18. Januar 2019 / 05:58 Uhr

Hans-Dieter Jurga: "Das Hallenmasters hätte nicht besser laufen können"

Hans-Dieter Jurga: "Das Hallenmasters hätte nicht besser laufen können"

Nastassja Nadolska
Weser-Kurier
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Hallensprecher und Mitorganisator Hans-Dieter Jurga war mit der ersten Auflage des Diepholzer Hallenmasters sehr zufrieden. © Jonas Kako
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Der Mitorganisator des Hallenmasters des SC Twistringen zieht im Interview eine positive Bilanz

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Hans-Dieter Jurga gehörtr zum Organisationsteam des Diepholzer Hallenmasters. Der 48-Jährige ist seit 2007 als Jugendtrainer tätig und seit Februar 2018 Mitglied der Spartenleitung beim SC Twistringen. Im Interview spricht Jurga über das Hallenturnier und seine persönliche Bilanz.

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Herr Jurga, die erste Auflage des Diepholzer Fußball-Hallenmasters ist nun knappe zwei Wochen her. Wie lautet Ihr Fazit?

Hans-Dieter Jurga: Ich habe noch nie so ein reibungsloses Turnier erlebt. Von der Organisation bis zum Spielbetrieb hat einfach alles super funktioniert. Die erarbeitete Einsatzplanung hat hundertprozentig gepasst. Auch dass die Spieler sich vorbildlich an die Anweisungen gehalten und sich unten in der Halle aufgehalten haben, da die Tribüne oben für die Gäste reserviert war, hat für das gute Klima während des Turniers gesprochen. Besonders gefreut hat mich auch, dass viele Teams auch nach ihrem Ausscheiden in der Halle geblieben sind und sich die Spiele bis zum Schluss angeschaut haben. Besser hätte es nicht laufen können.

Auch aus sportlicher Sicht scheint alles ziemlich reibungslos abgelaufen zu sein.


Auf jeden Fall. Die Spiele in der Halle waren von einer sehr großen Fairness geprägt. Im gesamten Turnierverlauf gab es lediglich zwei Zwei-Minuten-Strafen, eine davon sogar im Finale. Außerdem gab es keine großen Verletzungsunterbrechungen. Dadurch konnte der Zeitplan gar minutiös eingehalten werden.

Nicht nur minutiös. Sie waren wesentlich früher fertig als geplant.

Ja, das stimmt. Für jedes Spiel hatten wir eine Wechselzeit von zwei Minuten geplant. In der Praxis lief es natürlich viel schneller, auch weil es nur zwei Zeitstrafen gab. Zwischen den Endspielen und dem Finale hatten wir eine Pause von 13 Minuten geplant. Dann kamen aber die Mannschaften auf uns zu und wollten direkt weiterspielen. So waren wir statt um 21.15 Uhr um kurz vor 21 Uhr durch.

Wie kam die Regelung, mit einem Mix aus Futsal und Fußball zu spielen, bei den Mannschaften an?

Das Reglement kam bei den beteiligten Vereinen sehr gut an. Wir wollten aus beiden Sportarten das beste herausnehmen, was uns auch gelungen ist. Der Fußball war wesentlich attraktiver und für die Spieler auch wesentlich ungefährlicher. Die Zuschauer haben an diesem Tag insgesamt 97 Tore gesehen, was im Durchschnitt vier Toren pro Spiel entspricht. Ich hätte nicht erwartet, dass in so einem Turnier so viele Tore fallen können (lacht).

Dimitri Steen (li) und der TV Stuhr beendeten die Gruppe B auf Rang zwei, im Halbfinale scheiterte der Landesligist dann aber mit 1:3 am TuS Sulingen. Zur Galerie
Dimitri Steen (li) und der TV Stuhr beendeten die Gruppe B auf Rang zwei, im Halbfinale scheiterte der Landesligist dann aber mit 1:3 am TuS Sulingen. ©
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Mit insgesamt 500 Gästen, die Mannschaften inbegriffen, war die Halle in Twistringen ausverkauft. Hätten Sie beim ersten Mal mit so einem derartigen Zulauf gerechnet?

Zuvor hatten wir es natürlich gehofft und während des Kartenverkaufs haben wir es dann auch irgendwie geahnt. Die Nachfrage war so groß. Einige A-Jugendspieler aus Heiligenfelde sind extra zum Weihnachtsmarkt nach Twistringen gereist, um sich Karten zu besorgen. Dass die Halle am Ende so schnell ausverkauft war, hat uns natürlich gefreut. Im Nachhinein hätten wir die Zuschauerzahl auch um 40 Plätze erweitern können. Da wir das Turnier aber zum ersten Mal ausgerichtet haben und auf Nummer sicher gehen wollten, haben wir die Zahl etwas minimiert.

Wie kam die erste Auflage des Hallenmasters aus Ihrer Sicht bei den Zuschauern und Vereinen an?

Insgesamt gab es für die Veranstaltung viel Lob von allen Seiten. So gut wie alle haben den reibungslosen Ablauf in höchsten Tönen gelobt, was uns natürlich sehr gefreut hat. Alle Mannschaften haben sich besonders wohlgefühlt, obwohl sie unten saßen. Damit es ihnen an nichts fehlt, haben wir in den Geräteräumen sogenannte Lounges aufgebaut. Dort konnten die Mannschaften sich in Ruhe austauschen und die anderen Spiele verfolgen. Auch die Vorstellung der Teams vor den Halbfinalspielen kam bei allen gut an. Hier erfolgte der Einlauf der Teams in der abgedunkelten Sporthalle mit einer Licht- und Nebelshow. Sowohl Trainer als auch Spieler waren sich am Ende einig, dass das Hallenmasters unbedingt am Leben erhalten bleiben müsse.

Sieht also ganz danach aus, als würde es im kommenden Jahr eine zweite Auflage des Hallenmasters geben. Würde sich der SC Twistringen wieder als Ausrichter zur Verfügung stellen?

Wir wären auf jeden Fall dafür bereit, weil es beim zweiten Mal noch einfacher wäre. Auch wenn das erste Mal eigentlich nicht zu toppen ist. Wer aber den Zuschlag bekommt, das entscheidet am Ende der Niedersächsische Fußballverband (NFV). Ich könnte mir vorstellen, dass der Gewinner TuS Sulingen im kommenden Jahr das Turnier ausrichtet. Es würde einfach passen. Aber falls nicht, wären wir bereit. Demnächst werden wir uns mit dem NFV zusammensetzen und ein abschließendes Gespräch führen. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Falls das Hallenmasters 2020 tatsächlich wieder in Twistringen stattfinden sollte, würden Sie etwas am Konzept ändern?

Zum jetzigen Zeitpunkt wären keine Änderungen geplant. Wir müssen abwarten, was der NFV im abschließenden Gespräch sagt. Was man aber in Betracht ziehen könnte, wäre eine Erweiterung der Zuschauerzahlen von 500 auf 530. Der Platz wäre auf jeden Fall vorhanden. Die Halle war während des Turniers auch nicht komplett voll, weil viele entweder draußen im Zelt waren, um sich etwas zu essen zu holen, oder sich in den Fluren aufgehalten haben. Es gab also viel Bewegung in der Halle. Ansonsten bliebe alles beim Alten.