14. Dezember 2020 / 17:28 Uhr

Hansa Rostock: Aaron Herzog und das lange Warten auf sein Drittliga-Debüt

Hansa Rostock: Aaron Herzog und das lange Warten auf sein Drittliga-Debüt

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Durfte nach drei Monaten ohne Einsatz in der Profimannschaft ran: Aaron Herzog.
Durfte nach drei Monaten ohne Einsatz in der Profimannschaft ran: Aaron Herzog. © Lutz Bongarts
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Nach mehr als vier Monaten an der Ostsee kam Aaron Herzog am Sonntag zu seinem ersten Spiel in der 3. Liga für Hansa Rostock. Der Sprung eine Etage höher war eine Umstellung für den Rheinländer.

Rostock. Ein trister grauer Sonntag und eine Niederlage – sein Debüt in der 3. Fußball-Liga für den FC Hansa Rostock hatte sich Aaron Herzog anders vorgestellt. Der offensive Mittelfeldspieler wurde beim Stand von 0:1 gegen den SV Meppen in der 74. Minute für Björn Rother gebracht. Nur wenig später legte Herzog den Ball für Mitspieler Bentley Baxter Bahn auf, der das Spielgerät an den Pfosten hämmerte. Am Ende verloren die Rostocker mit 0:2.

Herzog war nach dem Abpfiff zwar froh, nach mehr als vier Monaten sein Drittliga-Debüt gegeben zu haben, ärgerte sich aber über die zweite Schlappe in Folge. „Ich habe versucht, 100 Prozent für das Team da zu sein. Ich war zufrieden mit meiner Leistung. Die Mannschaft hat es im zweiten Durchgang gut gemacht“, kommentierte Herzog.

Die Noten der Hansa-Profis zum 0:2 gegen den SV Meppen.

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Markus Kolke: ©

Der 22-Jährige war von Coach Jens Härtel in den vergangenen Monaten selten berücksichtigt worden. Nur im DFB-Pokal Mitte September gegen den VfB Stuttgart (0:1) durfte der gebürtige Kölner neun Minuten ran. Hinzu kamen zwei Einsätze im Landespokal und drei Oberliga-Partien für die Hansa-Reserve.

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Herzog macht keinen Hehl daraus, sich nach seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach im Sommer an die Ostseeküste, mehr Einsatzzeiten beim FC Hansa erhofft zu haben. „Natürlich hat man die Ambitionen, immer zu spielen. Ich weiß aber auch, wo meine Schwächen sind und woran ich arbeiten muss.“

Bei Borussia durchlief Herzog sämtliche Nachwuchsteams und spielte dort vor allem für die zweite Mannschaft in der Regionalliga West (78 Einsätze). An den Sprung eine Etage höher in die 3. Liga musste sich der beidfüßig starke Akteur erst gewöhnen. „Drittliga-Fußball bedeutet viele lange Bälle, aktiver in den Kopfballduellen und bissiger in den Zweikämpfen zu sein“, zählt Herzog die Unterschiede zur 4. Liga auf.

An den genannten Attributen hat er zuletzt gefeilt und wird es weiter tun. Herzog glaubt, mit dem Einsatz gegen Meppen dafür belohnt worden zu sein, intensiv an seinen Schwächen gearbeitet zu haben. „Dafür bin ich dankbar und gebe weiter Gas.“