21. September 2020 / 17:00 Uhr

Hansa Rostock: Breier schießt sich aus der Formkrise

Hansa Rostock: Breier schießt sich aus der Formkrise

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Auf dem Weg zum 2:1: Hansa-Stürmer Pascal Breier gelang beim Saisonauftakt gegen Duisburg ein Doppelpack.
Auf dem Weg zum 2:1: Hansa-Stürmer Pascal Breier gelang beim Saisonauftakt gegen Duisburg ein Doppelpack. © Lutz Bongarts
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Ein Doppelpack zur rechten Zeit für den Torjäger, der seinen Stammplatz verloren hatte.

Es lief nicht wirklich gut für Pascal Breier in der Saisonvorbereitung. Mäßige Leistungen, kein Tor, der Stammplatz des in der Vorsaison treffsichersten Hansa-Schützen war weg. Wie tief die Formkrise des Stürmers zwischenzeitlich gewesen ist, ließ Jens Härtel nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Duisburg durchblicken. „Er hat fürchterliche erste 14 Tage gehabt, da haben wir ihn im Training fast nicht wiedererkannt“, sagte der Rostocker Trainer, der Breier – wie eine Woche vorher im DFB-Pokal gegen Stuttgart – auch gegen Duisburg zunächst draußen ließ. Erst nach der Verletzung von John Verhoek bekam der Schwabe seine Chance und nutzte sie in beeindruckender Weise.

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Mit seinen Toren zum 2:1 und 3:1 schoss er Hansa zum Sieg und sich selbst aus der Formkrise. „Das ist wichtig für ihn und für die gesamte Mannschaft. In solchen Momenten ist er dann auch manchmal da, und ich hoffe, er bleibt eine Weile da“, war Härtels gewohnt sachlicher Kommentar zum einzigen Doppelpack des Drittliga-Wochenendes. Verhoek erlitt gegen die „Zebras“ eine Oberschenkelverletzung und wird wohl vorerst ausfallen. Eine genaue Diagnose war am Montag noch nicht bekannt.

Die Hansa-Noten zum Auftakt gegen den MSV Duisburg:

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Pascal Breier brauchte am Sonnabend eine Weile, um auf Betriebstemperatur zu kommen. „Ich bin von der Einwechslung ein bisschen überrascht worden und hatte nur eine kurze Warmmachphase. In der ersten Halbzeit habe ich erst mal gut gepumpt, bis ich richtig warm geworden bin.“ Noch bevor er auf dem Platz war, fing sich Hansa in Unterzahl das 0:1, wenig später kassierte Breier wegen Meckerns dann auch noch die Gelbe Karte.

Alles andere als ein Auftakt nach Maß für den 15-fachen Torschützen der vergangenen Saison. Die Breier-Gala ging erst nach der Pause los. Die ebenfalls eingewechselten Korbinian Vollmann mit einem Traumpass und Nils Butzen mit eine flachen Flanke von rechts legten dem Angreifer seine ersten beiden Saisontreffer passgenau auf. „Der Trainer sagt immer wieder, dass die Einwechselspieler extrem wichtig sind und dass wir so ein Spiel von der Bank aus drehen können“, sagt der Angreifer.

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Kurios: Breier traf erst, nachdem er seine Schuhe gewechselt hatte. Kurz nach der Pause war ihm ein Duisburger auf den Schlappen getreten, „der ist dann an der Seite eingerissen und war kaputt“, erzählte der 28-Jährige nach dem Abpfiff. Bis passender Ersatz kam, habe es eine Weile gedauert. „Da kam alles mögliche an Schuhen. Auch welche, die ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Aber am Ende kamen dann doch die richtigen.“ Und dann klappte es auch mit dem Tore schießen. „Beim nächsten Mal gleich die Wunderschuhe anziehen!“, forderte Jan Löhmannsröben, der Schütze zum 1:1, seinen Teamkollegen via Instagram auf: „Damit die Tore wieder fallen.“

Mit dem Ausgleich durch Löhmannsröbens Kopfball „haben wir das Momentum wieder auf unsere Seite gezogen und es hinten raus relativ souverän zu Ende gespielt“, freute sich Pascal Breier über seinen gelungenen Saisonauftakt mit Hansa. So kann es weitergehen: Am Sonnabend folgt die Auswärtspremiere gegen Aufsteiger 1. FC Saarbrücken, der mit einem 1:1 in Lübeck ordentlich gestartet ist. Auch gegen die Saarländer hat Hansas bester Torschütze schon mal getroffen: vor vier Jahren für den VfB Stuttgart II in der Regionalliga Südwest.

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