07. Dezember 2021 / 21:43 Uhr

Watzke reagiert frostig auf Zwayer-Vorschlag – BVB zahlt Teil der Bellingham-Strafe

Watzke reagiert frostig auf Zwayer-Vorschlag – BVB zahlt Teil der Bellingham-Strafe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (rechts) hat mit Zurückweisung auf das Gesprächsangebot von Schiedsrichter Felix Zwayer an den BVB und Mittelfeldspieler Jude Bellingham reagiert.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (rechts) hat mit Zurückweisung auf das Gesprächsangebot von Schiedsrichter Felix Zwayer an den BVB und Mittelfeldspieler Jude Bellingham reagiert. © IMAGO/Kolvenbach/Thomas Bielefeld (Montage)
Anzeige

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erklärt, warum er dem von Schiedsrichter Felix Zwayer vorgeschlagenen Friedens-Gipfel mit Jude Bellingham nur wenig "Realisationschancen" einräumt. Der Klub erwägt zudem, einen Teil der Geldstrafe des Engländers zu übernehmen.

Borussia Dortmund hat frostig auf die von Schiedsrichter Felix Zwayer vorgeschlagene Aussprache mit Jude Bellingham reagiert. Grund: Ein Interview des Referees. "Wenn Herr Zwayer mir und Michael Zorc heute ein Schreiben schickt und ein Gespräch anregt - worüber man diskutieren kann - ich dann aber eine Stunde später das Gleiche mit Originalzitaten in den Medien lese, dann muss ich ehrlich sagen: Ich führe keine vertraulichen Gespräche mit jemandem, wo so etwas eine Stunde später alles im Boulevard steht. So geht das nicht. Ich sehe da derzeit keine große Realisationschance", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke vor dem Champions-League-Spiel des BVB gegen Besiktas Istanbul bei Amazon Prime.

Anzeige

Zudem stellte der Klubchef in Aussicht, dass der vom DFB zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro verurteilte Bellingham diese Summe nicht vollständig tragen werde. "Da sprechen wir mit ihm noch drüber. Wahrscheinlich werden wir es irgendwie aufteilen", erklärte Watzke: "Wir haben diese Strafe akzeptiert, weil wir Ruhe haben und sicherstellen wollten, dass er weiter spielen kann."

Zwayer hatte sich zuvor in einem Interview mit der Bild zu Wort gemeldet. "Ich möchte das am liebsten in einem persönlichen Gespräch mit Jude Bellingham klären und habe gegenüber Borussia Dortmund ein solches persönliches Gespräch angeboten", sagte der Referee dort: "Mir geht es nicht um Bestrafung, sondern um die Einsicht, dass er zu weit gegangen ist. Eine aufrichtige Entschuldigung würde ich annehmen."

Bellingham hatte sich nach dem 2:3 von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern am vergangenen Samstag über die Leistung Zwayers echauffiert. Unmittelbar nach dem Abpfiff und mit Blick auf die umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters, der dem BVB einen Foulelfmeter verwehrte und den Bayern einen Handelfmeter gab, sagte er beim norwegischen TV-Sender Viaplay Fotball: "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?" Es war eine Anspielung des erst 18 Jahre alten Mittelfeldspielers auf die Verwicklungen Zwayers in den 2005 aufgedeckten Wettskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer.

Anzeige

Zwayer weist die Andeutungen Bellinghams entschieden zurück. "Die Aussage erweckt bewusst den falschen Eindruck, ich hätte das Spiel nicht nach bestem Wissen und Gewissen geleitet. Sie ist persönlich, verunglimpfend und respektlos. Selbst wenn man sich in die subjektive, von Emotionen geprägte Perspektive versetzt, bleibt die Aussage fernab jeglicher fachlicher oder sachlicher Kritik", sagte der 40-Jährige der Bild. Die Worte "Was erwartest du?", seien eine "rhetorische Schlussfolgerung auf die Gegenwart und Zukunft". Die Aussage hätte "beleidigenden und verleumderischen Charakter". Dies dürfe "so nicht stehenbleiben."

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.