29. Juni 2020 / 12:55 Uhr

Großer Sport beim HTV: Middendorf & Co. schlagen bei German Ladies' Series auf

Großer Sport beim HTV: Middendorf & Co. schlagen bei German Ladies' Series auf

Sybille Schmidt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julia Middendorf, Nicole Rivkin (eingeklinkt, von links) und Angelina Wirges präsentierten beim HTV ihr Talent.
Julia Middendorf, Nicole Rivkin (eingeklinkt, von links) und Angelina Wirges präsentierten beim HTV ihr Talent. © imago images/ZUMA Wire/Florian Petrow
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Bei der Zwischenrunde der German Ladies' Series treten ab Dienstag die zwölf besten Spielerinnen der Vorrunde gegeneinander an - auch auf der Anlage des HTV an der Bonner Straße. Mit dabei: Julia Middendorf aus Vechta. In der Bonusrunde zeigen die Lokalmatadorinnen Angelina Wirges und Nicole Rivkin ihr Können.

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Das Turniertennis kommt allmählich wieder auf Touren – ab Dienstag auch in Hannover. Um 10 Uhr gibt es den ersten Aufschlag auf dem Center Court des HTV an der Bonner Straße – zur Zwischenrunde der „German Ladies’ Series presented by Porsche“. Vom Deutschen Tennis Bund (DTB) als Ausrichter beauftragt lässt der hiesige Bundesstützpunkt für vier Tage lang die Matches in der Südstadt spielen – auf einer Anlage, die wahrlich eine lange Tradition und Historie hat.

24 Spielerinnen auf der Tour unterwegs

Nun wird dieser Geschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Nicht wie früher im Herrentennis, als der HTV seine glanzvollsten Zeiten erlebte und Boris Becker und Michael Stich vor Tausenden von Zuschauern spielten, sondern mit den Damen. Das ist logisch, denn derzeit sind die weiblichen Nachwuchstalente in Niedersachsen deutlich erfolgreicher als die Junioren.

Worum geht es in diesen vier Tagen? Die „DTB German Pro Series“ wurde vom deutschen Verband eigens für die in der Corona-Zeit weitestgehend arbeitslosen Profi- und Nachwuchsspieler im nationalen Tennis organisiert. Gestartet sind bei der Turnierserie insgesamt 24 Spielerinnen in sechs Vierergruppen.

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Für die Zwischenrunde haben sich die besten zwölf der Vorrunde qualifiziert, dazu gibt es eine Bonusrunde für die Dritt- und Viertplatzierten der Vorrundengruppe. Gespielt wird im Gruppenmodus „Jeder gegen Jeden“. Jede Spielerin hat pro Tag einen Einsatz, vier Matches werden angesetzt. Am vierten Tag treffen die beiden besten Spielerinnen innerhalb der Gruppe in einem Platzierungsspiel aufeinander.

Wirges und Rivkin treffen in der Bonusrunde aufeinander

Und als die Gruppeneinteilung feststand, war Julian Battmer richtig glücklich. „Mit zwei Spielerinnen aus Hannover und einer weiteren aus dem eigenen Kader, haben wir spannende Tennistage vor uns“, sagt der Leiter des Bundesstützpunktes Tennis in Hannover. Tatsächlich sind Angelina Wirges und Nicole Rivkin derzeit die beiden hoffnungsvollsten Talente aus Hannover.

In den Vorrunden allerdings gelang der Einstieg in den Turniermodus nach der monatelangen Pause nicht berauschend, Wirges verlor alle vier Matches, Rivkin musste in der zweiten Begegnung verletzt aufgeben. Sie wurden nun in eine der Bonusrunden zusammengelost, Gegnerinnen sind Lisa Matviyenko aus Hamburg und Jasmin Jebawy aus Frankfurt.

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Angelina Wirges ©

Die große Überraschung der Vorrunde war zweifellos Julia Middendorf. Die 17-Jährige ist die Nummer sechs der deutschen Juniorinnen. Sie startet für den TV Visbek (Kreis Vechta) und gehört wie Wirges zum Porsche Junior Team des DTB. Ihr gelang der beste Turniereinstieg der niedersächsischen Spielerinnen. Nach drei Siegen – unter anderem gegen Fed-Cup-Spielerin Anna-Lena Friedsam – schloss sie ihre Gruppe als Erste ab.

"Auch hier wird sie was bewegen können"

Ihre Gegnerinnen in der Zwischenrunde sind mit den beiden Hamburgerinnen Tamara Korpatsch und Eva Lys sowie Anne Zaja (Stuttgart) die Nummern 111, 386 und 589 der Damen-Weltrangliste. Middendorf selbst wird dort noch nicht geführt, sie legt den Fokus derzeit noch auf internationale Jugendturniere. „Sie hat in der Vorrunde begeistert, auch hier wird sie was bewegen können“, meint Battmer.

Der Bundesstützpunktleiter hat in diesen Tagen aber weit mehr zu tun, als Spielerinnen einzuschätzen. „Derzeit ein Turnier auszurichten, ist eine echte Herausforderung. Zuschauer sind leider nicht zugelassen, wir müssen die vorgegebenen Hygienevorschriften akribisch umsetzen.“ Dies gilt insbesondere nach der Adria-Tour, dem von Novak Djokovic inszenierten Turnierevent mit dramatischen Folgen (vier infizierte Profis).