf die Plätze zu verweisen. In 1:39,17 Minuten sprintete das deutsche Quartett zu rund zweieinhalb Sekunden Vorsprung. Zudem hatte Köhler über 100 Meter Delfin das Finale er­reicht und Rang sechs belegt. Auch sie ist eine Kandidatin für die Kurzbahn-EM, über die Nominierungen hat der DSV aber noch nicht entschieden.